LarevixInvest (larevixinvest-ai.de): Faktencheck zum Betrug
LarevixInvest (larevixinvest-ai.de) ist ein klarer Betrugsfall. Die Plattform nutzt keine registrierte Lizenz, bietet keine transparente Handelsplattform und setzt ausschließlich auf unzuverlässige Zahlungswege. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 14. November 2025 ausdrücklich vor Larevixinvest Ai unter dem Titel „Online-Vermittlung an Bildungseinrichtungen – BaFin warnt erneut vor diversen Webseiten“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Larevixinvest Ai steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum larevixinvest-ai.de unseriös ist
Die Analyse der öffentlich zugänglichen Informationen offenbart mehrere alarmierende Inkonsistenzen. Erstens fehlt jede Form von Registrierung: weder eine Handelsregisternummer noch eine Angabe einer Aufsichtsbehörde existiert auf der Website. Für einen legitimen Broker ist das ein zwingender Mangel, denn die deutsche Finanzmarktaufsicht verlangt eine lizensierte Genehmigung. Zweitens ist das Gründungsjahr 2025 angegeben, was im Widerspruch zu den technischen Spuren steht: Die Server IPs zeigen Verbindungen zu Hosting-Anbietern, die erst 2024 aktiv waren. Drittens wird keine Zahlungsmethode wie Banküberweisung oder Kreditkarte angeboten; stattdessen wird ausschließlich Bitcoin akzeptiert, was den Nachweis von Transaktionen erschwert. Viertens ist die Plattform von einer einzigen E-Mail-Adresse „info@larevixinvest-ai.de“ erreichbar, ohne Telefon oder physische Adresse, was ein weiteres red flag ist. Schließlich erzeugt die Seite keine nachvollziehbaren Kontoinformationen oder Handelsdaten: die angeblichen Gewinne sind in der Oberfläche nur statische Zahlen.
Wie der Betrug bei larevixinvest-ai.de abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Betrüger nutzen gezielte Social-Media-Ads und Kaltakquise, um potenzielle Anleger anzusprechen. Auf Instagram, TikTok und Facebook tauchen Anzeigen auf, die von vermeintlichen „Anlageberatern“ stammen und schnelle Gewinne versprechen. Diese Anzeigen führen oft zu einem Landing-Page, auf der ein kurzes Anmeldeformular erscheint. Das erste Geld wird meist in kleinen Beträgen von etwa 250 € verlangt, um die psychologische Hemmschwelle zu senken. Durch die geringe Anfangsinvestition wird das Vertrauen aufgebaut, während gleichzeitig ein Gefühl von Dringlichkeit erzeugt wird, indem der Nutzer aufgefordert wird, „heute noch zu investieren“, um ein exklusives „VIP-Konto“ zu erhalten. Das Ziel ist klar: den Nutzer in ein System zu bringen, das von Anfang an manipuliert ist.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der Einzahlung präsentiert die Plattform dem Nutzer scheinbar hohe Gewinne: beispielsweise 800 € innerhalb von zwei Wochen. Diese Zahlen entstehen ausschließlich durch Software-Simulationen, die im Hintergrund laufen. Es gibt keine echte Orderausführung, keine Verbindung zu regulierten Börsen und keine Aufzeichnungen von Handelsgeschäften. Der Nutzer sieht lediglich einen Dashboard-Anzeiger, der die „Gewinne“ in Echtzeit anzeigt. Durch die kontinuierliche Darstellung von wachsenden Zahlen wird das Vertrauen gestärkt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Nutzer weitere Einzahlungen tätigt. Der Mechanismus ist dabei rein technisch: Die Plattform speichert die Einzahlungen und generiert simulierte Gewinne, um die Illusion eines profitablen Handels zu erzeugen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach Wochen des „Gewinns“ beginnt ein persönlicher „Berater“, der über private Messenger-Kanäle kommuniziert, die Beziehung zu intensivieren. Er verspricht exklusive Markt-Insights, einen Hebel von 1:500 und angeblich garantierte Profite. Durch Zeit-Limit-Botschaften („Nur heute noch 10 € extra für das VIP-Konto“) und gefälschte Mit-Anleger-Stories wird der Druck erhöht. Die durchschnittliche weitere Einzahlung liegt zwischen 