sterlingcore.online: Keine Lizenz, keine Regulierung
Schützen Sie sich vor sterlingcore.online. Sterlingcore gehört nach unseren Erkenntnissen zu einem Netzwerk fragwürdiger Broker, die unter wechselnden Namen immer wieder Anleger schädigen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum sterlingcore.online unseriös ist
Bei Sterling Core Bank gibt es mehrere auffällige Inkonsistenzen. Zunächst fehlt jede Angabe einer Registrierungs- oder Aufsichtsbehörde; die Website listet weder einen Handelsregistereintrag noch eine Lizenznummer auf. Weiterhin wird eine Adresse in Honolulu, USA angegeben, obwohl sämtliche Kontaktdaten (E-Mail, Zahlungsoptionen) ausschließlich in europäischen Währungen operieren. Die Zahlungsoptionen umfassen PayPal, Stripe, Paystack, Skrill, Flutterwave, Mollie, Payeer und RazorPay: ein breites Spektrum, das üblicherweise von legitimen Finanzinstituten nicht abgedeckt wird. Die Plattform bietet keine klaren Angaben zu Geschäftsbedingungen, und es gibt keine Hinweise auf einen verantwortlichen Vorstand oder ein Sitz im Handelsregister. Diese Diskrepanzen sind typische Anzeichen für eine Online-Betrugsplattform.
Angegebene Adresse von Sterlingcore
Auf der Webseite sterlingcore.online wird folgende Adresse angegeben: 999 Bishop Street Honolulu, HI 96813,USA. Unter dieser Adresse ist das Unternehmen jedoch nicht im Handelsregister eingetragen und auch sonst nicht nachweisbar geschäftlich tätig.
An der angegebenen Adresse in den USA befindet sich ein Gebäude (Nutzung in OSM nicht klassifiziert) ("First Hawaiian Center"). Eine geschäftliche Nutzung wäre dort grundsätzlich möglich, eine Tätigkeit dieses Anbieters konnte jedoch nicht verifiziert werden.
Wie der Betrug abläuft
1. Erstkontakt und Lockangebot
Sterling Core Bank nutzt gezielte Marketingkampagnen, um potenzielle Opfer zu erreichen. Sie platzieren Anzeigen auf sozialen Netzwerken, senden Cold-Calls von angeblichen "Anlageberatern" und nutzen gefälschte Testimonials von Personen wie Maria Ahsan oder Ivan Rogers. Die ersten Einzahlungen sind bewusst niedrig gehalten: etwa 250 €: um die Hemmschwelle zu senken. Diese Strategie baut Vertrauen auf, indem sie kleine Gewinne verspricht und den Anleger dazu verleitet, mehr zu investieren.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform auf der Benutzeroberfläche fiktive Buchgewinne. Man sieht, dass aus 250 € innerhalb von zwei Wochen 800 € geworden sind. In Wirklichkeit erfolgt kein echter Handel; die Software erstellt lediglich simulierte Gewinnzahlen. Dieses Vorgehen dient dazu, das Vertrauen zu festigen und den Anleger zu ermutigen, weitere Beträge einzuzahlen.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein persönlicher "Account-Manager" oder ein angeblicher Berater baut eine Beziehung auf und bietet exklusive Vorteile an: VIP-Konten, hohe Hebel, garantierte Profite, angebliche IPO-Zugänge. Durch Zeitlimits („nur heute“) und künstliche Verknappung wird Druck erzeugt. Der Anleger kann nun zwischen 5 000 und 50 000 € oder mehr einzahlen, wobei manche Opfer sogar mehr als 500 000 € verlieren.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger sein Geld auszahlen möchte, wird plötzlich eine Reihe von Gebühren verlangt.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten melden sich häufig Dritte: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Dahinter stecken meist dieselben Täter, die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Unter allen Umständen sollten Sie keine zusätzlichen Beträge einzahlen.
- Belege sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Chat-Logs, Transaktions-Screenshots und Kontoauszüge. Diese sind die Grundlage für spätere Schritte.
- Bank oder Zahlungsanbieter informieren: Setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank, PayPal oder anderen Zahlungsdiensten in Verbindung und melden Sie den Betrug.
- Strafanzeige erstatten: Reichen Sie bei der örtlichen Polizeidienststelle oder dem Landgericht eine Anzeige ein. Führen Sie alle gesammelten Beweise an.
- Recovery-Scams ignorieren: Akzeptieren Sie keine „Reparatur-Dienstleistungen“ von unautorisierten Personen. Diese sind weitere Betrugsversuche.
Verdächtige Verbindungen: Seiten mit Gemeinsamkeiten zu Sterlingcore
Unsere Auswertung zeigt, dass Sterlingcore technische und strukturelle Verbindungen zu weiteren Seiten aufweist. Alle Seiten sind ähnlich aufgebaut und werden offenbar von denselben Verantwortlichen betrieben:

1sttrustfinancialcredit
1sttrustfinancialcredit.com

Agcunion
agcunion.com

Alphafinancebank
alphafinancebank.com

Antrapranewur
antrapranewur.com

Atlanticprimebank
atlanticprimebank.com

Atlantisunionbank
atlantisunionbank.com
und 50 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei sterlingcore.online gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.