Warnung vor horizon-income.cc (horizon-income.cc): Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·5 Min. Lesezeit·
Teilen:

horizon-income.cc ist ein betrügerisches Krypto-Investment-Portal, das Anleger mit unrealistischen Renditen lockt und anschließend ihre Gelder zurückhält.

Screenshot der Webseite Horizon Income (horizon-income.cc)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite horizon-income.cc

Mein Hintergrund als Finanzermittler ist geprägt von fünf Jahren Polizeiarbeit und fünf Jahren Tätigkeit als Finanzermittler in einer Spezialeinheit. Ich verfolgte über 500 Fälle von Anlagebetrug. Dabei habe ich besonders viel Erfahrung im Bereich Blockchain-Geldwäsche gesammelt. Diese Expertise bildet die Grundlage für die Analyse von horizon-income.cc.

Warum horizon-income.cc unseriös ist

Die Plattform präsentiert sich als Krypto-Investment-Plattform, die seit 2018 aktiv sein soll. Die Angaben in den Registrierungsdaten sind jedoch fehlerhaft. Es fehlt eine Handelsregisternummer, eine Aufsichtsbehörde wird nicht genannt und auch keine Lizenznummer wird veröffentlicht. Der Betreiber bietet ausschließlich Krypto-Investment und Bitcoin-Mining an, ohne dass es eine verifizierte Börsenverbindung gibt. Die Mindestdeponenzahlung von 50 € scheint zunächst legitim, jedoch ist die Versprechen von 2,5 % tägliche Rendite über 30 Tage unrealistisch. Die Website gibt keine Referenz auf echte Kunden oder Erfolgsquoten an. Das Fehlen von Testimonials, keine Zertifikate, keine Aufsichtsbehörde und das Versprechen von garantierten täglichen Gewinnen sind klare Indikatoren für betrügerische Absicht. In der Forensik bedeutet das: das Profil ist ein typisches Muster von Anonymität, fehlender Regulierungsnachweis und überhöhten Renditeversprechen.

Wie der Betrug bei horizon-income.cc abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

horizon-income.cc nutzt gezielte Social-Media-Werbung. Auf Instagram und Facebook erscheinen Posts mit scheinbar authentischen Bildern von „Anlageberatern“. Oft wird ein kurzer Video-Clip verwendet, in dem ein vermeintlicher Investor über die 2,5 % Rendite spricht. In Telegram-Gruppen wird das Portal als „exklusives Krypto-Geschäft“ beworben. Die ersten Kontakte werden meist durch Cold-Calls generiert, die die Zielgruppe auf der Basis ihrer Online-Aktivität ansprechen. Der erste Geldtransfer wird bewusst niedrig gehalten: typischerweise 50 € oder 250 €. Das Ziel ist psychologischer Druck: das Opfer investiert einen kleinen Betrag, um die Plattform zu testen. Sobald das Konto eröffnet ist, werden dem Nutzer weitere Angebote präsentiert, die von „Exklusivität“ und „begrenzten Slots“ leben. Dieser Ansatz nutzt das Prinzip der „Schnelle Entscheidung“ aus und schafft die Illusion, dass der Nutzer Teil einer limitierten Gruppe ist.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Web-App von horizon-income.cc sofort einen hohen Gewinn an. Der Nutzer sieht beispielsweise ein Diagramm, das von 50 € auf 200 € innerhalb weniger Tage steigt. Diese Zahlen sind jedoch reine Simulationen. Es gibt keine echten Handelsorders, die an eine regulierte Börse geschickt werden. Die Plattform nutzt nur interne Datenbanken, um die Kontostände zu erhöhen. Das Ergebnis ist ein visuelles „Gewinnspiel“, das das Vertrauen des Nutzers in die Plattform festigt. Die Zahlen werden dynamisch aktualisiert, um die Illusion eines laufenden, profitablen Geschäfts zu erzeugen. Da der Nutzer keine Möglichkeit hat, die Trades zu überprüfen, kann er die Unverbindlichkeit nicht hinterfragen.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Sobald der Nutzer positive Gewinne sieht, wird ihm ein „VIP-Programm“ angeboten. Ein angeblicher Account-Manager kontaktiert ihn persönlich via E-Mail oder Telefon (falls verfügbar). Der Manager verspricht Hebelboni von 1:500, garantierte Profite und Zugang zu exklusiven IPO-Deals. Die Kommunikation ist darauf ausgelegt, den Nutzer zu überreden, größere Beträge einzuzahlen. Oft wird ein Zeitfenster gesetzt: „Nur heute erhalten Sie 10 % Bonus“. Diese FOMO-Taktik führt dazu, dass der Nutzer zwischen 5.000 € und 50.000 € investiert. In seltenen Fällen geben einige Opfer sogar mehr als 500.000 € ein, weil die Plattform den Eindruck erweckt, ein etabliertes, reguliertes Unternehmen zu sein.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn der Nutzer nun sein Geld auszahlen möchte, tritt die letzte Phase des Scams ein. Der Nutzer wird mit einer Vielzahl von Gebühren konfrontiert. Die Plattform verlangt folgende Gebühren:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten treten oft „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auf. Diese Personen behaupten, das Geld zurückzuholen und fordern Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind ein klassischer „Recovery-Scam“. Hinter den vermeintlichen Experten stecken meist dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben. Sie nutzen die Angst der Opfer, weitere Betrüger zu melden. In der Praxis werden die Opfer erneut belogen und das Geld bleibt verschwunden.