5.000 und 50.000 €, wobei einige Opfer bis zu 500.000 € verloren haben. Diese Phase ist entscheidend, weil die Betrüger die Kontrolle über das Vermögen des Opfers übernehmen und die Plattform als einzige Auszahlungsstelle darstellen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Nutzer nun sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf. Die Plattform verlangt folgende Kosten:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust kontaktieren die Täter häufig „Anwälte“, „Krypto-Forensiker“ oder angebliche „Polizeibeamte“. Diese Versprechen, das Geld zurückzubekommen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ und „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Fronten stehen dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Diese Phase dient dazu, das Opfer erneut zu erpressen und zusätzliche Mittel zu erlangen, bevor sie die Plattform endgültig schließen.
Das Netzwerk hinter larevixinvest-ai.de
LarevixInvest ist Teil eines Netzwerks von 74 ähnlichen Plattformen, die dieselben Hintermänner nutzen. Diese Betreiber betreiben oft mehrere Marken, um ihre Aktivitäten zu verschleiern. Durch Re-Branding und wechselnde Domainnamen schaffen sie die Illusion neuer, legitimer Unternehmen. Für Opfer bedeutet dies, dass ein Verlust auf einer Seite nicht bedeutet, dass sie sicher sind, wenn sie sich auf einer anderen Plattform registrieren. Die Betreiber nutzen oft gemeinsame Hosting-Infrastruktur, identische Front-End-Designs und die gleiche Zahlungs-API, was die Erkennung durch Regulierungsbehörden erschwert.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie den Verdacht haben, dass Sie betrogen wurden, stoppen Sie sofort alle Transaktionen. Jede weitere Einzahlung verschärft die finanzielle Belastung.
- Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Screenshots, Bank- und Krypto-Transaktionsnachweise. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten oder rechtliche Schritte einleiten.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Informieren Sie die Institution, bei der Sie das Geld hinterlegt haben. Bitten Sie um Sperrung des Kontos und Rückverfolgung der Transaktionen. Banken haben oft Mechanismen, um betrügerische Transfers zu stoppen.
- Erstatten Sie Strafanzeige: Melden Sie den Vorfall bei der Polizei oder der örtlichen Staatsanwaltschaft. Ihr Fall kann in die Ermittlungen von Finanzbetrugsfällen aufgenommen werden. Nutzen Sie dabei die gesicherten Beweise.
- Ignorieren Sie Recovery-Scam-Versuche: Seien Sie skeptisch gegenüber Personen, die „schnell“ Ihr Geld zurückbringen wollen. Seriöse Anwälte oder Behörden werden sich nicht per WhatsApp melden und keine Vorauszahlungen fordern. Wenn Sie ein Angebot erhalten, prüfen Sie die Identität der Person gründlich und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Abschließende Warnung
Der Betrug bei LarevixInvest (larevixinvest-ai.de) ist systematisch und technisch ausgefeilt. Die Plattform nutzt moderne Webtechnologien, um ein realistisches Trading-Umfeld zu simulieren, während sie gleichzeitig keine regulären Handelsverbindungen hat. Jeder Schritt ist auf psychologischen Druck und finanzielle Erpressung ausgelegt. Seien Sie wachsam, sichern Sie Ihre Daten und handeln Sie sofort, wenn Sie Anzeichen von Betrug bemerken.
Das Netzwerk hinter LarevixInvest
LarevixInvest ist Teil eines Netzwerks von 74 ähnlichen Plattformen, die häufig dieselben Hintermänner nutzen. Diese Re-Branding-Strategie verschleiert die wahre Identität der Betreiber und erleichtert es, Opfer in mehreren Varianten zu locken.

Aeryon Luminaire
aeryon-luminaire.org

Avarno Serafin
avarno-serafin.de

Avars Serava
avars-serava.de
Axelonbit App
axelonbit-app.de

Axelonbit
axelonbit.com
Binavocore Solutions
binavocore-solutions.de
und 68 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei larevixinvest-ai.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.