Warnung vor True Ledgevik (true-ledgevik.com): Betrug im Trading- und Krypto-Sektor
True Ledgevik (true-ledgevik.com) ist keine regulierte Handelsplattform, sondern ein betrügerisches System, das Anleger mit falschen Versprechen und manipulativen Techniken ausbeutet.

Achtung
Betrugsverdacht
Über Anton Haverkamp
In den vergangenen fünf Jahren war ich bei der Polizei tätig und habe zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit gearbeitet. In dieser Rolle habe ich mehr als 500 Anlagebetrugs-Fälle untersucht, insbesondere solche, die auf Blockchain-Transaktionen basierten. Meine Expertise liegt darin, technische und rechtliche Indizien zu analysieren, um die Hintergründe von Betrugsnetzwerken aufzudecken. Diese Erfahrung bildet die Grundlage für den folgenden Faktencheck zu True Ledgevik (true-ledgevik.com).
Warum true-ledgevik.com unseriös ist
Die Website von True Ledgevik weist mehrere gravierende Inkonsistenzen auf. Erstens fehlt jegliche Angabe einer Handelsregisternummer oder eines Lizenzgebers. Regulierungsbehörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz verlangen von seriösen Brokern, dass sie ihre Lizenznummer öffentlich machen. Das Fehlen dieser Informationen ist ein starkes Warnsignal. Zweitens ist die Angabe einer physischen Adresse nicht vorhanden. Ohne eine nachprüfbare Geschäftsadresse ist es unmöglich, die rechtliche Existenz des Unternehmens zu verifizieren. Drittens werden auf der Plattform keine eindeutigen Kontaktdaten wie eine E-Mail-Adresse angeboten. Stattdessen wird lediglich die internationale Vorwahl „+41“ angezeigt, was nicht ausreicht, um den Betreiber zu identifizieren. Viertens gibt es keine Angaben zu einem regulatorischen Aufsichtsorgan oder einer Registrierungsbehörde. In Kombination mit der fehlenden Lizenznummer deutet dies darauf hin, dass das Unternehmen nicht unter die Aufsicht einer zuständigen Behörde fällt. Schließlich ist die Plattform auf Englisch ausgelegt, obwohl die meisten potenziellen Opfer in deutschsprachigen Ländern anzusprechen sind. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Betreiber versuchen, die Transparenz zu reduzieren und die Kontrolle über die Kommunikation zu behalten.
Wie der Betrug bei true-ledgevik.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
True Ledgevik greift auf mehrere Kanäle zurück, um potenzielle Kunden zu erreichen. Über soziale Medien wie Instagram und TikTok werden gezielte Werbeanzeigen geschaltet, die angebliche „Krypto-Gurus“ und „Trading-Experten“ präsentieren. Oft werden gefälschte Testimonials wie „Ethan Gallagher“ oder „Madison O“ verwendet, um Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Zusätzlich nutzt die Plattform Telegram-Gruppen, in denen „Anlageberater“ angeblich persönliche Nachrichten senden. Sobald ein Interessent kontaktiert wird, wird ihm ein sehr kleines erstes Depot in Höhe von etwa 250 € angeboten. Dieses Lockangebot soll die Hemmschwelle senken und den Betroffenen in einen Vertrauenszustand führen, bevor weitere Schritte erfolgen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung beginnt die Plattform, dem Nutzer fiktive Gewinne zu zeigen. Auf der Oberfläche wird angezeigt, dass die 250 € innerhalb weniger Tage in 800 € aufgestiegen sind. Dabei handelt es sich ausschließlich um manipulierte Zahlen, die in einer internen Datenbank generiert werden. Es findet kein echter Handel statt, keine Aufträge werden an regulierte Börsen gesendet. Die Plattform nutzt lediglich eine Web-App, die hübsche Zahlen anzeigt, um das Vertrauen des Nutzers zu festigen. Das Ziel ist, dass der Anleger glaubt, seine Investition sei sicher und profitabel.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein persönlicher „Account-Manager“ baut über Wochen oder Monate eine Beziehung auf. Er nutzt Techniken wie Zeitlimits („nur heute“), künstliche Verknappung und Social-Proof durch angebliche Mit-Anleger-Erfolge. Das „VIP-Konto“ wird mit hohen Hebeln (z. B. 1:500), angeblich garantierten Gewinnen, exklusiven IPO-Zugängen und „Insider-Tipps“ beworben. Typische Betrugsbeträge liegen zwischen 5.000 € und 50.000 €, doch in seltenen Fällen haben Opfer sogar über 500.000 € eingezahlt, um ihre angeblich hohen Renditen zu steigern. Jede weitere Einzahlung wird von der Plattform als notwendige Maßnahme dargestellt, um die Rendite zu maximieren.