Digital Currency Bank (b90001.com) im Faktencheck
Digital Currency Bank (b90001.com) präsentiert sich als moderne Krypto-Börse, doch die gesammelten Daten zeigen eindeutig betrügerische Tendenzen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum b90001.com unseriös ist
Die Fakten zu Digital Currency Bank sind äußerst alarmierend. Zunächst fehlt jede Art von Registrierung: Auf der Website gibt es keine Handelsregisternummer, keinen Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde und keine Angabe einer Lizenznummer. Für eine reguläre Krypto-Börse sind diese Informationen zwingend erforderlich, denn sie belegen die Zulassung durch eine nationale Finanzaufsicht.
Weiterhin bietet die Plattform keine klaren Kontaktdaten an. Es fehlt ein gültiges E-Mail-Adressenfeld, ein telefonischer Kontakt und sogar eine physische Adresse. In der heutigen Zeit, in der Transparenz gesetzlich vorgeschrieben ist, stellt das Fehlen dieser Angaben ein starkes Warnsignal dar.
Ein weiteres Merkmal ist die völlige Abwesenheit von vertrauenswürdigen Signalen: Es gibt keine Testimonials, keine Referenzen zu vergangenen Erfolgen oder eine angesehene Zertifizierung. Auch die Zahlungsabwicklung lässt sich nicht nachvollziehen, da keine gängigen Zahlungsmethoden wie Kreditkarte oder Banküberweisung akzeptiert werden. Stattdessen wird die Plattform als reine Krypto-Exchange kategorisiert, ohne weitere Dienste oder Handelsinstrumente zu deklarieren.
Schließlich zeigen die gesammelten Daten, dass Digital Currency Bank keinerlei Marketing- oder Werbemaßnahmen nutzt, die üblicherweise bei regulären Finanzdienstleistern eingesetzt werden, um Vertrauen aufzubauen. Der komplette Mangel an regulatorischen Informationen, Kontaktdaten und vertrauenswürdigen Signalen macht das Angebot zu einem klaren Indiz für betrügerische Absichten.
Wie der Betrug bei b90001.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Opfer werden häufig über soziale Medien wie Instagram, Facebook oder TikTok angesprochen. Dort präsentiert die Plattform scheinbar attraktive Trading-Tipps oder vermeintlich sichere Investitionsstrategien. Oft werden gefälschte „Anlageberater“ als persönliche Ansprechpartner eingeführt. Diese erste Kontaktaufnahme dient dazu, Vertrauen zu schaffen und das Interesse zu wecken, ohne dass ein konkretes Angebot oder eine rechtliche Grundlage vorliegt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einlage präsentiert die Plattform dem Nutzer scheinbar hohe Buchgewinne. Die Zahlen sind jedoch in einer Web-App generiert, die lediglich hübsche Graphen und Tabellen anzeigt. Es findet kein echter Handel statt, und keine Aufträge werden an regulierte Börsen weitergeleitet. Die Illusion von Gewinnen wird dadurch erzeugt, dass die Plattform fiktive Transaktionen in ihrer Datenbank speichert und diese als „Erfolge“ darstellt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der angebliche „Berater“ baut über Wochen oder Monate eine Beziehung auf und bietet dem Nutzer exklusive Vorteile an: höhere Hebel, garantierte Renditen, Zugang zu „VIP-Konten“ oder „Insider-Tipps“. Durch geschickte Zeitlimits („nur heute“) und künstliche Verknappung entsteht der Eindruck, dass der Nutzer sofort handeln muss, um von den vermeintlichen Vorteilen zu profitieren. In dieser Phase werden oft mehrere weitere Einzahlungen verlangt, die jedoch niemals in realen Handelspositionen verwendet werden.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Nutzer seine Gewinne oder das ursprünglich investierte Kapital auszahlen möchte, werden plötzlich mehrere Gebühren eingefordert.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zum ursprünglichen Einsatz noch dieses extra Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten oft Dritte zu Wort: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie fordern jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Vorwänden stecken in der Regel dieselben Täter, die die Daten der Opfer weiterverkaufen. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram und verlangen solche Vorauszahlungen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie den Verdacht haben, dass Ihre Gelder nicht ausgezahlt werden, stoppen Sie jegliche weitere Einzahlung.
- Belege sichern: Bewahren Sie sämtliche Screenshots, E-Mails und Transaktionsnachweise auf. Diese können als Beweismaterial dienen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Informieren Sie diese über den Vorfall und lassen Sie Ihr Konto ggf. sperren, um weitere Transaktionen zu verhindern.
- Rechtliche Schritte einleiten: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder einer Verbraucherschutzorganisation. Die Ermittler können die Täter anhand der gesammelten Beweise verfolgen.
- Ignorieren Sie Recovery-Scam-Vorschläge: Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die behaupten, Ihnen das Geld zurückzuholen, und fordern gleichzeitig Vorauszahlungen. Eine seriöse Rechtsberatung verlangt keine solchen Gebühren.
Schlussbemerkung
Digital Currency Bank (b90001.com) ist ein klar erkennbares Betrugsunternehmen, das keine regulatorischen Informationen bereitstellt und sich durch ein hohes Maß an Täuschung auszeichnet. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind, handeln Sie schnell, sichern Sie Ihre Beweise und melden Sie den Vorfall.
Das Netzwerk hinter Digital Currency Bank
Digital Currency Bank ist Teil eines Netzwerks von 18 Plattformen, die ähnliche Anzeichen von Unregelmäßigkeiten aufweisen. Diese Verbindung legt nahe, dass die Betreiber dieselben Personen oder Strukturen hinter mehreren betrügerischen Projekten haben.
und 12 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei b90001.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.





