Warnung vor Eclipsetrades (eclipsetrades.uk): Betrugsmasche im Detail
Eclipsetrades (eclipsetrades.uk) hat sich als Broker ausgegeben, doch sämtliche Hinweise deuten eindeutig auf einen Betrug hin. Anleger, die hier ihr Geld einzahlen, riskieren den Verlust aller Einlagen.

Achtung
Betrugsverdacht
Sie haben Ihr Geld in ein vermeintliches Trading-Portal investiert. Sie haben einen Betrag über 100 EUR eingezahlt, angeblich in Erwartung einer 150 % Rendite pro Trade. Sie haben das Gefühl, dass der Broker Ihnen einen schnellen Gewinn verspricht. Sie haben nun eine Zahlung veranlasst und erwarten die Auszahlung. In diesem Moment hat sich der Betrug entfaltet.
Ich bin Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler in einer Spezialeinheit der Polizei. In meinen Jahren bei der Finanzermittlungs-Spezialeinheit habe ich über 500 Fälle von Anlagebetrug bearbeitet. Ich kenne die Methoden, mit denen Betrüger ihre Opfer manipulieren. Mein Ziel ist es, Ihnen zu zeigen, wie der Betrug bei Eclipsetrades abläuft, damit Sie ihn nicht noch einmal erleben.
Warum eclipsetrades.uk unseriös ist
Zunächst ist die fehlende Registrierung ein klares Warnsignal. Auf der Website finden sich keine Handelsregisternummer, keine Angabe einer Aufsichtsbehörde und keine Lizenznummer. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine Lizenzierung gesetzlich vorgeschrieben. Fehlt diese, ist der Broker illegal.
Weiterhin bietet Eclipsetrades keine transparente Kontoführung. Die Plattform akzeptiert Banküberweisung, Kreditkarte und e-Wallet, aber es gibt keine Möglichkeit, ein Konto zu verifizieren. Es fehlt die Möglichkeit, Ein- und Auszahlungen nachzuverfolgen, was ein weiteres Indiz für Betrug ist.
Der Angebotstext „150 % / Trade“ ist unrealistisch. Selbst bei stark volatilen Märkten erreichen legale Broker selten solche Renditen. Das Versprechen von 150 % pro Trade ist ein klares Zeichen für manipulierte Gewinnzahlen.
Schließlich gibt es keine echte Handelsplattform. Die Software von Eclipsetrades zeigt nur vorgefertigte Charts und Gewinnanzeigen, ohne echte Orderbuchdaten. Es gibt keine Verbindung zu einer regulierten Börse.
Wie der Betrug bei eclipsetrades.uk abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Der Betrugsmechanismus beginnt mit gezielter Ansprache. Cold-Calls von angeblichen „Anlageberatern“ oder Werbeanzeigen auf Instagram, Facebook und TikTok locken potenzielle Opfer. Die Anzeigen nutzen häufig gefälschte Promi-Testimonials, die nicht überprüfbar sind.
Der erste Kontakt ist oft kostenlos, aber mit einem kleinen Mindestbetrag. Bei Eclipsetrades liegt die Mindesteinzahlung bei 100 EUR. Diese geringe Summe dient dazu, die Hemmschwelle zu senken. Sobald der Betrag eingezahlt ist, wird das Konto aktiviert und die Plattform beginnt, vorläufige Gewinnzahlen anzuzeigen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform hohe Buchgewinne. In wenigen Tagen können angeblich 150 % des Startbetrags sichtbar werden. Diese Zahlen stammen aus einer internen Datenbank, die keine echten Marktbewegungen abbildet.
Es gibt keine Möglichkeit, echte Trades zu platzieren oder Orderbuchdaten abzurufen. Die Gewinne sind reine Software-Simulationen. Der Zweck dieser Fassade ist es, das Vertrauen des Opfers zu gewinnen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der persönliche „Berater“ oder „Account-Manager“ baut über Wochen eine Beziehung auf. Er verspricht VIP-Konten, Hebelboni von 1:500, garantierte Profite und exklusive IPO-Zugänge.
Durch Zeitlimits wie „Nur heute“, künstliche Verknappung und Social-Proof-Taktiken wird der Kunde gedrängt, weitere Einzahlungen zu tätigen. Die Betrüger verlangen oft von 5.000 bis 50.000 EUR, manche Opfer geben sogar mehr als 500.000 EUR ab.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn das Opfer nun seine Gewinne auszahlen lassen will, tauchen plötzlich Gebühren auf.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu dem Geld, das er eingezahlt hat. Die Auszahlung erfolgt niemals.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder Krypto-Forensiker. Sie behaupten, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“.
Hinter den Fassade stehen dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter eclipsetrades.uk
Eclipsetrades ist Teil eines Netzwerks von 73 Plattformen. Diese Plattformen nutzen dieselbe Infrastruktur, dieselben Domain-Registrierungen und dieselben Zahlungswege. Oft werden sie nach einem Aufdecken umbenannt und erneut betrieben. Dieses Vorgehen schafft die Illusion, dass es sich um unabhängige, seriöse Broker handelt, während hinter den Kulissen dieselben Personen die Kontrolle behalten.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jeder weitere Transfer erhöht die Chance, dass Ihr Geld endgültig verloren geht.
- Sichern Sie alle Belege. Screenshots, E-Mails, Bank- und Karten-Belege. Diese Unterlagen sind wichtig für die spätere Aufklärung.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank. Informieren Sie Ihren Zahlungsdienstleister, dass eine unautorisierte Transaktion erfolgt ist. Bitten Sie um Rückbuchung oder Sperrung der betroffenen Konten.
- Reichen Sie eine Strafanzeige ein. Bei der örtlichen Polizeidienststelle oder beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) können Sie eine Anzeige gegen das Unternehmen erstatten.
- Ignorieren Sie Recovery-Scammer. Wenn Ihnen jemand anbietet, Ihr Geld zurückzuholen, fordern Sie Vorauszahlungen oder zeigen sie Ihnen angebliche Unterlagen, lehnen Sie ab. Seriöse Anwälte und Behörden kontaktieren Sie nicht unaufgefordert.
- Informieren Sie andere. Teilen Sie Ihre Erfahrung in Foren, sozialen Medien und bei Verbraucherzentralen. Je mehr Menschen wissen, desto weniger Opfer gibt es.
Durch diese Schritte schützen Sie sich vor weiteren Verlusten und tragen dazu bei, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.
Sie brauchen nicht länger im Dunkeln zu operieren. Mit diesen klaren Maßnahmen können Sie Ihre Rechte durchsetzen und Ihre Finanzen sichern.
Das Netzwerk hinter Eclipsetrades (eclipsetrades.uk)
Eclipsetrades ist Teil eines Netzwerks von 73 Plattformen, die vermutlich von denselben Hintermännern betrieben werden.

7swisswave
7swisswave.com

Access Shares
access-shares.com

Uniongatecompy
access.uniongatecompy.com

Allmarkettrades
allmarkettrades.com

Alphacoremarket
alphacoremarket.com

Apexcryptomarkets
apexcryptomarkets.com
und 67 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei eclipsetrades.uk gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.