NexioRoyal (nexioroyal.de): Ihre Gelder sind in Gefahr
NexioRoyal (nexioroyal.de) ist keine seriöse Investmentplattform: es handelt sich um einen klaren Betrug. Stoppen Sie sofort jegliche Zahlungen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 3. Juni 2025 ausdrücklich vor Nexioroyal unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – Investieren mit KI“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Nexioroyal steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.
Warum nexioroyal.de unseriös ist
NexioRoyal präsentiert sich als moderne Investmentplattform, doch die Fakten zeigen eine andere Seite. Ohne Registrierungsnummer, ohne Angabe einer Aufsichtsbehörde und ohne Lizenznummer kann die Firma nicht als legitime Finanzinstitution registriert werden. Das Fehlen jeglicher Aufsichtsangaben ist ein deutliches Warnsignal: seriöse Broker müssen bei einer Aufsichtsbehörde registriert sein und ihre Lizenznummer öffentlich zugänglich machen. Darüber hinaus nutzt NexioRoyal keine Zahlungsmethoden, die Transparenz gewährleisten; die einzige Angabe ist ein generisches E-Mail-Konto (nexioroyal@gmail.com) und die Telefonnummer +49 ohne weitere Details. Das Fehlen von Testimonien, die verifizierbar sind, und die Wiederholung desselben Namens („Julia“) in der Liste der angeblichen Kunden verstärkt die Verdachtslage. Kurz gesagt, die Plattform fehlt an allen rechtlichen und vertrauenswürdigen Signalen, die man bei einer seriösen Anlageplattform erwarten würde.
Wie der Betrug bei nexioroyal.de abläuft
1. Erster Kontakt & Lockangebot
Die Masche beginnt meist mit einem gezielten Anschreiben über soziale Medien oder E-Mail. Oft wird ein angeblicher „Anlageberater“ aus dem Finanzsektor vorgestellt, der behauptet, über exklusive Algorithmen zu verfügen. Die ersten „Investoren“ werden mit einer lockenden Einstiegssumme von 250 € angesprochen: genau die Mindesteinzahlung, die auf der Website angegeben ist. Durch das niedrige Einstiegskapital wird die psychologische Hemmschwelle gesenkt und ein Gefühl der Sicherheit erzeugt. Die Kontaktaufnahme erfolgt häufig über Telegram-Gruppen, WhatsApp-Chats oder sogar per Direktnachricht in Instagram. Sobald das Opfer Interesse zeigt, wird ihm ein persönlicher „Berater“ zugeteilt, der die weitere Kommunikation übernimmt.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung öffnet sich ein Dashboard, das sofort hohe Gewinne anzeigt: beispielsweise 800 € aus 250 € in zwei Wochen. Diese Zahlen stammen jedoch aus einer manipulierten Datenbank, die von der Plattform vor Ort generiert wird. Es gibt keine echten Orders, die an eine regulierte Börse übertragen werden. Die Plattform simuliert nur die Performance, indem sie zufällige Gewinnzahlen in das Interface einblendet. Das Ziel ist, Vertrauen aufzubauen: der Nutzer sieht scheinbar klare Renditen, die er bei einer legitimen Anlage erhalten würde. Die fehlende Transparenz der Handelsdaten und das Fehlen von Kontobestätigungen bei einer regulierten Börse lassen den Betrug sofort erkennen, wenn man genau hinschaut.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein „Berater“ baut über Wochen oder Monate eine Beziehung auf und bietet exklusive VIP-Konten an, die angeblich höhere Hebel, garantierte Profite und Zugang zu „Insider-Tipps“ ermöglichen. Durch Zeitlimits („Nur heute“) und die Schaffung eines Gefühls der Dringlichkeit wird der Kunde gedrängt, mehr Geld einzuzahlen. In vielen Fällen steigen die Beträge von einigen tausend Euro bis zu über 50 000 €: gelegentlich sogar 500 000 €. Diese Phase nutzt psychologisches Spiel mit Social Proof: gefälschte Erfolgsgeschichten von „Andreas“, „Alexander“ und „Julia“ werden präsentiert. Ziel ist es, die Summe zu erhöhen, bevor ein Auszahlungswunsch eintritt.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn das Opfer nun sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, kommt plötzlich eine Reihe von Gebühren auf ihn zu. Die Plattform verlangt:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Diese Gebühren-Falle ist die letzte Melkphase des Scams: sobald Sie zahlen, verschwindet das Geld, und es erfolgt keine Auszahlung.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte mit „Vergleichsverfahren“, Behörden-Mitarbeiter, „Krypto-Forensiker“ oder ausländische Polizeibehörden. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ und „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stecken meist dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Seien Sie wachsam und vermeiden Sie jede weitere Zahlung an diese „Hilfspersonen“.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: sobald Sie den Verdacht haben, handeln Sie sofort. Jede weitere Einzahlung verschafft den Betrügern mehr Geld zur Ausnutzung.
- Belege und Transaktionsnachweise sichern: speichern Sie E-Mails, Chat-Logs, Kontoauszüge und Screenshots von der Plattform. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten oder Ihre Bank über die Situation informieren.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: informieren Sie Ihren Zahlungsanbieter sofort über mögliche betrügerische Transaktionen. Bitten Sie um eine sofortige Sperrung der Konten und fordern Sie Rückbuchungen an, wenn dies möglich ist.
- Reichen Sie Strafanzeige bei der Polizei ein: melden Sie den Vorfall bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Finanzermittlungs-Spezialeinheit. Geben Sie alle gesammelten Beweise an und schildern Sie den Ablauf detailliert.
- Ignorieren Sie „Recovery-Scam“-Angebote: echte Anwälte oder Behörden werden Sie nicht per WhatsApp kontaktieren. Jede Forderung nach Vorauszahlungen oder zusätzlichen Gebühren ist ein Zeichen, dass Sie noch in der Masche stecken. Warten Sie, bis die Behörden offiziell reagieren.
Schluss
NexioRoyal (nexioroyal.de) ist keine legitime Investmentplattform. Es handelt sich eindeutig um einen Betrug, der auf Täuschung und psychologische Manipulation setzt. Handeln Sie jetzt: sichern Sie Ihre Daten, stoppen Sie weitere Zahlungen und melden Sie den Vorfall sofort.
NexioRoyal im Betrugsnetzwerk
Mit 684 verknüpften Plattformen teilt NexioRoyal dieselbe Infrastruktur und Hintermänner mit vielen anderen Scam-Plattformen.
Aflonexitrpro
aflonexitrpro.de
Aimetirapro
aimetirapro.de
Airovexinvest
airovexinvest.vip
Alarionpipitor
alarionpipitor.de
Alergonex Invest
alergonex-invest.org
Alpcorepro
alpcorepro.com
und 678 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei nexioroyal.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.