Warnung vor Sábia Rendaforte (sabia-rendaforte.com): Betrug oder?
Sábia Rendaforte (sabia-rendaforte.com) ist ein betrügerisches Trading-Portal. Alle Indikatoren zeigen, dass es keine regulierte Plattform ist.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum sabia-rendaforte.com unseriös ist
Die erste Anzeichen für Unregelmäßigkeiten sind fehlende Unternehmensdaten. Auf der Website ist weder eine Handelsregisternummer noch ein Aufsichtsbehörde angegeben. Ohne diese Angaben kann die Plattform nicht als reguliert gelten.
Weiterhin fehlt die Angabe eines Sitzes. Die Kontaktdaten beschränken sich auf eine Telefonnummer mit Ländervorwahl +46. Ein Kontakt per E-Mail ist nicht vorhanden, und es gibt keine physische Adresse. Diese Leere ist ein starkes Warnsignal.
Die Plattform bietet keine klaren Informationen zu den angebotenen Dienstleistungen. Obwohl „Negociação de criptomoedas“, „Negociação de ações“ und „Negociação de forex“ gelistet werden, gibt es keine Details zu den Handelsplattformen, zu den zugrunde liegenden Börsen oder zu den Risikobewertungen.
Zudem sind keine Zahlungsoptionen aufgeführt. Die Seite nennt weder Banküberweisungen, Kreditkarten noch Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Ohne Zahlungsmethoden kann keine legitime Transaktion stattfinden.
Schließlich fehlen sämtliche Vertrauenssignale. Keine Kundenbewertungen, keine Testimonials, keine Zertifizierungen, keine Erfolgsraten. Die Kombination dieser Mängel ist eindeutig ein Indiz für betrügerische Absicht.
Wie der Betrug bei sabia-rendaforte.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Opfer werden über Social-Media-Ads angesprochen, die von vermeintlichen „Anlageberatern“ stammen. Die Anzeigen enthalten oft gefälschte Promi-Testimonials, z. B. angebliche Aussagen von bekannten Persönlichkeiten.
Ein Klick führt zu einer Landing-Page, die ein kleines Einzahlungsangebot von 250 € zeigt. Der Betrag ist bewusst niedrig, um die Hemmschwelle zu senken. Die Seite fordert die Eingabe von Kontodaten, die später für die angebliche Einzahlung verwendet werden.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung öffnet sich eine Web-App, die hohe Gewinne anzeigt. Die Zahlen steigen innerhalb von zwei Wochen auf 800 €. Diese Gewinne entstehen jedoch nicht durch echten Handel. Stattdessen zeigt die Software simulierte Gewinnwerte, die in einer Datenbank gespeichert sind.
Die Plattform bietet keinen Zugang zu echten Börsen oder zu einem regulierten Broker-Account. Es gibt keine Möglichkeit, echte Trades auszuführen. Die Gewinne sind also reine Fiktion.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein „Account-Manager“ baut über Wochen eine Beziehung auf. Er bietet VIP-Kunden einen Hebel von 1:500 und verspricht garantierte Profite. Der Manager nutzt Zeitlimits, z. B. „Nur heute, maximal 5.000 €“.
Social-Proof-Techniken werden eingesetzt: gefälschte Mit-Investor-Storys, die angeblich große Gewinne erzielt haben. Der Investor zahlt zusätzliche Beträge, oft zwischen 5.000 € und 50.000 €. Manche Opfer geben sogar über 500.000 € ab.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger seine Gewinne auszahlen möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft Dritte auf. Sie behaupten, Anwälte oder „Krypto-Forensiker“ zu sein, die das Geld zurückholen können. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“.
Dahinter stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprünglichen Gewinne gefälscht haben. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Jeder Kontakt dieser Art sollte sofort als Betrug betrachtet werden.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jeder neue Betrag erhöht das Risiko eines vollständigen Verlustes.
- Alle Transaktionsdaten sichern. Screenshots, E-Mails, Chatverläufe und Kontoauszüge sollten archiviert werden. Diese Beweise sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse. Informieren Sie sie über die verdächtigen Transaktionen und fordern Sie die Sperrung Ihrer Konten, falls nötig.
- Reichen Sie Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein. Ihre Daten aus der Ermittlungsarbeit können bei der Verfolgung des Betruges helfen.
- Ignorieren Sie alle „Recovery-Scam“-Angebote. Ein seriöser Anwalt wird Sie nicht per Telefon oder Chat ansprechen. Jede Forderung nach Vorauszahlung ist ein klarer Betrugsindikator.
Wenn Sie mehr über die Hintergründe von Sábia Rendaforte erfahren möchten, lesen Sie weitere Berichte auf brokerbetrug.de. Schützen Sie sich und Ihre Finanzen, indem Sie die Warnsignale ernst nehmen.
Das Netzwerk hinter sabia-rendaforte.com
Sábia Rendaforte ist Teil eines Netzwerks von 83 Plattformen, die ähnliche Anzeichen aufweisen. Diese Verknüpfung deutet auf ein gemeinsames Betreiberteam hin.

Activonda
activonda.com

Acuto Patrimanza
acuto-patrimanza.com

Amplo Lucrenio
amplo-lucrenio.com

Ardent Gestence
ardent-gestence.com

Aur Markstead
aur-markstead.com

Aziovale
aziovale.com
und 77 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei sabia-rendaforte.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.