Warnung vor UniAxisChain (uniaxischain.co): Betrugsverdacht
UniAxisChain (uniaxischain.co) ist betrügerisch. Das Unternehmen bietet angeblich Trading und Krypto-Investitionen an, weist jedoch keine gültigen Registrierungen oder Lizenzen auf.

Achtung
Betrugsverdacht
Über Anton Haverkamp
Ich war fünf Jahre bei der Polizei tätig, zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit. In dieser Zeit habe ich über 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt. Ich habe Gelder in der Blockchain gesichert und analysiert. Diese Erfahrung bildet die Grundlage meiner Untersuchungen zu UniAxisChain. Mein Ziel ist es, Ihnen klar und knapp aufzuzeigen, warum diese Plattform betrügerisch ist und wie Sie sich schützen können.
Warum uniaxischain.co unseriös ist
UniAxisChain präsentiert sich als Trading-Plattform, akzeptiert jedoch nur Kreditkarte und Banküberweisung. Es fehlt jede Angabe zu einer Lizenzbehörde oder einer Registrierungsnummer. Diese Lücken sind sofort verdächtig: seriöse Broker müssen sich bei einer Aufsichtsbehörde registrieren und eine Lizenznummer vorweisen. Auf der Website ist keinerlei Hinweis auf eine solche Behörde. Die fehlende Transparenz ist ein klares Red Flag.
Des Weiteren gibt es keine Angaben zum Gründungsjahr oder zur Rechtsform des Unternehmens. Ein seriöser Finanzdienstleister veröffentlicht diese Informationen öffentlich. Das Fehlen dieser Daten lässt vermuten, dass das Unternehmen keine rechtliche Basis hat. Zudem werden keine Kontaktdaten für die Aufsichtsbehörde bereitgestellt.
Die Marketingseite von UniAxisChain zeigt keine garantierten Renditen, doch die Sprache schafft Dringlichkeit: „Jetzt handeln“. Das Unternehmen nutzt emotionale Sprache, um schnelle Entscheidungen zu erzwingen. Diese Taktik ist typisch für Betrugsplattformen. Auch die Testimonials (Rachel, Eric, Megan, Tyler, Lauren, Brandon) sind nicht verifizierbar. Ohne klare Identifikation dieser Personen können sie nicht als vertrauenswürdige Referenzen gelten.
Die fehlenden Lizenzdaten, die fehlenden Gründungsinformationen und die manipulative Sprache zusammen ergeben ein klares Bild: UniAxisChain ist unseriös und wahrscheinlich betrügerisch.
Angegebene Adresse von UniAxisChain
Die Adresse lautet Rue de la Confédération 8, 1204 Genève. Im Handelsregister ist UniAxisChain unter dieser Adresse nicht auffindbar. Es besteht kein Nachweis, dass das Unternehmen dort tätig ist.
Wer die genannte Adresse in der Schweiz aufsucht, findet dort eine öffentliche Einrichtung (cinema) ("blue Cinema"), was mit einer professionellen Finanzdienstleistung schlicht nicht vereinbar ist.
Beim genaueren Hinsehen fällt eine Diskrepanz ins Auge. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in der Schweiz. Eine derart aufgespaltene Topologie ist nahezu nie zufällig, sie ist Teil eines Verschleierungsmusters, das in der Branche der unregulierten Online-Broker Standard ist.
- Adresse
- Schweiz
- Server-Standort
- unbekannt
- Telefon-Vorwahl
- Schweiz
Wie der Betrug bei uniaxischain.co abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Opfer werden häufig durch gezielte Online-Werbung auf Social Media angesprochen. Anzeigen auf Instagram, Facebook oder TikTok präsentieren vermeintliche „Top-Investoren“. Die Botschaft lautet: „Starten Sie jetzt mit nur 250 € und sehen Sie schnelle Gewinne“. Das Lockangebot ist bewusst niedrig. Es soll die psychologische Hemmschwelle senken und Vertrauen schaffen. Sobald ein Nutzer sich registriert, erhält er Zugriff auf eine Web-App, die vorgibt, Handelsdaten anzuzeigen. Diese App generiert aber keine echten Orderausführungen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform dem Nutzer scheinbar hohe Buchgewinne. Beispielsweise könnte aus 250 € in zwei Wochen 800 € angezeigt werden. Diese Zahlen sind jedoch in einer Datenbank gespeichert, nicht das Ergebnis echter Handelsgeschäfte. Es gibt keine Verbindung zu einer Börse, keine realen Orderbuchdaten. Die Gewinne dienen ausschließlich dazu, das Vertrauen zu festigen. Der Nutzer sieht, dass er „gewinnhaft“ ist, obwohl er in Wirklichkeit keine echten Transaktionen ausführt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der Betreiber setzt auf soziale Druckmittel. Ein „Account-Manager“ kontaktiert den Nutzer und verspricht exklusive Vorteile: Hebelboni, garantierte Profite, Zugang zu IPOs. Diese Versprechen werden durch gefälschte Mit-Anleger-Storys unterstützt. Der Account-Manager legt Zeitlimits fest: „Nur heute“. Der Nutzer fühlt sich in eine Falle gedrängt. Typische Betrugsplattformen fordern 5.000 bis 50.000 € als weitere Einzahlungen. Manche Opfer geben sogar mehr als 500.000 € ab, weil sie glauben, das System sei profitabel.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Nutzer sein Geld auszahlen will, erscheint plötzlich eine neue Bedingung: die Zahlung von Gebühren. Typische Fake-Gebühren, die aufgeführt werden, sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten werden oft Dritte kontaktiert: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Diese versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Serverzugriffe“. Diese Forderungen sind ebenfalls frei erfunden. Hinter den Anrufen stecken in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte oder Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Jede dieser Kontaktversuche ist ein weiteres Flag.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko des Verlusts.
- Alle Belege sichern: E-Mails, SMS, Kontoauszüge, Screenshots. Diese dienen als Beweismaterial.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Krypto-Börse, um die Transaktionen zu prüfen. Fordern Sie Rückbuchungen an, wenn möglich.
- Reichen Sie Strafanzeige bei der Polizei ein. Nutzen Sie Ihre Kontaktdaten, um eine Fallnummer zu erhalten.
- Ignorieren Sie alle Angebote von „Recovery“-Dienstleistern. Seriöse Anwälte werden Sie nicht per WhatsApp kontaktieren.
Sie müssen sich jetzt schützen. Melden Sie die Aktivitäten sofort und sichern Sie Ihre Daten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei uniaxischain.co gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.