ASSETSMARKET (assetsmarket.click): Was steckt hinter dem vermeintlichen Trading-Angebot?
Sie haben sich an eine Plattform gewandt, die hohe Renditen verspricht und ein verlockendes Angebot ausstellt. Nach einer gründlichen Analyse muss klar sein: ASSETSMARKET ist ein betrügerisches Trading-Netzwerk, das Anleger in die Falle lockt und ihr Geld absichtlich abzieht.

Achtung
Betrugsverdacht
Fakten zu ASSETSMARKET
Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu ASSETSMARKET:
- Warnstufe
- Hoch
- Regulierung
- Nicht erkennbar
- Domain-Alter
- 246 Tage
- Server-Standort
- GB (AS-HOSTINGER Hostinger International Limited, CY)
- IP-Adresse
- 82.29.189.38
- SSL-Zertifikat
- R13
- Netzwerk
- 52 verbundene Seiten
Wer schreibt diesen Artikel?
Mein Name ist Anton Haverkamp. Nach fünf Jahren im Polizeidienst, zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit, habe ich über 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt. Dabei war ich maßgeblich an der Aufdeckung von Betrügern beteiligt, die ihr Geld über die Blockchain verschleierten. Diese Erfahrung hat mir ein klares Bild davon vermittelt, welche Signale auf einen betrügerischen Broker hinweisen. Ich schreibe diesen Artikel, um Ihnen ein sicheres Bild zu geben und Sie vor dem Verlust Ihrer Ersparnisse zu schützen.
ASSETSMARKET: Belege und Unstimmigkeiten
ASSETSMARKET präsentiert sich als „trading_platform“, die Forex- und Krypto-Investment anbietet. Auf der Webseite gibt es keinerlei Hinweise auf eine Handelsregisternummer, keine Angabe einer Aufsichtsbehörde und kein registriertes Lizenznummer. Diese fehlenden Angaben sind ein starkes Warnsignal.
Der Mindestbetrag von 500 € ist auf der Seite klar ausgewiesen, doch es fehlt jede Transparenz darüber, wie das Geld verwaltet wird. Die Plattform akzeptiert sowohl Banküberweisung als auch Bitcoin als Zahlungsmittel, was in vielen Fällen dazu führt, dass die Gelder unmittelbar in die Kontrolle der Betreiber gelangen und nicht in legitime Handelsaktivitäten investiert werden.
ASSETSMARKET verspricht „100 % Return“: ein klares Versprechen von garantierten Renditen. Das ist nicht nur unrealistisch, sondern auch gesetzlich verboten. Die Webseite gibt keine nachvollziehbare Quelle für diese Zahlen an und nutzt keine unabhängige Bestätigung.
Die Angebotsseite listet mehrere Awards auf, darunter „CENTURY INTERNATIONAL QUALITY GOLD ERA AWARD“ und „MOST INNOVATIVE BINARY OPTION PLATFORM“. Diese Titel sind jedoch in der Finanzwelt nicht anerkannt und dienen lediglich dazu, Vertrauen zu erwecken.
Die Testimonials sind eine weitere Fassade. Namen wie Patricia Feghhi-Levine, Paula Wilson oder Thørstén Stefan tauchen ohne Kontext oder verifizierbare Hintergrundinformationen auf. Oftmals handelt es sich bei solchen Namen um zufällig generierte oder gestohlene Identitäten.
Die Sprache der Seite ist auf „guarantees_returns“ ausgelegt und behauptet, unrealistische Geschwindigkeiten zu bieten. Es gibt jedoch keine Hinweise auf die Herkunft dieser Gewinne, keine Live-Daten oder verifizierte Handelsberichte.
Zusammenfassend zeigt die Analyse, dass ASSETSMARKET weder über die erforderlichen Lizenzen verfügt noch nachvollziehbare Geschäftsprozesse darstellt. Alle Elemente: fehlende Registernummer, unrealistische Renditen, unbestätigte Awards und unüberprüfte Testimonials: deuten stark auf einen betrügerischen Broker hin.
Wie der Betrug bei ASSETSMARKET abläuft
Wie der Kontakt typischerweise entsteht
Aus meiner Erfahrung als Ermittler weiß ich, dass die Wege, über die Anleger zu solchen Plattformen gelangen, sehr unterschiedlich sind. Werbeanzeigen, Suchmaschinen-Treffer, persönliche Empfehlungen und Kaltakquise sind gängige Mittel. Die Betreiber dieser Betrugsplattformen gestalten ihre Seiten so, dass sie seriös und professionell wirken, um Vertrauen zu schaffen.
Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum
In den meisten Fällen verlangt ASSETSMARKET zunächst eine kleine Einzahlung von etwa 500 €: genau die von ihnen angegebene Mindestsumme. Sobald das Geld eingegangen ist, erhalten die Betroffenen Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt, die scheinbar durch intelligente Algorithmen erzielt wurden. Diese Zahlen sind jedoch künstlich und werden von der Software selbst generiert.
Der persönliche „Berater“
Die Plattform bietet jedem Investor einen persönlichen „Berater“ an, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp Kontakt hält. Dieser Berater präsentiert weiterhin angebliche Gewinne, drängt aber zusätzlich zu höheren Einzahlungen, um die „Rendite“ zu sichern. Diese persönliche Bindung ist gezielt, um die Hemmschwelle für weitere Geldtransfers zu senken.
Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung
Erst wenn der Investor seine Gewinne auszahlen lassen möchte, werden plötzlich Gebühren verlangt: Transaktionsgebühren, Versicherungsgebühren oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Diese Gebühren sind ein weiteres Kennzeichen betrügerischer Plattformen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen.
Der Recovery-Scam im Nachhinein
Nach dem Auszahlungsversuch tauchen Dritte auf, die sich als BaFin, FCA, Polizei oder Blockchain.com ausgeben. Sie behaupten, das Geld könne zurückgeholt werden, doch sie sind in Wirklichkeit dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten erhalten wollen. Sie nutzen die Glaubwürdigkeit von Behörden und die Angst der Betroffenen aus, um weitere Forderungen zu stellen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: ASSETSMARKET ist von den Tätern selbst betrieben. Die angeblichen Gewinne sind Fake, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen.
Erste Schritte für Geschädigte
Wenn Sie bei Assetsmarket Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:
- Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
- Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
- Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
- Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.
Geldverfolgung und Sperrung
Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Das Netzwerk hinter ASSETSMARKET
ASSETSMARKET ist Teil eines weitreichenden Netzwerks von 52 Plattformen. Diese Verbindungen bedeuten, dass hinter jeder einzelnen Seite dieselben Personen oder Gruppen agieren und häufig die gleiche technische Infrastruktur teilen. Ein Rückgriff auf ein solches Netzwerk ist häufig ein Hinweis darauf, dass die Plattformen gemeinsam betrieben werden und die gleichen betrügerischen Praktiken nutzen.

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