GeldKraftFounds (geldkraftfounds-de.org): Was steckt dahinter?

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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GeldKraftFounds stellt sich als KI-gestützte Investment-Plattform dar, doch die Untersuchung zeigt eindeutig, dass es sich um einen Betrug handelt. Ich habe die Fakten ermittelt und die versteckten Lücken aufgedeckt.

Screenshot der Webseite Geldkraftfounds De (geldkraftfounds-de.org)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite geldkraftfounds-de.org

Die Eckdaten zu GeldKraftFounds

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu GeldKraftFounds:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Domain-Alter
0 Tage
Server-Standort
NL (SCALAXY-AS Scalaxy B.V., LV)
IP-Adresse
38.180.115.233
SSL-Zertifikat
R13
Netzwerk
71 verbundene Seiten

Wer schreibt diesen Artikel?

Anton Haverkamp ist seit fünf Jahren im Polizeidienst tätig und hat zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit gearbeitet. In seiner Laufbahn hat er über 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt und war maßgeblich an der Aufklärung von Geldwäsche in der Blockchain beteiligt. Durch diese Erfahrung habe ich ein klares Bild davon, welche Muster und Anzeichen auf einen betrügerischen Betrieb hinweisen. Mein Ziel ist es, Anlegern die Fakten transparent zu machen, damit sie sich vor weiteren Verlusten schützen können.

GeldKraftFounds: Belege und Unstimmigkeiten

Die Plattform präsentiert sich als „KI-gestützte Investments“ und verspricht automatisierten Handel für Vermögensaufbau. Doch bei genauerer Betrachtung fehlt jegliche gesetzliche Registrierung: auf der Website ist keine Handelsregisternummer angegeben und es wird keine Aufsichtsbehörde genannt. Auch das Telefon +49, das als einziges Kontaktmittel angegeben ist, liefert keine eindeutige Identität: ein generisches Vorwahlzeichen ohne konkrete Rufnummer. Darüber hinaus fehlen sämtliche Zahlungsoptionen. Während die Plattform Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert, werden keine anderen gängigen Methoden wie Kreditkarte oder SEPA-Überweisung angeboten, was bei seriösen Anbietern unüblich ist. Die Website bietet auch keinerlei Kundenbewertungen, Testimonials oder Auszeichnungen an; die Sektion für Erfahrungsberichte bleibt leer. Zudem werden keine versprochenen Renditen oder Erfolgsquoten kommuniziert. Ohne konkrete Zahlen, die belegbar wären, bleibt das Versprechen von hohen Gewinnen vage und unhaltbar. Diese Kombination aus fehlenden Registernummern, unklarer Kontaktinformation, fehlenden Zahlungsmethoden, fehlenden Kundenbewertungen und fehlenden Renditeversprechen bildet ein starkes Indiz dafür, dass die Plattform nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht und höchstwahrscheinlich betrügerisch ist.

Die Methodik der Täter hinter GeldKraftFounds

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Nach meiner langjährigen Erfahrung sind die Wege, auf denen Anleger zu solchen Plattformen gelangen, sehr unterschiedlich: über Werbeanzeigen, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen oder direkte Kaltakquise. Das Vorgehen der Täter dahinter ist aber immer dasselbe. Die Plattform wird professionell und seriös präsentiert, um den ersten Eindruck des Nutzers zu gewinnen. Durch gezielte Online-Werbung werden potenzielle Anleger angesprochen, die nach schnellen Renditen suchen. Sobald der Interessent ein Signal zeigt, wird er in die nächste Phase geführt.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In den meisten Fällen wird zunächst eine kleine Investition von rund 250 Euro gefordert. Nach der Einzahlung erhält der Anleger Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt, die jedoch von der Software selbst generiert sind. Diese simulierten Erfolge dienen dazu, Vertrauen aufzubauen und weitere Einzahlungen zu ermutigen. Da die Plattform keine echten Handelsdaten liefert, kann der Anleger nicht nachvollziehen, wo sein Geld tatsächlich eingesetzt wird.

Der persönliche „Berater“

Die Investoren bekommen einen eigenen „Berater“, der per E-Mail, Telefon oder Messaging-Apps Kontakt hält. Dieser Berater liefert weiterhin vermeintlich positive Performanceberichte und drängt den Betroffenen, mehr Geld einzuzahlen, um die Rendite zu sichern. Durch diese persönliche Bindung wird die Hemmschwelle für weitere Transfers gesenkt. Der Berater nutzt dabei häufig emotionale Argumente und betont, dass der Erfolg nur mit zusätzlichem Kapital garantiert werden kann.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Versuch, Geld abzuheben, werden den meisten Geschädigten plötzlich Gebühren auferlegt. Es handelt sich um sogenannte Transaktionsgebühren, Versicherungsgebühren oder angebliche Kosten wegen Geldwäscheverdacht. Diese Gebühren werden als notwendig dargestellt, um die Auszahlung zu verarbeiten. Nach der Zahlung folgen jedoch immer neue Forderungen: zusätzliche Servicegebühren oder Kommissionen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen. Die Gebührenstruktur ist bewusst so gestaltet, dass der Anleger in einer Abhängigkeit bleibt und weiter Geld abwirft.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Im Nachhinein melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain-Dienstleister aus, sind jedoch dieselben Täter. Sie nutzen den Namen der Aufsichtsbehörden, um Vertrauen zu erwecken und weitere Zahlungen zu generieren. Die Plattform ist von Anfang bis Ende von den Tätern selbst betrieben, die die Gewinne nur vorgetäuscht haben. Das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern sofort abgezogen. Diese Vorgehensweise ist bei allen Plattformen in dem Netzwerk von 71 Beteiligungen zu beobachten, was die Gefahr für Anleger erhöht.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Geldkraftfounds De Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

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GeldKraftFounds ist Teil eines Netzwerks von 71 Plattformen, was auf gemeinsame Hintermänner und geteilte Infrastruktur hindeutet.

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