Global Prime Assets (globalprimeassets.org) im Faktencheck: Betrugsmasche enthüllt
Global Prime Assets (globalprimeassets.org) ist keine regulierte Trading-Plattform: im Gegenteil, die gesamte Struktur ist darauf ausgelegt, Anleger zu täuschen und zu betrügen. Die Plattform nutzt gefälschte Erfolgsberichte und keine verifizierbare Lizenz, um Vertrauen zu erwecken, bevor sie das Geld der Kunden abzieht.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum globalprimeassets.org unseriös ist
Die ersten Anzeichen für Betrug lassen sich bereits bei der öffentlichen Präsenz von globalprimeassets.org erkennen. Die Website gibt keine Handelsregisternummer an, es fehlt jegliche Angabe zu einer Aufsichtsbehörde, die den Broker reguliert. Außerdem ist kein Lizenznummern- oder Registrierungsstatus vorhanden. In der Regel verlangen seriöse Broker die Angabe einer gültigen Lizenznummer von einer anerkannten Finanzaufsichtsbehörde; das Fehlen dieser Information ist ein starkes Warnsignal.
Weiterhin wird auf der Plattform keine klare Rechtsform angegeben und es gibt keine Hinweise auf eine eingetragene Gesellschaft. Die fehlenden Transparenzmerkmale lassen vermuten, dass die Betreiber nicht registriert sind und daher keine rechtliche Verantwortung gegenüber Kunden übernehmen.
Die angebotenen Dienstleistungen umfassen Forex-Trading, Krypto-Investment, Aktienhandel, Indizes und Energies. Doch ohne regulatorische Genehmigung ist es für die Plattform illegal, solche Finanzprodukte zu handeln. Gleichzeitig gibt es keine nachvollziehbaren Handelsdaten oder Kontoauszüge, die belegen, dass echte Orders ausgeführt werden. Diese Kombination aus fehlender Lizenz, unklarem Unternehmensstatus und fehlender Nachweisbarkeit der Handelsaktivitäten zeigt eindeutig, dass globalprimeassets.org unseriös ist.
Wie der Betrug bei globalprimeassets.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Der erste Kontakt erfolgt meist über gezielte Social-Media-Kampagnen. In Foren, Telegram-Gruppen und auf Instagram wird der Broker als „professioneller“ und „profitabler“ Trader dargestellt. Oft nutzen die Betreiber gefälschte Testimonials von angeblichen „Erfolgreichen Tradern“, die ihre Erfolge in Form von Screenshots von angeblichen Gewinnbilanzen zeigen.
Eine typische Einladung sieht so aus: „Investieren Sie jetzt 100 € und sehen Sie in nur 30 Tagen, wie Ihr Kapital vervielfacht wird.“ Diese niedrige Anfangsinvestition senkt die psychologische Hemmschwelle. Sobald der Nutzer das Geld über eine Krypto-Wallet oder Banküberweisung übermittelt, wird ihm sofort ein Dashboard präsentiert, das angebliche Gewinne anzeigt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Die Plattform nutzt ein dynamisches Dashboard, das die Zahlen manipuliert, um den Eindruck von Profitabilität zu erwecken. Die dargestellten Gewinne entstehen aus einer internen Datenbank, die nur Zahlen generiert: es gibt keine realen Handelsaufträge, die an eine Börse oder einen Liquiditätsanbieter geschickt werden.
Die „Gewinne“ werden in der Regel innerhalb weniger Tage angezeigt, um das Vertrauen weiter zu stärken. Der Nutzer glaubt, seine Investition sei sicher, weil die Plattform scheinbar echte Renditen erzielt. In Wirklichkeit sind die Zahlen reine Simulationen, die das Verhalten der Plattform steuern.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach der ersten Einzahlung baut die Plattform ein „Account-Manager-System“ auf. Der Nutzer wird von einem angeblichen Berater kontaktiert, der ihm exklusive Boni wie Hebelboni von 1:500, garantierte Profite oder Zugang zu „Insider-Tipps“ verspricht.
