Warnung vor NextChain (nextchainex.de): Was steckt dahinter?

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Sie haben sich bei NextChain registriert, um Geld zu vermehren? Das ist ein klarer Betrug. Schnell verlieren Sie Ihr Kapital, weil die Plattform keine echte Handelsplattform ist.

Screenshot der Webseite Nextchainex (nextchainex.de)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite nextchainex.de

Fakten zu NextChain

Hier die wichtigsten technischen Indizien zu NextChain:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Domain-Alter
3 Tage
Server-Standort
FR (AEZA-AS AEZA INTERNATIONAL LTD, GB)
IP-Adresse
77.221.153.124
SSL-Zertifikat
R13
Netzwerk
71 verbundene Seiten

Aus der Praxis: Wer schreibt

Ich bin Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler in einer Spezialeinheit. Nach fünf Jahren bei der Polizei und über 500 verfolgten Anlagebetrugstaten kenne ich die Muster dieser Betrüger. Ich war verantwortlich für die Verfolgung von Geldern in der Blockchain und habe dabei immer wieder gesehen, wie scheinbar legitime Plattformen in ein Netz aus Falschinformationen und Täuschung verstrickt sind. Meine Aufgabe hier ist es, Ihnen klar und direkt zu sagen: NextChain ist nicht seriös. Sie sind nicht die einzige Person, die auf diese Falle hereingefallen ist.

NextChain im Faktencheck

Die Plattform präsentiert sich als moderne, KI-gestützte Investmentplattform. Auf der Website gibt es keine Angaben zur Handelsregisternummer, keine Aufsichtsbehörde, keine Lizenznummer und keine Unternehmensgründungsdaten. Auch die Kontaktadresse fehlt komplett: kein E-Mail, kein Telefon, keine Anschrift. Die angebotenen Zahlungswege sind nicht definiert und es gibt keinerlei Hinweise auf regulatorische Genehmigungen. Das Minimum, das die Seite verlangt, sind 250 Euro, ohne dass es eine klare Erklärung gibt, wie dieses Geld investiert werden soll. Es fehlt jede Form von Erfolgsgarantie oder realistische Renditeversprechen. Alle diese Lücken sind typische Signale eines Betrugs.

Vom ersten Kontakt zum Totalverlust bei NextChain

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Wege, auf denen Anleger zu solchen Plattformen gelangen, sind sehr unterschiedlich: Werbeanzeigen, Suchmaschinen-Treffer, persönliche Empfehlungen oder Kalt-Anrufe. Das Vorgehen der Täter dahinter ist aber immer dasselbe. Sie präsentieren die Plattform als professionell, um Vertrauen zu wecken. Sie nutzen ansprechende Grafiken und versprechen schnelle Renditen, obwohl keine Faktenbasis vorhanden ist.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In den meisten Fällen wird zunächst eine kleine Investition von rund 250 Euro gefordert. Sobald die Geschädigten das Geld eingezahlt haben, erhalten sie Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt. Diese Zahlen sind jedoch nicht real, sondern werden von der Software selbst generiert, um die Anleger zu täuschen.

Der persönliche „Berater“

Die Investoren erhalten einen eigenen „Berater“, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp Kontakt hält. Er zeigt weitere angebliche Gewinne an und drängt die Betroffenen, höhere Einzahlungen zu tätigen, um vermeintliche Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung soll die Hemmschwelle senken, mehr Geld zu transferieren. Sie glauben, sie hätten einen Profi an ihrer Seite, doch er ist ein weiteres Werkzeug der Betrüger.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Auszahlungsversuch wird den meisten Geschädigten klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Plötzlich werden Gebühren verlangt, bevor eine Auszahlung erfolgen kann: getarnt als Transaktionsgebühr, Versicherungsgebühr oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Auch nach Zahlung dieser Gebühren folgen immer neue Forderungen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen. Fake-Garantien, Fake-Zertifikate und Personalausweise des „Beraters“ sind in Wahrheit Ausweise anderer Geschädigter, die von den Tätern kopiert wurden, um Glaubwürdigkeit zu erwecken.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Im Nachhinein melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain.com aus. Tatsächlich handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten erhalten wollen. Die Handelsplattform ist von den Tätern selbst betrieben, die Gewinne sind Fake, das Geld wurde nie investiert sondern direkt abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Nextchainex Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Nextchainex

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NextChain ist Teil eines Netzwerks von 71 weiteren Plattformen, was auf geteilte Hintermänner und Re-Branding hindeutet.

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