Warnung vor CoinExo (coinexo.exchange): Anleger berichten Verluste

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Vermeiden Sie CoinExo. Dieses Unternehmen ist ein klarer Betrug, der Ihre Ersparnisse in kurzer Zeit vernichtet.

Screenshot der Webseite Coinexo (coinexo.exchange)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite coinexo.exchange

Was die Daten über CoinExo zeigen

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu CoinExo:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Domain-Alter
10 Tage
IP-Adresse
2606:4700:3033::ac43:8440
SSL-Zertifikat
WE1
Netzwerk
56 verbundene Seiten

Ermittler-Erfahrung als Grundlage

In meinen fünf Jahren bei der Polizei und meiner letzten Tätigkeit als Finanzermittler in einer Spezialeinheit habe ich über 500 Anlagebetrugsfälle verfolgt. Dabei habe ich immer wieder das Muster eines systematischen Betrugs erkannt: keine reguläre Registrierung, kein offizieller Ansprechpartner, ausschließlich kryptografische Zahlungsmittel und keine nachvollziehbaren Erfolgsversprechen. Diese Erfahrung bildet die Basis für die Warnung, die ich heute an Sie richten möchte: Seien Sie vorsichtig, wenn Sie auf eine Plattform stoßen, die keine klare rechtliche Identität vorweisen kann.

CoinExo im Faktencheck

CoinExo präsentiert sich als „crypto_exchange“, die Krypto-Wallet, Trading und NFT-Handel anbietet. Auf der Website finden Sie keine Handelsregisternummer, keine Angabe einer Aufsichtsbehörde, keinen Firmensitz und kein Kontakt-E-Mail oder Telefon. Die einzigen Zahlungsmöglichkeiten sind Bitcoin und Ethereum. Das Fehlen von Testimonials, Erfolgsaussagen und Bewertungen auf Trustpilot lässt vermuten, dass das Unternehmen weder reale Kunden noch echte Referenzen besitzt. Die Plattform verspricht keine garantierten Renditen und nutzt keine auffällige Sprache, um Dringlichkeit zu erzeugen. Diese Kombination aus fehlender Transparenz und ausschließlich kryptografischen Zahlungsoptionen ist ein starkes Indiz für betrügerische Absichten.

Vom ersten Kontakt zum Totalverlust bei CoinExo

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Der Erstkontakt mit CoinExo kann über verschiedene Wege erfolgen: Werbung in sozialen Medien, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen oder sogar kalte E-Mails von vermeintlichen „Finanzberatern“. Das Vorgehen der Täter bleibt jedoch immer gleich: Sie präsentieren sich als professionelle und sichere Plattform, um das Vertrauen der Anleger zu gewinnen. Sobald das Interesse geweckt ist, werden die Betroffenen auf die Website geführt, wo sie sich registrieren müssen, ohne dass ein direkter Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

Nach der Registrierung fordern die Betreiber eine kleine Einlage, üblicherweise zwischen 200 € und 500 €. Bei CoinExo wird häufig ein Betrag von 250 € vorgeschlagen. Sobald das Geld eingezahlt ist, erhalten die Nutzer Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform, die in kurzer Zeit enorme Gewinne ausweist. Diese Zahlen sind jedoch künstlich erzeugt; die Software simuliert Trades und erzeugt falsche Performance-Daten, um die Nutzer zu ermutigen, weiter zu investieren.

Der persönliche „Berater“

Den Betroffenen wird ein „Berater“ zugewiesen, der über E-Mail, Telefon oder Messaging-Apps Kontakt hält. Dieser Berater liefert fortlaufend positive Performance-Reports und drängt auf zusätzliche Einzahlungen, um die vermeintlichen Renditen zu sichern. Durch diese persönliche Bindung wird die Hemmschwelle für weitere Transfers gesenkt. Da es jedoch keine echte Person hinter dem Namen gibt, kann keine echte Unterstützung gewährleistet werden.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Wenn die Anleger versuchen, ihr Geld auszuzahlen, werden ihnen plötzlich Gebühren in Rechnung gestellt: Transaktionsgebühren, Versicherungsgebühren oder vermeintliche Geldwäsche-Kosten. Diese Forderungen sind nicht nur unnötig, sondern völlig unlogisch, denn ein seriöser Anbieter würde niemals solche Kosten erheben. Auch nach der Zahlung entstehen sofort neue Gebührenforderungen. Das Verhalten der Plattform zeigt, dass das System darauf ausgelegt ist, so viel Geld wie möglich von den Geschädigten zu ergaunern.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nach dem Verlust kontaktieren die Betrüger erneut und geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Vertreter von Blockchain.com aus. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen und bieten angeblich rechtliche Schritte an. In Wahrheit handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten verlangen. Die angebliche Rettung ist ein weiterer Trick, um die Opfer zu ermutigen, weitere Beträge zu überweisen.

Die Handelsplattform von CoinExo ist von den Tätern selbst betrieben, die die Gewinne fälschen und das eingezahlte Geld nie investieren, sondern sofort abziehen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Coinexo Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Coinexo

Das Netzwerk hinter CoinExo

CoinExo ist Teil eines Netzwerks von 56 weiteren Plattformen, was auf ein gemeinsames betrügerisches Geschäftsmodell hindeutet.

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