Warnung vor Consola Coal (consolacoal.org): Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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Consola Coal (consolacoal.org) ist kein seriöser Broker. Die Plattform lockt Anleger mit falschen Versprechen an und verschleiert ihre wahre Absicht hinter einer glänzenden Webpräsenz.

Screenshot der Webseite Consolacoal (consolacoal.org)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite consolacoal.org

Warum consolacoal.org unseriös ist

Consola Coal (consolacoal.org) präsentiert sich als „Investment-Plattform“, bietet jedoch keinerlei Lizenz oder Aufsichtsbehörde an. Auf der Website finden sich keine Handelsregisternummer oder Hinweise auf eine regulatorische Genehmigung: ein klares Indiz für fehlende Zulassung. Die Plattform akzeptiert ausschließlich Kreditkarten als Zahlungsmittel, ohne alternative, nachvollziehbare Ein- und Auszahlungsmethoden einzubieten. Zudem gibt es keine klare Erklärung für die angeblichen 5 % Bonus, der bei der Eröffnung eines Kontos versprochen wird. Die Kombination aus fehlender Lizenzierung, beschränkten Zahlungsmöglichkeiten und unklaren Bonusbedingungen macht die Plattform für seriöse Investoren höchst riskant.

Wie der Betrug bei consolacoal.org abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

Der erste Kontakt beginnt häufig mit einem scheinbar zufälligen Kontakt auf sozialen Netzwerken wie Instagram oder Telegram. Hier werden „Anlageberater“ vorgestellt, die potenzielle Kunden mit kurzen Videos und vermeintlich positiven Erfolgen anlocken. Oft wird die Plattform in einem „Free-Trial“ beworben, bei dem man mit einer geringen Einlage von etwa 250 € starten kann. Diese geringe Einstiegssumme senkt die psychologische Hemmschwelle und lässt die Betroffenen glauben, das Risiko sei minimal. Gleichzeitig wird die Plattform als „high-risk“: und zugleich profitabel: positioniert, sodass der Kunde glaubt, die Chance zu verpassen, wenn er nicht sofort investiert.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform dem Nutzer in einer benutzerfreundlichen Oberfläche scheinbar hohe Gewinne an. Beispiel: Aus einer 250 € Einzahlung werden in wenigen Tagen 800 € „gewinnen“. Diese Zahlen stammen jedoch aus einer selbst erstellten Datenbank, die nur die Oberfläche anzeigt. Es gibt keine echten Aufträge an Börsen oder Broker, keine Aufzeichnung von echten Trades. Die Plattform simuliert lediglich Gewinne, um Vertrauen aufzubauen und die Illusion einer erfolgreichen Anlage zu erzeugen.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Sobald das Vertrauen aufgebaut ist, wird dem Anleger ein persönlicher „Berater“ oder ein „Account-Manager“ zugewiesen, der in regelmäßigen Abständen kontaktiert. Dieser Berater verspricht exklusive Vorteile wie hohe Hebel, garantierte Gewinne oder Zugang zu IPOs. Um die Illusion eines echten Brokers aufrechtzuerhalten, wird häufig ein „VIP-Status“ angeboten. Dabei wird dem Kunden ein Zeitlimit gesetzt: „Nur noch heute verfügbar“. Durch diese künstliche Dringlichkeit und soziale Bestätigung, die aus gefälschten Erfolgsgeschichten anderer „Investoren“ besteht, werden die Betroffenen dazu verleitet, weitere Einzahlungen in Höhe von 5.000 bis 50.000 € zu tätigen: oft sogar über 500.000 €.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn ein Anleger nun sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren auferlegt.

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf, die sich als „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ ausgeben. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese angeblichen „Recovery-Experten“ sind in der Regel Teil des gleichen Betrugssystems. Sie verkaufen die gesammelten Daten an Dritte oder nutzen die Konten für weitere betrügerische Aktivitäten. Echte Anwälte oder Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Das Netzwerk hinter consolacoal.org

Consola Coal ist Teil eines Netzwerks von 74 Plattformen, die häufig dieselben Backend-Server nutzen, ähnliche Domain-Einstellungen haben und sogar identische Code-Snippets teilen. Dieses Netzwerk deutet auf eine zentrale Organisation hin, die mehrere Marken gleichzeitig betreibt und nach einem Ausbruch einer Seite die Betreiber einfach umbenennen oder umleiten kann. Für Anleger bedeutet dies, dass ein Problem bei einer Plattform oft mit Problemen bei vielen anderen zusammenhängt: die Gefahr, dass ein einzelnes Opfer in ein größeres System eingebettet ist, ist erheblich.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: sobald Sie bemerken, dass Ihre Gewinne nicht real sind oder Sie aufgefordert werden, Gebühren zu zahlen, stoppen Sie sofort alle Transaktionen.
  2. Belege sichern: speichern Sie E-Mails, Screenshots der Plattform, Kontoauszüge und Zahlungsnachweise. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie den Fall an Behörden melden.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Kreditkartenanbieter: informieren Sie sie über die verdächtigen Transaktionen und fordern Sie, falls möglich, eine Rückbuchung.
  4. Erstatten Sie Strafanzeige: gehen Sie zur nächstgelegenen Polizeidienststelle oder melden Sie den Betrug online bei der örtlichen Finanzaufsichtsbehörde. Ihre Aktenlage kann dann von den Ermittlern genutzt werden.
  5. Ignorieren Sie Recovery-Scammer: Angebote von „Anwälten“ oder „Behörden“ per WhatsApp oder Telegram sind fast immer betrügerisch. Schließen Sie jegliche weitere Kommunikation ab und lassen Sie sich nicht erneut überreden, Geld zu überweisen.
  6. Informieren Sie Ihre Kontakte: teilen Sie Ihre Erfahrungen in sozialen Medien, Foren und mit Freunden, um weitere Opfer zu verhindern.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, steht Ihnen das Netzwerk der Ermittlungsbehörden zur Verfügung. Es ist wichtig, schnell zu handeln, um weitere Verluste zu vermeiden und das Netzwerk der Betrüger einzudämmen.

Die Plattform consolacoal.org ist nach allen verfügbaren Indikatoren ein betrügerisches Unternehmen. Nutzen Sie die hier aufgeführten Schritte, um sich und andere zu schützen.

Das Netzwerk hinter Consola Coal

Consola Coal ist Teil eines Netzwerks von 74 Plattformen. Diese Seiten teilen oft dieselben Backend-Server, Domain-Namenskonfigurationen oder sogar denselben Code-Basis. Ein gemeinsames Netzwerk deutet stark darauf hin, dass hinter den verschiedenen Marken dieselben Betreiber agieren.

und 68 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei consolacoal.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei consolacoal.org
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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