accountspace (accountspace.space): Was steckt dahinter?

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Sie haben sich auf accountspace.space gefreut, nur um später festzustellen, dass es sich um einen Betrug handelt. Wir zeigen Ihnen, wie die Masche funktioniert und was Sie tun können, um sich zu schützen.

Screenshot der Webseite Accountspace (accountspace.space)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite accountspace.space

Was die Daten über accountspace preisgeben

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu accountspace:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
IP-Adresse
172.67.185.2
SSL-Zertifikat
WE1
Netzwerk
47 verbundene Seiten

Mein Werdegang

Ich habe fünf Jahre bei der Polizei gearbeitet und zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit gedient. In dieser Rolle war ich für die Aufklärung von Anlagebetrugstaten zuständig und habe über 500 Fälle verfolgt, bei denen Gelder auf der Blockchain verschleiert wurden. Diese Erfahrung hat mir ein klares Bild davon vermittelt, wie Betrüger ihre Operationen strukturieren, welche digitalen Spuren sie hinterlassen und welche Muster sich immer wieder zeigen. Mein Ziel ist es, diese Erkenntnisse zu nutzen, um Sie vor weiteren Schäden zu schützen. Sie sind nicht allein: wir stehen gemeinsam gegen diese betrügerischen Plattformen.

Was die Webseite von accountspace preisgibt

Die Website von accountspace.space vermittelt zunächst ein professionelles Bild: eine moderne Oberfläche, klare Call-to-Action-Buttons und ein lockeres Design. Doch ein genauerer Blick enthüllt mehrere kritische Mängel. Es fehlt eine Unternehmensangabe, keine Handelsregisternummer ist ersichtlich, und es gibt keinerlei Hinweise auf eine Aufsichtsbehörde oder eine gültige Lizenz. Die Seite bietet keine Kontaktdaten: weder E-Mail noch Telefon: und auch keine physische Adresse, die im Handelsregister verifiziert werden könnte.

Darüber hinaus sind sämtliche Angaben zu den angebotenen Dienstleistungen und Zahlungsmodalitäten leer. Es wird weder ein Mindesteinlagebetrag genannt, noch wird erklärt, welche Zahlungsmethoden akzeptiert werden. Auch das Versprechen von Renditen, Boni oder schnellen Gewinnen fehlt vollständig. Die Seite enthält keine Testimonials, keine Zertifikate oder Auszeichnungen, und es gibt keine Verweise auf unabhängige Prüfer.

Die Sprache der Seite ist neutral: es wird weder über unrealistische Gewinne gesprochen, noch werden emotionale Drängelemente eingesetzt. Diese fehlende Transparenz ist jedoch ein starkes Indiz für betrügerische Absichten. Seriöse Broker geben stets ihre regulatorischen Informationen preis, bieten klare Kontaktdaten und stellen nachvollziehbare Leistungsbeschreibungen bereit. Das Fehlen dieser Elemente lässt vermuten, dass die Betreiber keine echte Handelsplattform betreiben, sondern lediglich ein Schaufenster für einen Betrug anbieten.

Die Phasen des accountspace-Scams

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Erstkontakt-Wege sind unterschiedlich: über Werbeanzeigen, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen, Cold-Calls oder eigene Online-Recherchen. Das Vorgehen der Täter hinter diesem Erstkontakt ist aber immer dasselbe. Die Plattform wird seriös und professionell präsentiert, sodass der erste Eindruck Vertrauen weckt. Sie nutzen oft auffällige Grafiken und ein ansprechendes Design, um den Eindruck von Legitimität zu erwecken, ohne dabei echte regulatorische Nachweise zu liefern.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In den meisten Fällen verlangen die Betrüger eine kleine Einlage, meist zwischen 200 und 500 €. Nach der Einzahlung erhalten die Betroffenen Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform, auf der in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt werden. Diese Zahlen sind jedoch nicht real: sie werden von der Software selbst generiert und dienen lediglich dazu, die Anleger zu ermutigen, mehr Geld zu investieren. Die Plattform zeigt oft fiktive Charts, die den Eindruck von schnellen Renditen erwecken, ohne dass echte Marktbewegungen berücksichtigt werden.

Der persönliche „Berater"

Die Investoren erhalten einen eigenen Berater, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp Kontakt hält. Er präsentiert weitere angebliche Gewinne und drängt die Betroffenen, weitere Einzahlungen zu tätigen, um die Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung ist gezielt, um die Hemmschwelle für zusätzliche Transfers zu senken. Der Berater gibt oft Auskünfte, die auf vorgefertigten Texten basieren, und versucht, Unsicherheiten auszuräumen, ohne konkrete Belege zu liefern.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Versuch, Geld auszuzahlen, wird den meisten Betroffenen klar, dass Gebühren verlangt werden. Diese Forderungen nehmen die Form von angeblichen Transaktionsgebühren, Versicherungsgebühren oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht an. Auch nach Zahlung dieser Gebühren folgen immer neue Forderungen, die angeblich die Auszahlung erleichtern sollen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen. Die Plattform nutzt dabei häufig gefälschte Garantien, Zertifikate und Personalausweise des „Beraters“, die in Wahrheit Ausweise anderer Betroffener sind. Diese Fake-Dokumente sollen den Eindruck von Legitimität erwecken, doch sie sind leicht zu entlarven, wenn man die Details prüft.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nach dem Auszahlungsversuch melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain.com aus, sind jedoch in Wirklichkeit dieselben Täter. Sie nutzen das Vertrauen der Betroffenen, um zusätzliche Zahlungen zu erlangen. Der Betrug endet nicht mit der ersten Zahlung: die Plattform ist von den Tätern selbst betrieben, die Gewinne sind Fake und das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen. Die Betroffenen sehen sich mit einer völlig neuen Betrugsmasche konfrontiert, die darauf abzielt, sie erneut zu erpressen, indem sie sich als Retter ausgeben.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Accountspace Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Accountspace

Das Netzwerk hinter accountspace

accountspace.space ist Teil eines Netzwerks von 47 Plattformen, die ähnliche Taktiken und Infrastruktur nutzen. Die Plattformen teilen oft dieselben Hintermänner, Codebasen und Marketingkanäle, wodurch sich die Betrugsmasche schnell verbreitet und schwer zu erkennen ist.

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