INNOVATE FINANCE LIMITED (innovatefin.io): Was steckt dahinter?

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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INNOVATE FINANCE LIMITED (innovatefin.io) ist ein klarer Betrugsversuch. Anleger werden über falsche Versprechen angelockt und verlieren ihr Geld.

Screenshot der Webseite Innovatefin (innovatefin.io)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite innovatefin.io

Was die Daten über INNOVATE FINANCE LIMITED zeigen

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu INNOVATE FINANCE LIMITED:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Domain-Alter
21 Tage
IP-Adresse
188.114.97.3
SSL-Zertifikat
E7
Netzwerk
9 verbundene Seiten

Persönliches Vorwort

Ich, Anton Haverkamp, habe fünf Jahre bei der Polizei verbracht und war zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit tätig. In dieser Rolle habe ich mehr als 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Aufdeckung von Geldflüssen in der Blockchain lag. Diese Erfahrung hat mir ein tiefes Verständnis dafür vermittelt, wie Betrüger ihre Operationen strukturieren und wie sie auf ihre Opfer abzielen. Wenn ich von einer neuen Plattform höre, die angeblich hohe Renditen im Forex- oder Kryptowährungsbereich verspricht, sehe ich sofort die typischen Muster: fehlende Transparenz, unrealistische Versprechen und eine starke emotionale Ansprache. INNOVATE FINANCE LIMITED (innovatefin.io) passt exakt in dieses Bild. Ich will hier die Beweise zusammenführen, die auf eine betrügerische Absicht hinweisen, und Ihnen zeigen, wie Sie sich davor schützen können.

Die wichtigsten Indizien gegen INNOVATE FINANCE LIMITED

Die Untersuchung der öffentlich zugänglichen Informationen von INNOVATE FINANCE LIMITED (innovatefin.io) offenbart mehrere alarmierende Mängel, die in keinem seriösen Broker vorkommen. Erstens fehlt jede Art von Handelsregisternummer oder Aufsichtsbehörde. Auf der Website gibt es keinerlei Hinweis auf eine Zulassung bei einer bekannten Regulierungsbehörde wie der BaFin, FCA oder ASIC. Dies ist ein klassischer Anhaltspunkt dafür, dass das Unternehmen nicht den gesetzlichen Anforderungen für Finanzdienstleister entspricht.

Zweitens bietet die Plattform keine Kontaktinformationen an: weder E-Mail noch Telefon, keine Adresse, keine Social-Media-Profile. Für ein Unternehmen, das sich als professioneller Broker präsentiert, ist das ungewöhnlich und schafft ein Gefühl von Unsicherheit. Das Fehlen von Adressdaten wird besonders auffällig, wenn man bedenkt, dass in der Branche üblich ist, die Unternehmensadresse öffentlich zugänglich zu machen, um Vertrauen zu schaffen.

Drittens ist die Plattform in drei Sprachen: Deutsch, Englisch und Italienisch: verfügbar, was zwar ein Plus sein könnte, aber die fehlende Transparenz über die Unternehmensstruktur lässt vermuten, dass die Mehrsprachigkeit lediglich dazu dient, ein breiteres Publikum zu erreichen, ohne echte rechtliche Basis zu haben.

Ein weiteres auffälliges Merkmal ist die Zahlungsstruktur. Die Plattform akzeptiert Banküberweisungen, Kreditkarten und Bitcoin. Während Banküberweisungen und Kreditkarten üblich sind, ist die Annahme von Bitcoin ein zweischneidiges Feld. Für legitime Broker ist Bitcoin selten ein Zahlungsmittel für Einzahlungen, und wenn es doch verwendet wird, ist es meist streng reguliert. Die Kombination aus Bitcoin und fehlender Regulierung erhöht die Gefahr, dass das eingezahlte Geld nicht mehr zurückgeholt werden kann.

