Warnung vor Bitwerk (bitwerk.pro): Erfahrungen zur Auszahlung
Bitwerk (bitwerk.pro) ist ein betrügerisches Trading-Portal. Wer sich hier anmeldet, verliert sein Kapital und muss mit einem Netzwerk von Fake-Anwälten und Krypto-Forensikern kämpfen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 2. April 2026 ausdrücklich vor Bitwerk unter dem Titel „Bitwerk(.)pro und bitwerk(.)vip: BaFin warnt vor Websites“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Bitwerk steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Sie haben ein Konto bei Bitwerk eröffnet
Wenn Sie in den letzten Wochen eine E-Mail von Bitwerk erhalten haben, die von „Ihr persönlicher Anlageberater“ kommt, oder wenn Sie einen Link in einer Instagram-Story mit einer „exklusiven Trading-Chance“ angeklickt haben, dann sind Sie wahrscheinlich Opfer einer gezielten Kampagne. Bitwerk (bitwerk.pro) nutzt gezielt Social-Media, um Menschen zu locken und sie zur ersten Einzahlung zu bewegen.
Warum bitwerk.pro unseriös ist
Die erste Warnung zeigt sich in den fehlenden Registernummern. Bitwerk (bitwerk.pro) listet keine Handelsregisternummer und keine Aufsichtsbehörde, was ein Grundindikator für einen Fake-Broker ist. Das Unternehmen nennt keine Lizenznummer und gibt auch keine Lizenzbehörde an: ein klarer Mangel an Transparenz. Das Serviceangebot umfasst Forex-Trading, Krypto-Investment und Trading-Signale, doch die Plattform akzeptiert nur Kreditkarte und Banküberweisung, ohne dass ein registrierter Brokervertrag vorliegt.
Ein weiteres Problem ist die fehlende Erfolgsrate. Bitwerk (bitwerk.pro) verspricht keine garantierten Renditen, doch die Website nutzt Testimonials von „John Mitchell“, „Sarah Johnson“ und „Michael Rodriguez“, die nicht überprüfbar sind. Es gibt keine öffentlichen Referenzen oder Zertifikate, die die Glaubwürdigkeit untermauern. Die Kombination aus fehlender Registrierung, fehlender Lizenz und gefälschten Testimonials ist ein klassisches Muster bei betrügerischen Trading-Plattformen.
Die behauptete Geschäftsadresse
Die Website gibt an, dass Bitwerk seinen Sitz in der Hauptstraße 123, 60311 Frankfurt am Main hat. Im Handelsregister ist jedoch keine Firma unter dieser Adresse verzeichnet, und die Adresse wird von keiner offiziellen Aufsichtsbehörde bestätigt. Es ist fraglich, ob dort ein Büro existiert, in dem Kundenbetreuung stattfindet.
Unter der angegebenen Anschrift in Deutschland ist tatsächlich eine religiöse Einrichtung ("Kaiserdom St. Bartholomäus") verortet, kein für einen Broker geeignetes Büro oder Firmensitz.
Eine technische Auffälligkeit verstärkt den Verdacht. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in Deutschland. Diese Konstellation ist klassisch für Operationen, die in einem Land ihren Ruf aufbauen und in einem anderen ihre technischen Spuren verwischen.
- Adresse
- Deutschland
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- USA
Wie der Betrug bei bitwerk.pro abläuft
1. Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst durch kalte Anrufe oder direkte Nachrichten auf sozialen Netzwerken kontaktiert. Ein angeblicher „Anlageberater“ stellt sich als Experte vor, verspricht hohe Renditen und lädt zum ersten Investment ein. Die erste Einzahlung beträgt meist 5.000 EUR: ein Betrag, der hoch genug ist, um ernsthaftes Interesse zu wecken, aber niedrig genug, um die Hemmschwelle nicht zu überschreiten. Der Verkäufer betont, dass der Betrag „sicher“ sei, weil er über eine angebliche Partnerschaft mit einer großen Bank abgewickelt wird.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der Einzahlung präsentiert die Plattform dem Nutzer ein Dashboard, das scheinbar massive Gewinne anzeigt. Die Software zeigt z.B. aus 5.000 EUR innerhalb von zwei Wochen 15.000 EUR an. Diese Zahlen entstehen ausschließlich durch interne Datenbank-Einträge; es werden keine echten Orderbücher oder Börsenaktivitäten abgewickelt. Die Plattform nutzt ein Skript, das zufällig erstellte Gewinnzahlen auf den Bildschirm schreibt, um Vertrauen aufzubauen.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald das Vertrauen gestärkt ist, wird der Kunde mit dem Versprechen von „VIP-Konten“, Hebel-Bonussen von 1:500 und exklusiven IPO-Zugängen konfrontiert. Der „Berater“ setzt häufig ein Zeitlimit („Nur heute noch verfügbar“). Zusätzlich werden gefälschte Erfolgsgeschichten von angeblichen Kunden gezeigt. Diese Techniken erzeugen psychologische Druckfaktoren, die die Opfer dazu bringen, weitere Summen zu investieren. In vielen Fällen zahlen Kunden zwischen 5.000 EUR und 50.000 EUR, gelegentlich sogar über 500.000 EUR.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Kunde sein Geld abheben möchte, erscheint plötzlich eine Liste von Gebühren. Die Gebührenliste umfasst:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital auch dieses Geld. Es kommt trotzdem keine Auszahlung.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten oft Dritte auf den Plan: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die behaupten, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen steckt meist dieselbe Tätergruppe, die die Opferdaten weiterverkauft. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Jede Forderung um Vorabzahlung ist ein klares Signal.
Das Netzwerk hinter bitwerk.pro
Bitwerk.pro ist Teil eines Netzwerks von zwei betrügerischen Trading-Plattformen. Das gemeinsame Nutzung von Kontaktdaten, Marketing-Botschaften und technischen Infrastrukturen deutet darauf hin, dass dieselben Täter hinter beiden Seiten stehen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es den Betrügern, nach einer Aufklärung einer Seite schnell auf eine andere umzuschalten und weitere Opfer zu gewinnen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko, das gesamte investierte Kapital zu verlieren.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Transaktionsdaten und Kontoauszüge. Diese Unterlagen sind entscheidend, wenn Sie später Anzeige erstatten.
- Bank und Zahlungsdienstleister informieren: Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Kreditkartengesellschaft, um mögliche Rückbuchungen zu prüfen und weitere Transaktionen zu blockieren.
- Anzeige erstatten: Reichen Sie eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein. Geben Sie alle gesammelten Beweise an.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Lassen Sie sich nicht von angeblichen „Experten“ unter Druck setzen, weitere Gebühren zu zahlen. Die Betrüger nutzen diese Technik, um noch mehr Geld zu ergaunern.
Schlussbemerkung
Bitwerk (bitwerk.pro) ist ein klarer Fall von Betrug. Durch die Kombination von fehlender Registrierung, gefälschten Testimonials und einer ausgeklügelten Auszahlungsfalle wird das Vertrauen der Opfer ausgenutzt. Nutzen Sie die oben genannten Schritte, um sich zu schützen und Ihre Rechte wahrzunehmen.
Das Netzwerk hinter Bitwerk
Bitwerk.pro ist mit einer weiteren Plattform verknüpft. Insgesamt gibt es ein Netzwerk von zwei betrügerischen Trading-Plattformen, die dieselben Kontaktdaten und Marketing-Botschaften nutzen.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei bitwerk.pro gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.
