Warnung vor Metric Ai Wealth (metricaiwealth.live.prostartegies.live): Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·5 Min. Lesezeit·
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Metric Ai Wealth (metricaiwealth.live.prostartegies.live) ist ein klarer Betrug. Die Plattform lockt mit angeblichen Renditen im Forex-, CFD- und Kryptowährungshandel, verspricht aber keine verifizierten Gewinne.

Screenshot der Webseite Prostartegies (metricaiwealth.live.prostartegies.live)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite metricaiwealth.live.prostartegies.live

Eine betroffene Kundin, die wir anonym nennen, meldete, dass sie vor zwei Wochen über eine Anzeige in einer Finanz-Community auf Metric Ai Wealth aufmerksam wurde. Sie meldete sich an, bezahlte die Mindestanzahlung von 500 € und erhielt sofort ein Dashboard mit scheinbar hohen Kursbewegungen. Nach wenigen Tagen sah sie ein angebliches Gewinn-Statement, in dem ihr 3.000 € aus ihrer ersten Investition verzeichnet waren. Sie war begeistert und vertraute dem Anbieter. Innerhalb eines Monats forderte die Plattform erneut ein Investment an, um von angeblichen „exklusiven Markt-Insights“ zu profitieren. Kurz darauf bat sie um Auszahlung, doch das Konto blieb eingefroren.
Die Geschichte dieser Kundin ist nicht die einzige. Zahlreiche Nutzer berichten von ähnlichen Erfahrungen: hohe Anlaufgebühren, gefälschte Gewinne, und schließlich ein völliges Verschwinden der Gelder.

Warum metricaiwealth.live.prostartegies.live unseriös ist

Die Plattform weist mehrere gravierende Inkonsistenzen auf, die im Klartext betrügerisch sind. Erstens fehlt eine Handelsregisternummer und eine Angabe einer Aufsichtsbehörde. Auf der Website gibt es keinerlei Hinweis auf eine Lizenz, die von einer anerkannten Finanzaufsichtsbehörde erteilt wurde. Zweitens gibt es keine transparente Unternehmensadresse; weder im Impressum noch in den Kontaktdaten. Drittens verspricht die Seite unrealistische Renditen, ohne Quellen oder Referenzen. Die einzige Angabe zum Mindestbetrag: 500 €: ist ein Versuch, den Eindruck von Seriosität zu erwecken, während die Plattform gleichzeitig keine seriösen Zahlungsoptionen anbietet; weder Banküberweisung noch Kreditkarte werden akzeptiert.
Die Testimonials, die auf der Seite gelistet sind: Paula Wilson, Antonio Moreno, Joel Andrew, Michael Holz: wirken ohne Verifizierbarkeit. Es gibt keine Möglichkeit, diese Personen zu kontaktieren oder ihre Erfolgsgeschichten zu überprüfen. Das Fehlen von Zertifikaten, Auszeichnungen oder einer verifizierten Trustpilot-Bewertung verstärkt das Misstrauen.
Schließlich weist die Sprache der Seite auf ein betrügerisches Ziel hin: die Versprechen von „unrealistischen Geschwindigkeiten“ im Handel, ohne dass klare, nachvollziehbare Handelsstrategien oder Daten präsentiert werden. Diese Kombination aus fehlender Regulierung, fehlender Transparenz und überzogenen Versprechen macht metricaiwealth.live.prostartegies.live zu einem klar erkennbaren Betrugsfall.

Wie der Betrug bei metricaiwealth.live.prostartegies.live abläuft

1. Erster Kontakt + Lockangebot

Der Betrugsprozess beginnt meist mit gezielten Werbemaßnahmen. Auf Instagram, Facebook und TikTok tauchen Anzeigen auf, die von vermeintlichen „Anlageberatern“ stammen. Die Videos zeigen angebliche Gewinne aus Forex-, CFD- und Kryptohandel. Oft wird ein kurzer, ansprechender Slogan verwendet, der die Aufmerksamkeit von Menschen weckt, die nach schnellem Geld suchen.
Die Plattform bietet eine kostenlose Demo-Version an, die ein scheinbar realistisches Trading-Dashboard simuliert. In der Demo kann der Nutzer kleine Beträge einzahlen: typischerweise 250 bis 500 €. Diese niedrige Einstiegshürde dient dazu, die psychologische Hemmschwelle zu senken. Sobald die erste Einzahlung erfolgt, wird dem Nutzer ein Dashboard präsentiert, das schnelle Gewinne anzeigt, obwohl keine realen Orders an einer regulierten Börse platziert werden.
Die Manipulation erfolgt über automatisierte Skripte, die vorgefertigte Gewinnzahlen anzeigen. Die Plattform nutzt diese Technik, um Vertrauen aufzubauen und den Eindruck zu erwecken, dass der Handel tatsächlich funktioniert.

2. Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform dem Nutzer ein Dashboard, das hohe Kursbewegungen simuliert. In wenigen Tagen wird dem Investor ein Gewinnstatement angezeigt, das beispielsweise 3.000 € aus einer 500-€-Investition ausweist. Diese Zahlen entstehen aus einer Datenbank, die von der Plattform selbst gefüllt wird; es gibt keine Verbindung zu einem echten Broker oder einer Börse.
Die Simulation nutzt Algorithmen, die zufällige Gewinnzahlen generieren und auf dem Bildschirm platzieren. Für den Nutzer ist es schwer zu erkennen, dass keine echten Handelsaktivitäten stattgefunden haben. Der Zweck ist klar: Das Vertrauen des Investors zu gewinnen und ihn dazu zu bewegen, weitere Geldbeträge einzuzahlen.

3. Drängen zu weiteren Einzahlungen

Nach dem ersten Erfolg wird ein persönlicher „Account-Manager“ zugewiesen. Dieser kommuniziert über Messaging-Apps und E-Mail, um dem Investor das Gefühl zu geben, Teil eines exklusiven Netzwerks zu sein. Die Manager sprechen von „VIP-Konten“, „Hebel-Boni“ von 1:500, garantierten Profiten und exklusiven Zugang zu IPO-Zulagen.
Die Plattform nutzt häufig psychologische Druckmittel: Zeitlich begrenzte Angebote („nur heute“), künstliche Verknappung und gefälschte Erfolgsgeschichten anderer Anleger. Ziel ist es, die Investoren dazu zu bringen, zwischen 5.000 und 50.000 € einzuzahlen, wobei manche Opfer sogar mehr als 500.000 € verloren haben.

4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Sobald der Investor sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, tauchen plötzlich Forderungen auf. In dieser Phase listet die Plattform folgende Gebühren auf:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
    Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
    Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital das Geld, das er für die Gebühren ausgibt, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Diese Phase ist die letzte Melkphase des Scams.

5. Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten senden Dritte die Kontaktaufnahme. Oft handelt es sich um angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, die Gelder zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Vorwänden stecken häufig dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben.
Einige dieser Nachfolgern behaupten, Zugriff auf die Wallet-Adressen der Opfer zu haben, um die Gelder zurückzuholen. Sie nutzen jedoch oft gefälschte Dokumente oder falsche Bankverbindungen, um zusätzliche Beträge zu fordern. Die Realität ist, dass diese Personen ebenfalls Teil des betrügerischen Netzwerks sind.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofortige Unterbrechung jeglicher Zahlungen: Setzen Sie keine weiteren Einzahlungen mehr. Sobald Sie eine Zahlungsaufforderung erhalten, prüfen Sie die Quelle und leiten Sie sofort weitere Zahlungen nicht aus.
  2. Belege sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Chat-Protokolle, Transaktionsnachweise und Bildschirmfotos. Diese Dokumente sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter: Informieren Sie sie über den Betrug und fordern Sie ggf. eine Sperrung der betroffenen Konten. Bitten Sie um eine Rückbuchung, sofern die Zahlung noch nicht endgültig abgeschlossen ist.
  4. Erstatten Sie eine Strafanzeige: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizei oder beim Bundeskriminalamt. Geben Sie alle gesammelten Beweise an. Ihre Meldung kann dazu beitragen, weitere Opfer zu verhindern.
  5. Ignorieren Sie Recovery-Scammer: Jede Forderung, die vorgibt, Ihr Geld zurückzuholen, ist ein weiterer Schwindel. Die meisten seriösen Anwälte oder Behörden werden Sie nicht per WhatsApp kontaktieren und keine Vorauszahlungen verlangen.
  6. Informieren Sie sich über rechtliche Möglichkeiten: Suchen Sie nach Konsumenten-Schutzorganisationen, die Sie bei der Rückforderung von Betrugsgeldern unterstützen können.
  7. Teilen Sie Ihre Erfahrung: Schildern Sie den Vorfall auf unabhängigen Plattformen, um andere zu warnen. Je mehr Menschen wissen, desto weniger werden Opfer.

Wenn Sie bereits Opfer von Metric Ai Wealth geworden sind, handeln Sie jetzt. Erstellen Sie sofort ein Protokoll aller Transaktionen und melden Sie den Betrug Ihrer lokalen Strafverfolgungsbehörde.

Das Netzwerk hinter Metric Ai Wealth

Metric Ai Wealth ist Teil eines Netzwerks von 50 ähnlichen Plattformen, die häufig denselben betrügerischen Aufbau nutzen.

und 44 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei metricaiwealth.live.prostartegies.live gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

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Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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