Die Marketingseite enthält keine Angaben zum Mindestbetrag oder zu realistischen Renditen, aber sie verspricht dennoch garantierte Erträge und schnelle Gewinne. Die Sprache der Seite ist emotional aufgeladen, was typisch für Betrugsplattformen ist, die auf Angst und Gier setzen. Die fehlenden Testimonien, die nur Namen ohne Verifizierbarkeit enthalten (Jürgen Holfoth, Daniel Pessel, Matteo Rossi, Sylvia Walter), lassen vermuten, dass es sich um gefälschte Kundenberichte handelt, die lediglich zur Glaubwürdigkeit dienen.

Schließlich ist die Plattform Teil eines Netzwerks von neun weiteren Broker-Plattformen. Diese Verbindungen deuten darauf hin, dass die Betreiber eine gemeinsame Infrastruktur nutzen und möglicherweise ein einheitliches betrügerisches Modell replizieren. Die Tatsache, dass die Plattform in mehreren Sprachen angeboten wird und mit Bitcoin arbeitet, ist ein weiteres Indiz für ein organisiertes Betrugsnetzwerk, das auf internationale Zielgruppen abzielt.

Vom ersten Kontakt zum Totalverlust bei INNOVATE FINANCE LIMITED

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Nach meiner langjährigen Erfahrung sind die Wege, über die Anleger zu solchen Plattformen kommen, sehr unterschiedlich: über Werbeanzeigen, Suchmaschinen-Treffer, persönliche Empfehlungen, Kaltakquise oder eigene Online-Recherche nach Anlagemöglichkeiten. Das Vorgehen der Täter dahinter ist aber immer dasselbe. Die Plattform wird seriös und professionell präsentiert, damit der erste Eindruck Vertrauen weckt. Auf der Website von INNOVATE FINANCE LIMITED (innovatefin.io) werden ansprechende Grafiken und ansprechende Texte verwendet, die sofort das Interesse eines potenziellen Kunden wecken.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In den meisten Fällen wird zunächst eine kleine Investition von etwa 250 Euro gefordert. Nachdem die Geschädigten das Geld eingezahlt haben, erhalten sie Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt: oft mehrere hundert Prozent innerhalb weniger Tage. Diese Zahlen sind allerdings nicht real, sondern werden von der Software selbst generiert. Der Gewinn lässt sich nicht nachvollziehen, weil die Plattform keine echte Handelsausführung anbietet, sondern simulierte Kurse nutzt.

Der persönliche „Berater“

Die Investoren erhalten einen eigenen Berater, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp Kontakt hält. Er zeigt ständig weitere Gewinne an und drängt zu höheren Einzahlungen, um vermeintliche Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung ist gewollt: Sie senkt die Hemmschwelle, mehr Geld zu transferieren. Der „Berater“ vermittelt dabei einen Eindruck von Expertise und Vertrauenswürdigkeit, obwohl er in Wirklichkeit keine echte Fachkenntnis besitzt.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Auszahlungsversuch wird den meisten Geschädigten klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Es werden plötzlich Gebühren verlangt, bevor eine Auszahlung erfolgen kann: Transaktionsgebühren, Versicherungsgebühren oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Auch nach deren Zahlung folgen immer neue Forderungen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen. Hinzu kommen gefälschte Garantien, Zertifikate und sogar Personalausweise des „Beraters“: das sind meistens Ausweise anderer Geschädigter, die zur Täuschung verwendet werden.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Im Nachhinein melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain.com aus. Tatsächlich handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten erhalten wollen. Die Handelsplattform ist von Anfang bis Ende von den Tätern selbst betrieben: die angezeigten Gewinne sind reine Fiktion, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Innovatefin Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Innovatefin

Das Netzwerk hinter INNOVATE FINANCE LIMITED

INNOVATE FINANCE LIMITED ist Teil eines Netzwerks von 9 weiteren Plattformen, was auf geteilte Infrastruktur und Re-Branding hindeutet.

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