Warnung vor Hyperpremium Limited (hyperpremium.live.prostartegies.live): Betrug

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Hyperpremium Limited (`hyperpremium.live.prostartegies.live`) ist eine reine Betrugsplattform. Wer hier investiert, verliert sein Geld.

Screenshot der Webseite Prostartegies (hyperpremium.live.prostartegies.live)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite hyperpremium.live.prostartegies.live

Fakten zu Hyperpremium Limited

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu Hyperpremium Limited:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Domain-Alter
245 Tage
Server-Standort
US (PONYNET - FranTech Solutions, US)
IP-Adresse
198.251.81.188
SSL-Zertifikat
R13
Netzwerk
85 verbundene Seiten

Mein Hintergrund als Finanzermittler

In meinen fünf Jahren bei der Polizei und zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit habe ich mehr als 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt. Meine Arbeit konzentrierte sich auf die Aufdeckung von Betrugsnetzwerken, die über Krypto- und Tradingsysteme operieren. Ich habe regelmäßig Gelder in der Blockchain zurückverfolgt und dafür gesorgt, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Dieser Hintergrund ermöglicht es mir, die betrügerischen Strukturen von Hyperpremium Limited klar zu erkennen und zu erklären, warum die Plattform keine echte Handelsplattform ist.

Hyperpremium Limited im Faktencheck

Hyperpremium Limited präsentiert sich als „crypto-exchange“ mit Dienstleistungen wie Krypto-Investment, Crypto Banking, Asset Management und Krypto-Transaktionen. Das Unternehmen wurde 2015 gegründet, aber es fehlen sämtliche Registernummern, Lizenzinformationen und Aufsichtsbehörden. Auf der Webseite ist weder eine Handelsregisternummer noch ein Hinweis auf eine Zulassungsbehörde angegeben. Die Kontaktmöglichkeit beschränkt sich auf eine E-Mail-Adresse support@quantumledger-network.com, es gibt weder eine Telefonnummer noch eine physische Adresse. Der Betreiber behauptet, seit 8 Jahren im Geschäft zu sein: ohne verifizierbare Dokumentation. Darüber hinaus gibt es keinerlei Hinweise auf eine echte Kundenbasis, wie z. B. Kundenbewertungen auf Trustpilot oder andere unabhängige Plattformen. Das Fehlen von Zahlungsoptionen und die Angabe von „guaranteed returns“ (Garantierte Renditen) sind klare Warnzeichen. Die Plattform verspricht hohe Renditen, ohne konkrete Quellen oder Referenzwerte anzugeben. Zudem werden keine realen Handelsdaten, Orderbücher oder Auszüge aus Transaktionen präsentiert. In der Marketing-Sektion sind weder Mindestanlagebeträge noch Bonusangebote definiert: ein weiteres Indiz dafür, dass es sich um ein reines Marketing-Trick handelt. Die einzige Information, die auf der Seite vorhanden ist, ist die E-Mail-Adresse support@quantumledger-network.com, die von keinem registrierten Unternehmen genutzt wird.

So funktioniert die Masche bei Hyperpremium Limited

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Wege, auf denen Anleger zu Hyperpremium Limited gelangen, sind sehr unterschiedlich: über Werbeanzeigen, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen oder kalte Telefonanrufe. Das Vorgehen der Täter bleibt jedoch immer dasselbe: Sie präsentieren die Plattform als seriös, professionell und vielversprechend, um das Vertrauen der Zielgruppe zu gewinnen. In jedem Fall wird der erste Eindruck so gestaltet, dass der potenzielle Investor glaubt, einen legitimen Dienstleister zu treffen, der moderne Krypto-Investmentmöglichkeiten bietet.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In der Regel wird zunächst eine kleine Einlage von rund 250 € gefordert. Sobald die Geschädigten das Geld eingezahlt haben, erhalten sie Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt, die scheinbar ohne Risiko erzielt wurden. Diese Zahlen sind jedoch nicht real, sondern werden von einer Software erzeugt, die die Illusion von Profitabilität schafft. Die Plattform präsentiert diese Ergebnisse als Beweis für die Wirksamkeit ihrer „Investment-Strategie“, obwohl keine echten Handelsaktivitäten stattgefunden haben.

Der persönliche „Berater“

Nach der Einzahlung bekommt jeder Investor einen eigenen „Berater“, der über E-Mail, Telefon oder WhatsApp kommuniziert. Der Berater liefert kontinuierlich weitere Gewinnzahlen und drängt die Investoren dazu, zusätzliche Einzahlungen zu tätigen, um die angeblichen Renditen zu sichern. Die persönliche Bindung ist bewusst gewählt, um die Hemmschwelle zu senken und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Geschädigten mehr Geld transferieren. Die Beraterprofile sind oft gefälschte Ausweise oder Identitäten, die von früheren Opfern übernommen wurden, um die Legitimität vorzutäuschen.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Versuch, Geld auszuzahlen, wird den Geschädigten klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Plötzlich verlangt die Plattform Gebühren, die als Transaktionsgebühr, Versicherungsgebühr oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht ausgegeben werden. Diese Gebühren sind völlig unlogisch und werden von keinem seriösen Anbieter verlangt. Nach Zahlung dieser ersten Gebühren folgen sofort neue Forderungen: etwa zusätzliche „Verwaltungsgebühren“ oder „Auszahlungskommissionen“. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren erheben, und die Praxis, nach jeder Zahlung neue Kosten aufzuschieben, ist ein klassischer Indikator für einen Betrugsfall. Die gefälschten Garantien und Zertifikate, die von den „Beratern“ vorgelegt werden, sind in Wahrheit Ausweise anderer Betroffener, die die Täterschaft weiter verstecken.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nachdem die Geschädigten die Plattform verlassen haben, tauchen Dritte auf, die behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder sogar als „Blockchain.com“ aus. In Wirklichkeit handeln es dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Opfern ergaunern wollen. Sie versprechen, die verlorenen Mittel zurückzuerstatten, indem sie zusätzliche Gebühren erheben oder gefälschte Transaktionen durchführen. Dieser Recovery-Scam nutzt das Vertrauen der Betroffenen aus und verschafft den Tätern einen weiteren Einnahmefluss. Die Plattform ist von Anfang bis Ende von den Tätern selbst betrieben, die die Gewinne simulieren, während das eingezahlte Geld niemals investiert, sondern direkt abgezogen wird.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Prostartegies Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Prostartegies

Das Netzwerk hinter Hyperpremium Limited

Hyperpremium Limited ist Teil eines Netzwerks von 85 Plattformen, die vermutlich von denselben Tätern betrieben werden.

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