Das Netzwerk hinter horizon-income.cc

horizon-income.cc ist Teil eines Netzwerks von 36 Plattformen. Diese Verbindungen sind auf gemeinsamen IP-Adressen, gemeinsamen Domain-Hosting-Anbietern und identischen Design-Templates zu erkennen. In vielen Fällen handelt es sich um Re-Brandings derselben Betreibergruppe. Durch das Netzwerk können die Täter ihre Identität verschleiern, Kunden von einer Plattform zur nächsten leiten und gleichzeitig ihre Konten konsolidieren. Die Analyse der Server-Logs zeigte, dass die meisten dieser Seiten denselben DNS-Eintrag nutzen, was ein klares Indiz für ein gemeinsames Management ist.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einzahlung verschärft die Situation.
  2. Belege und Transaktionsnachweise sichern. Screenshots, E-Mails und Bank-Statements sollten archiviert werden.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter. Informieren Sie sie über mögliche betrügerische Aktivitäten und fordern Sie die Sperrung von Konten.
  4. Reichen Sie Strafanzeige bei der Polizei oder der örtlichen Finanzaufsichtsbehörde ein. Geben Sie alle gesammelten Beweise an.
  5. Ignorieren Sie alle Anfragen von „Anwälten“ oder „Behörden“ über WhatsApp, Telegram oder E-Mail. Seriöse Behörden kontaktieren Sie nicht unaufgefordert.

Wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden, handeln Sie jetzt. Schützen Sie Ihre Finanzen und melden Sie den Betrug umgehend.

Das Netzwerk hinter horizon-income.cc

horizon-income.cc ist Teil eines Netzwerks von 36 Plattformen. Diese Verbindungen deuten auf ein gemeinsames Management oder auf geteilte technische Infrastruktur hin. Nach Aufklärungstätigkeiten wurden mehrere dieser Seiten als Re-Brandings der gleichen Betreibergruppe identifiziert.

und 30 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei horizon-income.cc gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei horizon-income.cc
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

Kontakt

Anfrage stellen

Schildern Sie kurz, was passiert ist. Sie bekommen eine Rückmeldung mit erster Einschätzung und Empfehlung, wie es weitergeht.

Vertraulich · Berufliche Verschwiegenheit · Unverbindlich

Kurz schildern

Ein paar Angaben genügen. Danach melden wir uns mit einer ersten Einschätzung.

Vertraulich · Unverbindlich

Bei Horizon Income Geld verloren?

Kostenlose Fall-Prüfung in 24h

Prüfen