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald der Anleger sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, treten plötzlich mehrere Gebühren auf. Die Plattform verlangt folgende, frei erfundene Gebühren:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich das Geld, das er einzahlen wollte, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf. Anwalts- und Behörden-Mitarbeiter, „Krypto-Forensiker“ mit eigenen Wallet-Wiederherstellungs-Software oder ausländische Polizeibehörden melden sich. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Dahinter stecken in allen Fällen dieselben Täter, die die Daten weiterverkaufen. Echte Anwälte oder Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Jeder Kontakt mit solchen „Hilfsanbietern“ sollte sofort abgelehnt werden.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weitere Zahlung leisten: Sobald Sie bemerken, dass Gebühren verlangt werden, brechen Sie die Transaktion ab und schließen Sie Ihr Konto sofort.
- Beweismaterial sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Chat-Logs, Transaktionsbelege und Screenshots. Diese Unterlagen sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Bank oder Krypto-Börse kontaktieren: Informieren Sie Ihre Bank oder die Krypto-Plattform, auf der Sie Geld transferiert haben. Bitten Sie um sofortige Sperrung aller Transaktionen und fordern Sie eine Rückbuchung an.
- Strafanzeige erstatten: Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder die Bundeskriminalamt-Niederlassung. Nutzen Sie die Möglichkeit, eine Anzeige gegen die Betreiber und die beteiligten Vermittler zu erstatten.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jegliche Angebote, die von Dritten kommen und von „Reparatur“ oder „Rückgewinnung“ sprechen, sind reine Ablenkung. Lehnen Sie diese Angebote strikt ab und informieren Sie die Behörden über die Kontakte.
Rechtliche Hinweise
Die Plattform true-ledgevik.com ist nicht lizenziert und erfüllt nicht die gesetzlichen Anforderungen für Finanzdienstleister. Alle Aktivitäten, die auf dieser Plattform stattfinden, sind ohne regulatorische Genehmigung. Betroffene haben das Recht, Schadensersatz zu fordern und die Betreiber strafrechtlich verfolgen zu lassen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Finanzenaufsicht der Schweiz haben in der Vergangenheit ähnliche Fälle untersucht und Sanktionen verhängt. Die Betroffenen sollten sich an die BaFin, die FINMA oder die zuständige Finanzaufsichtsbehörde wenden, um eine offizielle Beschwerde einzureichen.
Fazit
True Ledgevik (true-ledgevik.com) ist ein klar erkennbar betrügerisches System, das ohne Lizenz, ohne regulatorische Aufsicht und ohne echte Handelsaktivitäten operiert. Die Kombination aus fehlender Transparenz, gefälschten Testimonials, manipulativen Gewinnversprechen und einer systematischen Gebühren-Masche macht das Angebot eindeutig unseriös. Wer bereits in die Plattform eingezahlt hat, sollte sofort handeln, Beweise sichern und die Behörden informieren, um weitere Verluste zu verhindern und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.
Das Netzwerk hinter True Ledgevik
True Ledgevik ist Teil eines Netzwerks von 83 Plattformen, die dieselben Hintermänner und Infrastruktur teilen. Solche Verbindungen deuten häufig darauf hin, dass die Betreiber ein gemeinsames betrügerisches Modell nutzen und sich gegenseitig wiederbeleben, sobald eine Seite von Regulierungsbehörden aufgehalten wird.

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activonda.com

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acuto-patrimanza.com

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amplo-lucrenio.com

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ardent-gestence.com

Aur Markstead
aur-markstead.com

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aziovale.com
und 77 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei true-ledgevik.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.