Warnung vor Noval Quartz Capital (novaquartzcapital.pro): Seriös oder Betrug?
Noval Quartz Capital (novaquartzcapital.pro) ist ein betrügerisches Anlageangebot, das Anleger mit unrealistischen Renditen lockt und ihr Geld direkt abzieht.

Achtung
Betrugsverdacht
Vom Ermittler zum Aufklärer
In meiner Rolle als Finanzermittler in einer Spezialeinheit bei der Polizei habe ich mehr als 500 Fälle von Anlagebetrug untersucht. Dabei habe ich immer wieder Muster gesehen, die bei Noval Quartz Capital (novaquartzcapital.pro) identisch sind. Diese Plattform präsentiert sich als Investment- und Vermögensverwaltung mit Fokus auf Gold, Gemstones und erneuerbare Energien, doch die rechtlichen Rahmenbedingungen fehlen komplett. Als Ermittler sehe ich mich in der Pflicht, die Öffentlichkeit über die Gefahren zu informieren und die rechtlichen Folgen zu erläutern.
Was die Webseite von Noval Quartz Capital preisgibt
Die Website von Noval Quartz Capital gibt keinerlei Hinweise auf eine Zulassung durch eine Finanzaufsichtsbehörde. Im Impressum fehlt die Handelsregisternummer, die Angabe einer Aufsichtsbehörde und sogar die Angabe einer Lizenznummer. Der angeblich im Jahr 1868 gegründete Betrieb nutzt ein modernes Design, das Vertrauen erweckt, doch die fehlenden rechtlichen Signale sind alarmierend. Die Plattform verlangt mindestens 500 € als Mindestdeponie und verspricht bis zu 2 % tägliche Rendite: eine Rendite, die in der Finanzwelt als unrealistisch gilt und ein typisches Merkmal von Betrug ist. Es werden keine Zahlungswege aufgelistet, obwohl die Seite Bitcoin als mögliche Zahlungsmethode erwähnen könnte, aber keine konkreten Optionen geben. Testimonial-Namen oder Bewertungen fehlen komplett, ebenso wie ein Trustpilot-Link. Die Kombination aus fehlender Registernummer, fehlender Aufsichtsbehörde und unrealistischer Rendite ist ein klares Indiz für eine ungesetzliche Anlageplattform.
Die Phasen des Noval Quartz Capital-Scams
Wie der Kontakt typischerweise entsteht
Die Erstkontakt-Wege sind sehr unterschiedlich. Anleger werden über Suchmaschinen, Social-Media-Werbung, persönliche Empfehlungen oder sogar über Cold-Calls angesprochen. In jedem Fall wird ein professionelles Auftreten simuliert: ein ansprechendes Logo, moderne Webauftritt und ein vermeintlich erfahrenes Managementteam. Sobald ein Interessent auf die Plattform kommt, wird sofort ein persönlicher Kontakt hergestellt, sei es per E-Mail oder Telefon, um Vertrauen aufzubauen.
Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum
Nach dem ersten Kontakt fordert die Plattform typischerweise eine kleine Einzahlung zwischen 200 € und 500 €. Sobald die Zahlung erfolgt, bekommt der Anleger Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Auf dem Dashboard werden sofort hohe Gewinne angezeigt, die angeblich durch die tägliche Rendite von 2 % erzielt wurden. Diese Zahlen sind jedoch generiert und haben keine Basis in realen Marktdaten.
Der persönliche „Berater“
Der Anleger erhält einen persönlichen „Berater“, der per E-Mail, Telefon oder Messaging-Apps kommuniziert. Der Berater präsentiert weitere angebliche Gewinne und drängt auf höhere Einzahlungen, um die Rendite zu sichern. Diese persönliche Bindung reduziert die Hemmschwelle, weiteres Geld zu transferieren und schafft eine emotionale Abhängigkeit.
Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung
Bei dem Versuch, Geld abzuheben, wird plötzlich eine Gebühr verlangt: sei es eine Transaktionsgebühr, eine Versicherungsgebühr oder ein angeblicher Geldwäsche-Sicherheitsabzug. Selbst nach Zahlung dieser Gebühr tauchen weitere Forderungen auf. Kein seriöser Anbieter verlangt solche Gebühren, wenn die Auszahlung erfolgt. Diese Praxis ist ein klassisches Kennzeichen von Betrug.
Der Recovery-Scam im Nachhinein
Nach dem Abhebungsversuch melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain.com aus. In Wahrheit sind es dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten einziehen wollen. Die Handelsplattform wird von den Tätern selbst betrieben, die Gewinne sind Fake, das Geld wurde nie investiert sondern direkt abgezogen.
Angegebene Adresse von Noval Quartz Capital
Die Plattform gibt die Adresse 100 Cheapside London, EC2V 6DT United Kingdom an. In den öffentlichen Handelsregistern ist Noval Quartz Capital jedoch unter dieser Adresse nicht auffindbar, was Zweifel an der Existenz des Unternehmens aufkommen lässt.
Am angeblichen Standort im Vereinigten Königreich steht in Wirklichkeit ein gastronomischer Betrieb ("Café Nespresso"). Für die Tätigkeit als Online-Broker ist diese Lokation offensichtlich ungeeignet.
Die forensische Auswertung legt zwei Widersprüche offen. Der Server steht in Deutschland, die behauptete Firmenadresse aber im Vereinigten Königreich. Der Hosting-Anbieter ist in Zypern registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen im Vereinigten Königreich. Eine derart aufgespaltene Topologie ist nahezu nie zufällig, sie ist Teil eines Verschleierungsmusters, das in der Branche der unregulierten Online-Broker Standard ist.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- Deutschland
- Hosting-Land
- Zypern
Das Netzwerk hinter Noval Quartz Capital
Noval Quartz Capital ist Teil eines Netzwerks von 60 Plattformen, die häufig dieselbe Infrastruktur nutzen. Das bedeutet, dass die gleichen Hintermänner hinter mehreren betrügerischen Angeboten stehen und sich nach einem Auffliegen von einer Plattform umbenennen.

Accessfastcoin
accessfastcoin.com

Advanceminepro
advanceminepro.com

Astro Tradecapital
astro-tradecapital.com

Bitinvestments
bitinvestments.org

Bluewaveholding
bluewaveholding.ltd

Bullish Rise
bullish-rise.com
und 54 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei novaquartzcapital.pro gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.