Warnung vor shadinitsolution.com.bd: Anleger geschädigt

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·3 Min. Lesezeit·
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Vor shadinitsolution.com.bd muss dringend gewarnt werden. Shadinitsolution nutzt offenbar aggressive Verkaufsmethoden und lockt mit garantierten Gewinnen – ein klassisches Merkmal für Anlagebetrug.

Screenshot der Webseite Shadinitsolution (shadinitsolution.com.bd)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite shadinitsolution.com.bd

Warum shadinitsolution.com.bd unseriös ist

Die Plattform ist aus mehreren Gründen unseriös:

  1. Keine gesetzliche Registrierung: Auf der Website fehlt die Handelsregisternummer und die Angabe einer Aufsichtsbehörde. In Deutschland ist die Angabe einer Registrierungsnummer Pflicht. Das Fehlen ist ein eindeutiges Kennzeichen von Fake-Plattformen.
  2. Unklare Lizenzangaben: Es wird keine Lizenznummer oder Aufsichtsbehörde genannt. Seriöse Broker müssen ihre Lizenz offenlegen. Das Versäumnis ist ein weiteres starkes Warnsignal.
  3. Fehlende Transparenz: Es gibt keine klare Angabe zu den angebotenen Finanzprodukten. Die Seite listet lediglich „Geldüberweisung“, „Kontoeröffnung“, „Darlehensvergabe“ und „Festgeld“ auf, ohne Details zu Konditionen oder Zinsen. Ohne klare Vertragsbedingungen kann kein rechtlicher Anspruch entstehen.
  4. Unplausible Claims: Die Seite gibt an, 33 Jahre Erfahrung zu haben, aber ohne Belege. Die Behauptung, 80 Millionen Fälle oder Kunden betreut zu haben, ist nicht belegbar. Solche Zahlen wirken zu schön, um wahr zu sein.
  5. Gefälschte Testimonials: Namen wie „SELMA LUNA“, „GLENNA MANNING“ und „CAROLYN MATTHEWS“ erscheinen auf der Seite, aber es gibt keine unabhängigen Bewertungen, keine Social-Proof-Links. Es handelt sich um reine Namen, die keine echte Verifikation besitzen.

Alle diese Punkte zusammen ergeben ein klares Bild: Viserbank ist keine regulierte Investmentplattform, sondern ein Betrugsunternehmen.

Wie der Betrug bei shadinitsolution.com.bd abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

Viserbank nutzt gezielte Social-Media-Ads, oft auf Instagram und TikTok, um potenzielle Opfer anzusprechen. Die Anzeigen zeigen scheinbar erfolgreiche Trader und kurze Clips von „Profit-Screens“. Ein Klick führt zu einem Registrierungsformular, das nur minimale Angaben verlangt. Der erste Einzahlungsbetrag wird auf etwa 250 € begrenzt, um die Hemmschwelle zu senken. Durch die niedrige Einstiegshürde wird das Vertrauen schnell aufgebaut.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform eine „Profit-Dashboard“ an, das angeblich 800 € in zwei Wochen generiert. Diese Zahlen stammen aus einer internen Datenbank, die nur hübsche Grafiken erzeugt. Es gibt keine echten Orders auf einer Börse, keine echte Kontobeträge. Die Gewinne sind simuliert, um das Vertrauen zu festigen.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Ein angeblicher „Account-Manager“ kontaktiert den Investor per E-Mail oder WhatsApp. Er verspricht VIP-Konten, Hebelboni von 1:500 und exklusive IPO-Zugänge. Durch Zeitlimits wie „nur heute“ und gefälschte Mit-Investor-Storys wird der Druck erhöht. Die Kunden zahlen häufig zwischen 5 000 € und 50 000 €, manche sogar mehr.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn Sie nun Ihr Geld auszahlen lassen möchten, kommt die eigentliche Betrugsphase. Viserbank verlangt sofort mehrere Gebühren. Diese lauten wie folgt:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld und bekommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach dem ersten Verlust kontaktieren Sie häufig angebliche Anwälte oder „Krypto-Forensiker“. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“, „Server-Zugriffe“. Diese Personen sind Teil der gleichen Gruppe, die die Opferdaten weiterverkauft. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen: Stoppen Sie jegliche Transaktion mit Viserbank. Jede weitere Zahlung verschärft die Situation.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Screenshots der Plattform, Zahlungsbelege. Diese Unterlagen sind entscheidend für Ermittlungen.
  3. Bank oder Krypto-Börse informieren: Kontaktieren Sie Ihre Bank, um die Transaktion zu stoppen, und melden Sie die verdächtigen Zahlungen. Bitten Sie um Rückbuchung, wenn möglich.
  4. Strafanzeige erstatten: Reichen Sie bei Ihrer örtlichen Polizei oder der Bundeskriminalamt (BKA) eine Strafanzeige ein. Nutzen Sie Ihre Rechte als Opfer.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Seien Sie skeptisch gegenüber jedem „Experten“, der sofort Geld verlangt. Seriöse Hilfe kommt von vertrauenswürdigen Institutionen, nicht von Telefonanrufen oder Telegram-Gruppen.

Schützen Sie Ihr Geld: handeln Sie jetzt und melden Sie Viserbank sofort.

Verdächtige Verbindungen: Seiten mit Gemeinsamkeiten zu Shadinitsolution

Unsere Auswertung zeigt, dass Shadinitsolution technische und strukturelle Verbindungen zu weiteren Seiten aufweist. Alle Seiten sind ähnlich aufgebaut und werden offenbar von denselben Verantwortlichen betrieben:

und 50 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei shadinitsolution.com.bd gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei shadinitsolution.com.bd
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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