Warnung vor TovariX Bize (tovarix-bize.nl): Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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TovariX Bize (tovarix-bize.nl) ist eine reine Masche, die Ihnen Geld abnimmt und nie auszahlt. Stoppen Sie sofort jegliche weitere Interaktion, bevor Sie mehr verlieren.

Screenshot der Webseite Tovarix Bize (tovarix-bize.nl)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite tovarix-bize.nl

Warum tovarix-bize.nl unseriös ist

TovariX Bize präsentiert sich als modernes Trading-Portal, doch die Daten sprechen eine andere Sprache. Auf der Website fehlt eine Handelsregisternummer und es gibt keine Angaben zu einer Aufsichtsbehörde. Diese Lücken sind sofortige Warnzeichen. Die Plattform bietet ausschließlich Forex, Krypto und AI-Analyse an, aber keine Zahlungsmethoden werden genannt. Ohne klare Lizenzierung und ohne transparente Zahlungswege kann die Firma nicht legal handeln. Außerdem wird auf der Seite ein unrealistisches Tagesgewinnversprechen von €975 PER DAG ausgegeben, ohne Quellenangabe. Solche Zahlen sind typisch für Betrugsseiten, die Vertrauen erwecken wollen, ohne echtes Kapital zu besitzen.

Wie der Betrug bei tovarix-bize.nl abläuft

1. Erstkontakt und Lockangebot

Die Masche beginnt meist mit einem Telefonanruf von angeblichen „Anlageberatern“, die sich als Experten ausgeben. Alternativ erreichen Sie die Plattform über gezielte Werbung in sozialen Medien, die falsche Promi-Testimonials von Personen wie Jort Kelder oder Klaas Knot zeigen. Die ersten Einzahlungen werden bewusst niedrig gehalten: etwa 250 €: um die Hemmschwelle zu senken. Sobald Sie das erste Geld eingezahlt haben, werden Sie in ein „VIP-Programm“ eingeweiht, das angeblich höhere Renditen verspricht. Diese psychologische Manipulation lässt Sie glauben, dass Sie ein lukratives Investment gestartet haben.

2. Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform Ihnen sofort hohe Buchgewinne. Auf dem Dashboard werden Gewinne von bis zu €975 pro Tag angezeigt. Diese Zahlen stammen jedoch aus einer internen Datenbank, die keine echten Börsenorders ausführt. Es gibt keine Verbindung zu einem regulierten Broker oder einer Börse. Das System erzeugt lediglich animierte Grafiken, um den Eindruck von Profitabilität zu erwecken. Sobald Sie diese „Erfolge“ sehen, steigt Ihre Vertrauen und Sie denken, die Plattform sei zuverlässig.

3. Drängen zu weiteren Einzahlungen

Ein persönlicher „Account-Manager“ oder ein automatisierter Chatbot baut über Wochen eine Beziehung auf. Er bietet Ihnen angeblich Hebel von 1:500, garantiert Gewinne, verspricht Zugang zu IPOs und präsentiert gefälschte Erfolgsgeschichten von anderen Anlegern. Durch Zeitlimits wie „nur heute“ und künstliche Verknappung wird der Druck erhöht. In vielen Fällen zahlen Opfer zwischen 5.000 € und 50.000 €, manche sogar über 500.000 €. Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko, weil die Plattform keine echte Liquidität besitzt.

4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Sobald Sie Geld auszahlen lassen wollen, tauchen plötzlich Gebühren auf. Diese sind in der Regel völlig willkürlich: Transaktionsgebühr, Steuervorauszahlung, Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“, KYC-Verifizierungsgebühr, Konto-Aktivierungsgebühr, Anti-Geldwäsche-Hinterlegung. Jede dieser Begründungen klingt plausibel, ist aber frei erfunden. Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine “Gebühr” zahlt, verliert zusätzlich zu dem bereits verlorenen Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.

5. Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen häufig angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ auf. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Angebote sind ein weiteres Kapitel derselben Masche. In der Regel handelt es sich um die gleichen Täter, die Ihre Daten weiterverkaufen oder für weitere Betrugsaktionen nutzen. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie bemerken, dass Auszahlungen blockiert werden oder Gebühren gefordert werden, stoppen Sie jede Transaktion. Jede weitere Zahlung bringt Sie nur tiefer in die Falle.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Chat-Logs, Konto-Statements und Aufzeichnungen von Telefonaten. Diese Dokumente sind entscheidend für mögliche Ermittlungen und für die Meldung bei Behörden.
  3. Bank bzw. Krypto-Börse informieren: Melden Sie die verdächtigen Transaktionen Ihrer Bank oder Ihrer Krypto-Börse. Bitten Sie um eine Sperrung der Konten und fordern Sie eine Rückverfolgung der Geldflüsse. Banken können oft Rückbuchungen veranlassen, wenn die Transaktion betrügerisch war.
  4. Polizeiliche Anzeige erstatten: Kontaktieren Sie die örtliche Polizei oder die Finanzaufsichtsbehörde. Geben Sie alle gesammelten Beweise an und schildern Sie den Ablauf. Ihre Meldung kann dazu beitragen, weitere Opfer zu schützen und die Täter zu verfolgen.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Wenn Ihnen jemand vorgibt, Ihre Gelder zurückzuholen, lehnen Sie das Angebot sofort ab. Seriöse Anwälte oder Behörden kontaktieren Sie nicht unaufgefordert. Jede Forderung um Vorauszahlung ist ein Hinweis auf eine weitere Masche.
  6. Informieren Sie sich regelmäßig: Bleiben Sie über aktuelle Betrugswarnungen auf dem Laufenden. Viele Finanzaufsichtsbehörden veröffentlichen regelmäßig Warnungen zu neuen Betrugsplattformen. Nutzen Sie diese Informationen, um sich selbst und Ihre Mitmenschen zu schützen.

Schluss

Die Plattform TovariX Bize (tovarix-bize.nl) ist ein klarer Betrug. Wenn Sie bereits Geld investiert haben, handeln Sie jetzt: sichern Sie Ihre Beweise, melden Sie den Betrug und informieren Sie Ihre Bank. Ihre schnelle Reaktion kann den Verlust begrenzen und andere Anleger vor weiteren Schäden bewahren.

Das Netzwerk hinter tovarix-bize.nl

TovariX Bize ist Teil eines Netzwerks von 87 Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen. Dieses Netzwerk nutzt geteilte Infrastruktur, um Kunden aus verschiedenen Ländern zu täuschen und das Risiko zu verteilen.

und 81 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei tovarix-bize.nl gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei tovarix-bize.nl
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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