Monarexo-neo (monarexo-neo.org): Betrugsplattform im Fokus

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·3 Min. Lesezeit·
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Monarexo-neo (monarexo-neo.org) ist eine betrügerische Plattform. Sie lockt Anleger mit leeren Versprechen und verschwindet mit dem Geld. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 3. Juni 2025 ausdrücklich vor Monarexo Neo unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – Investieren mit KI“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Monarexo Neo steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Warum monarexo-neo.org unseriös ist

Die Plattform zeigt mehrere gravierende Inkonsistenzen. Erstens fehlt jegliche Angabe zu einer Handelsregisternummer oder einer Lizenzbehörde. Ohne diese Angaben ist keine gesetzliche Genehmigung erkennbar. Zweitens sind keine Kontaktdaten hinterlegt: weder E-Mail noch Telefon. Drittens listet die Seite keine Zahlungsmethoden auf. Die fehlenden Basisdaten sind ein klares Anzeichen für Betrug. Zudem gibt es keine Testimonials, keine Garantien für Renditen und keine Hinweise auf einen regulierten Broker. Diese Kombination von fehlenden und lückenhaften Informationen ist typisch für betrügerische Anbieter.

Wie der Betrug bei monarexo-neo.org abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

Cold-Calls von angeblichen "Anlageberatern" erreichen potenzielle Opfer. Werbeanzeigen auf Social-Media zeigen gefälschte Promi-Testimonials. Telegram-Gruppen mit „Trading-Gurus“ locken mit niedrigen Einzahlungsbeträgen von rund 250 € und versprechen schnelle Gewinne. Die Plattform nutzt psychologische Tricks, um die Hemmschwelle zu senken. Das Ziel ist, dass der Anleger eine kleine Summe investiert, um später höhere Beträge zu verlangen.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung präsentiert monarexo-neo hohe Buchgewinne: z. B. 800 € aus 250 € in zwei Wochen. Diese Zahlen entstehen jedoch ausschließlich in der Software, ohne echte Orders an einer Börse. Es gibt keine Verbindung zu einem regulierten Broker. Der Anzeigepatch erzeugt Vertrauen, doch die Gewinne sind nur Datenbankeinträge. Anleger nehmen die Zahlen als Beweis für Erfolg, während die Plattform keine realen Transaktionen ausführt.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Ein „Berater“ baut über Wochen eine Beziehung auf und bietet VIP-Konten an. Versprechungen von Hebeln von 1:500, garantierten Profiten und exklusiven IPO-Zugängen werden genutzt, um weitere Mittel einzusammeln. Zeitlich begrenzte Angebote und künstliche Verknappung erhöhen den Druck. Die Betrüger fordern häufig 5.000 bis 50.000 € oder mehr. Ziel ist es, große Summen zu akkumulieren, bevor die Auszahlungsphase beginnt.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn ein Anleger sein Geld auszahlen möchte, verlangt die Plattform plötzlich Gebühren.

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine “Gebühr” zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen oft Dritte auf: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Versprechen sind Teil der gleichen Masche. Der Betrüger nutzt das Vertrauen der Opfer, um weitere Beträge zu erpressen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Das Netzwerk hinter monarexo-neo.org

Monarexo-neo ist Teil eines Netzwerks von 684 Plattformen. Diese Plattformen teilen häufig dieselben Hintermänner, Serverinfrastruktur und Re-Branding-Strategien. Das Netzwerk ermöglicht es den Betrügern, nach Auffliegen einer Seite sofort eine neue Plattform zu starten. Die Größe des Netzwerks unterstreicht die organisierte Struktur des Betrugs.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede neue Einzahlung erhöht das Risiko, dass Ihr Geld unwiederbringlich verloren geht.
  2. Beweise sichern. Screenshots, E-Mails und Zahlungsnachweise sollten gespeichert werden. Diese Unterlagen sind wichtig für spätere Ermittlungen.
  3. Bank oder Krypto-Börse informieren. Teilen Sie der Institution mit, dass Sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Bitten Sie um Rückverfolgung der Transaktionen.
  4. Polizeiliche Anzeige erstatten. Kontaktieren Sie die nächstgelegene Polizeidienststelle oder die Kriminalpolizei. Ihre Ermittlungsnummer kann später für weitere Schritte benötigt werden.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Lassen Sie sich nicht von „Anwälten“ oder „Forensik-Experten“ überzeugen, die nur weitere Gebühren erheben wollen.

Schluss

Monarexo-neo (monarexo-neo.org) ist eindeutig eine betrügerische Plattform. Die fehlenden regulatorischen Angaben, die gefälschten Gewinne und die aggressive Forderung von Auszahlungsgebühren zeigen eindeutig die Absicht, Geld zu erlangen und zu behalten. Bleiben Sie wachsam und handeln Sie sofort, um weitere Verluste zu vermeiden.

Das Netzwerk hinter monarexo-neo

Monarexo-neo ist Teil eines Netzwerks von 684 Plattformen, die häufig dieselben Hintermänner und Infrastruktur teilen. Diese Verbindung weist auf ein systematisches Betrugskonzept hin.

und 678 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei monarexo-neo.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei monarexo-neo.org
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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