Warnung vor Global Assets Finances (global-assets-finances.net): Betrug im Fokus
Global Assets Finances (global-assets-finances.net) ist ein betrügerisches Netzwerk. Sie werden um ihr Geld gebracht.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum global-assets-finances.net unseriös ist
Die ersten Anzeichen sind sofort erkennbar: Auf der Website gibt es keine Angabe zu einer Lizenznummer, obwohl die Plattform vorgibt, im Vereinigten Königreich registriert zu sein. Das Fehlen einer Lizenznummer ist ein starkes Warnsignal.
Weiterhin behauptet Global Assets Finances, 8 % Gewinn nach 24 Stunden zu garantieren: ein Versprechen, das weder realistisch noch nachvollziehbar ist. Die Plattform nutzt keine regulären Börsen oder Broker, sondern zeigt gefälschte Zahlen in einer Web-App an.
Auch die Zahlungsarten sind unklar: Es werden keine gängigen Bank- oder Kreditkartenzahlungen akzeptiert, noch wird klar beschrieben, wie die Mittel hinterlegt werden. Stattdessen wird ein generisches “Unterstützungsteam” per E-Mail kontaktiert, was typisch für Betrugsseiten ist.
Schließlich fehlt jede Art von Verifizierung: Keine Kontaktdaten, keine Adresse, keine Aufsichtsbehörde. Das Unternehmen präsentiert sich als “investment platform”, bietet jedoch keine realen Finanzdienstleistungen an, sondern nur ein Fass aus Marketing-Sprüchen.
Wie der Betrug bei global-assets-finances.net abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Der Betrug beginnt meist mit einem scheinbar harmlosen Aufruf: E-Mails, Social-Media-Ads oder sogar TikTok-Videos mit angeblich „erfolgreichen“ Investoren. Die erste Einzahlung ist bewusst klein: meist 100 €: und wird als „Test“ beworben.
Durch diesen kleinen Betrag wird die Hemmschwelle gesenkt, während gleichzeitig die Illusion von Erfolg aufgebaut wird.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung sehen Sie in der Plattform-App plötzlich hohe Buchgewinne. 100 € werden in 24 Stunden in 108 € umgewandelt. Diese Zahlen entstehen jedoch in einer Datenbank, die nichts mit realem Handel zu tun hat. Es gibt keine echten Aufträge an Börsen, keine echten Transaktionen.
Die Plattform nutzt ein „Simulations-Modell“, das den Eindruck von Profit erzeugt, um das Vertrauen zu festigen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein persönlicher „Account-Manager“ oder ein angeblicher „Investitionsberater“ kommt ins Spiel. Er verspricht VIP-Konten, Hebelboni von 1 : 500, exklusive „Insider-Tipps“.
Er nutzt psychologische Druckmittel: Zeitlich begrenzte Angebote, gefälschte Erfolgsgeschichten anderer „Investor*innen“.
Das Ergebnis: Sie investieren oft zwischen 5 000 € und 50 000 €, manchmal sogar mehr als 500 000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn Sie nun Ihre Gewinne auszahlen wollen, erscheint plötzlich eine Liste von Gebühren.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine “Gebühr” zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft weitere „Experten“ auf: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder Krypto-Forensiker. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, fordern jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“.
Hinter diesen Forderungen steckt meist derselbe Täter, der Ihre Daten verkauft oder die Plattform weiter betreibt.
Eine echte Behörde oder ein echter Anwalt meldet sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: das Konto bleibt gesperrt, und Sie verlieren kein Geld mehr.
- Beweise sichern: Screenshots, E-Mails, Überweisungsbelege. Diese Dokumente sind wichtig für spätere Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder die Krypto-Börse: fordern Sie Rückbuchungen oder die Sperrung von Transaktionen.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei der örtlichen Polizei oder dem Finanzamt. Ihre Angaben helfen bei der Aufklärung.
- Ignorieren Sie alle „Recovery-Scammer“: sie sind Teil des Betrugs. Sie verlangen Vorauszahlungen, die niemals zurückgezahlt werden.
Fazit
Global Assets Finances (global-assets-finances.net) ist ein klassischer Betrugsfall. Erkennen Sie die Anzeichen, handeln Sie sofort, und schützen Sie sich vor weiteren Verlusten.
Das Netzwerk hinter global-assets-finances.net
Global Assets Finances ist Teil eines Netzwerks von 74 Plattformen, die dieselben Hintermänner bedienen.

Alatfinance
alatfinance.com
Alchemyxchange
alchemyxchange.org

Algobi
algobi.com

Allegro Invest
allegro-invest.com
Apex24digital
apex24digital.live
Oriongradeedge
app.oriongradeedge.com
und 68 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei global-assets-finances.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.