PartnerInternationalBank (partnerinternationalbank.net): ein Faktencheck
PartnerInternationalBank (partnerinternationalbank.net) ist nach gründlicher Untersuchung ein betrügerisches Investmentportal, das Anlegern Geld abverlangt, ohne echte Dienstleistungen zu erbringen. Die Plattform präsentiert sich als seriös, doch die gesammelten Beweise deuten eindeutig auf eine betrügerische Absicht hin.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum partnerinternationalbank.net unseriös ist
Die Analyse der öffentlichen Informationen über partnerinternationalbank.net offenbart mehrere gravierende Inkonsistenzen. Erstens fehlt eine registrierte Handelsregisternummer sowie Angaben zu einer Aufsichtsbehörde. Ohne eine gültige Lizenz oder regulatorische Genehmigung ist es unmöglich, dass ein Investmentportal legale Dienstleistungen erbringt. Zweitens werden auf der Website ausschließlich Banküberweisungen und Kreditkarten als Zahlungsmethoden akzeptiert, während die Plattform keine echte Brokerage-Plattform betreibt und keine Handelsplattform zur Verfügung stellt. Drittens gibt es keine transparenten Kontoinformationen, keine verifizierten Kundenbewertungen oder unabhängige Prüfberichte. Diese Kombination aus fehlenden regulatorischen Kennzeichen und fehlender Transparenz ist ein starkes Indiz dafür, dass die Plattform lediglich dazu dient, Geld zu sammeln, ohne eine echte Dienstleistung zu erbringen.
Die behauptete Geschäftsadresse von PartnerInternationalBank
Die Seite nennt die Adresse Totorių g. 4, LT-01121 Vilnius. Im Handelsregister ist jedoch keine Firma mit dieser Anschrift verzeichnet, was die Glaubwürdigkeit stark erschüttert. Zudem fehlt jegliche Bestätigung durch die zuständige Finanzaufsicht, was darauf hindeutet, dass die Angaben lediglich zur Tarnung dienen.
Unter der angegebenen Anschrift in Litauen liegt zwar ein Gebäude vom Typ service, doch eine konkrete Geschäftspräsenz dieses Anbieters lässt sich nicht nachweisen.
Auffällig ist insbesondere ein deutlicher Bruch in der Infrastruktur. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in Litauen. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- Litauen
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- USA
Wie der Betrug bei partnerinternationalbank.net abläuft
1. Erstkontakt und Lockangebot
Der Betrugszyklus beginnt häufig mit gezielten Werbemaßnahmen auf sozialen Medien wie Instagram und Facebook. Die Anzeigen versprechen „5 % Zinsen“ bei einer Mindestanlage von 200 €, wobei der vermeintliche „Kontoeröffnungsprozess“ in wenigen Minuten abgeschlossen sein soll. Oftmals werden angebliche „Anlageberater“ über Chat-Apps kontaktiert, die sofort persönliche Gespräche anbieten. Durch das Versprechen niedriger Einstiegshöhen wird die Hemmschwelle gesenkt, sodass das Opfer bereit ist, eine erste Summe zu überweisen. Diese ersten Einzahlungen werden meist per Banküberweisung oder Kreditkarte getätigt und dienen ausschließlich als „Einlage“, um das System zu testen.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung präsentiert die Plattform dem Anleger eine simulierte Handelsübersicht, in der scheinbar schnelle Gewinne von 800 € bei einer Ausgangsinvestition von 250 € angezeigt werden. In Wirklichkeit handelt es sich lediglich um vorgefertigte Zahlen in einer Web-App, die ohne echte Orderausführung funktionieren. Die Plattform erzeugt diese „Gewinne“ durch interne Datenbankeinträge, die das System als Erfolg darstellt. Diese Illusion dient dazu, das Vertrauen der Anleger zu stärken und sie davon zu überzeugen, weitere Einzahlungen vorzunehmen.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald das Vertrauen aufgebaut ist, werden Anleger mit „VIP-Konten“, „Hebel-Boni“ oder „Exklusiv-IPO-Zugängen“ beworben. Die Plattform nutzt dabei psychologische Drucktechniken wie Zeitlimits („Nur noch heute“) und Social-Proof-Elemente, indem sie angebliche Erfolgsgeschichten von „Kunden“ anzeigt. Typische Forderungen liegen zwischen 5 000 € und 50 000 €, wobei gelegentlich auch Beträge von über 500 000 € genannt werden. Die Plattform behauptet, dass höhere Einlagen höhere Renditen ermöglichen und dass die Anleger dadurch von exklusiven Marktchancen profitieren würden.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger nun seine Gewinne oder sein Kapital auszahlen möchte, wird plötzlich eine Reihe von Gebühren in Rechnung gestellt. Die gebührenspezifischen Namen, ohne konkrete Beträge, sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real; wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich das Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig Drittanbieter auf: angebliche Anwälte mit „Vergleichsverfahren“, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die eine „Wiederherstellungssoftware“ anbieten. Diese Personen fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter dieser Vorgehensweise stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprünglichen Daten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Solche Angebote sind klassische Recovery-Scams, die darauf abzielen, weitere Gelder von bereits betroffenen Anlegern zu ergaunern.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jeder zusätzliche Transfer erhöht die Chancen, dass das Geld in die Hände der Betrüger gelangt.
- Belege sichern: Bewahren Sie sämtliche E-Mails, Kontoauszüge und Zahlungsnachweise auf. Diese Dokumente sind entscheidend für mögliche Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Zahlungsanbieter: Informieren Sie Ihre Bank über die verdächtigen Transaktionen und fordern Sie eine Sperrung der betreffenden Konten, wenn nötig.
- Erstatten Sie Strafanzeige: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder beim Bundeskriminalamt. Geben Sie alle gesammelten Beweismittel an.
- Ignorieren Sie Recovery-Scams: Legitime Rechtsanwälte oder Behörden werden nicht unaufgefordert Kontakt aufnehmen. Jede Forderung nach Vorauszahlungen sollte als Warnsignal gelten.
Wenn Sie bereits Opfer dieser Masche geworden sind, handeln Sie jetzt: Sichern Sie Ihre Beweise, kontaktieren Sie Ihre Bank und melden Sie den Betrug. Je schneller Sie vorgehen, desto größer die Chance, dass Ihre Gelder zurückgeholt werden.
Das Netzwerk hinter PartnerInternationalBank
PartnerInternationalBank ist Teil eines Netzwerks von 56 weiteren Plattformen, die häufig ähnliche Marketingstrategien und technische Infrastrukturen nutzen. Diese enge Verknüpfung legt nahe, dass die Betreiber eine koordinierte Vorgehensweise verfolgen, um das Vertrauen der Anleger zu maximieren und die Kontrolle über die Gelder zu behalten.

1sttrustfinancialcredit
1sttrustfinancialcredit.com

Agcunion
agcunion.com

Alphafinancebank
alphafinancebank.com

Antrapranewur
antrapranewur.com

Atlanticprimebank
atlanticprimebank.com

Atlantisunionbank
atlantisunionbank.com
und 50 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei partnerinternationalbank.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.