Die Berater nutzen häufig Social Proof: sie zeigen fiktive Kontobelege und simulierte Trades, um den Eindruck zu erwecken, dass andere Anleger bereits Gewinne gemacht haben. Zusätzlich werden Zeitlimits eingeführt („Nur heute, 50 € extra Einzahlung für einen VIP-Status“) und es wird eine künstliche Verknappung von „Limit-Bonuses“ geschaffen.
In der Regel werden von den Opfern nach dem ersten Schritt weitere Einzahlungen in Höhe von 5 000 bis 50 000 € verlangt: und oft sogar bis zu 500 000 €. Diese Summe wird von der Plattform in ein sicheres Konto eingezogen, das jedoch niemals Zugriff auf die angeblich verdienten Gewinne hat.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger schließlich sein Geld abheben möchte, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren auferlegt. Typische Fake-Gebühren, die auf der Plattform genannt werden, sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
In der Praxis wird der Nutzer aufgefordert, die Gebühren zu begleichen, um die Auszahlung zu „freigeben“. Sobald er die Zahlung leistet, verschwindet die Möglichkeit, das Geld zurückzufordern, und die Plattform verschwindet. Der gesamte Prozess ist die letzte Melkphase des Scams, in der die Täter das restliche Geld ergaunern.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem Verlust des Geldes bieten sich oft „Reparaturdienste“ an: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie behaupten, dass sie das Geld zurückholen können, wenn der Opfer eine Vorauszahlung für „Rechtsberatung“, „Übersetzung“ oder „Server-Zugriff“ leistet.
Diese Versprechen sind reine Täuschung. In Wirklichkeit handelt es sich bei den Personen um weitere Mitglieder derselben Betrugsgruppe, die die Daten der Opfer nutzen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Seriöse Anwälte und Behörden würden niemals unaufgefordert über WhatsApp oder Telegram kontaktiert und fordern keine Vorauszahlungen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: wenn Sie bereits Geld auf globalprimeassets.org überwiesen haben, stoppen Sie jede weitere Transaktion.
- Sichern Sie alle Beweise: speichern Sie E-Mails, Screenshots der Plattform, Kontoauszüge und jede Kommunikation mit den angeblichen Beratern. Diese Unterlagen sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Krypto-Börse: informieren Sie Ihre Bank über den Betrug, fordern Sie die Sperrung der Konten und beantragen Sie ggf. eine Rückbuchung.
- Reichen Sie Strafanzeige bei der Polizei ein: melden Sie den Betrug bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder beim Bundeskriminalamt. Nutzen Sie Ihre Erfahrungen, um die Ermittler zu unterstützen.
- Ignorieren Sie weitere „Recovery-Scam“ Angebote: jeder Versuch, zusätzliche Gebühren zu erheben, ist ein weiterer Betrugsversuch. Wenden Sie sich stattdessen an die offiziellen Behörden.
Abschließende Empfehlung
Vertrauen Sie keiner Plattform, die keine klare Lizenz oder regulatorische Aufsicht anzeigt und deren Dashboard ausschließlich simulierte Gewinne präsentiert. Bei Zweifeln prüfen Sie die Registrierung, die Rechtsform und die Lizenzinformationen. Ihre Investitionen sind erst dann sicher, wenn Sie eine verifizierte, regulierte Broker-Plattform nutzen.
Das Netzwerk hinter globalprimeassets.org
Global Prime Assets ist Teil eines Netzwerks von 73 Plattformen, die dieselben Hintermänner, dieselbe Infrastruktur und häufig identische Markenlogos nutzen. Solche Re-Branding-Strategien sind typisch für Betrugsgruppen, die nach dem Aufdecken einer Plattform sofort eine neue Variante starten, um weiterhin Geld zu sammeln.

7swisswave
7swisswave.com

Access Shares
access-shares.com

Uniongatecompy
access.uniongatecompy.com

Allmarkettrades
allmarkettrades.com

Alphacoremarket
alphacoremarket.com

Apexcryptomarkets
apexcryptomarkets.com
und 67 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei globalprimeassets.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.