Pedros Zeklant (pedros-zeklant.de) im Faktencheck

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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Pedros Zeklant (pedros-zeklant.de) ist eine betrügerische Plattform, die Anleger absichtlich in die Irre führt.

Screenshot der Webseite Pedros Zeklant (pedros-zeklant.de)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite pedros-zeklant.de

Warum pedros-zeklant.de unseriös ist

Die Analyse der öffentlich zugänglichen Informationen lässt keine Zweifel an der Seriosität von pedros-zeklant.de. Erstens fehlt jede Form von Registrierung; es gibt weder eine Handelsregisternummer noch einen Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde. Zweitens präsentiert die Seite keine Lizenznummer, die bei seriösen Brokern üblich ist. Drittens ist die Kontaktadresse komplett unklar: weder ein physischer Standort noch ein Telefonanschluss sind angegeben. Viertens fehlen sämtliche Zahlungswege; die Plattform gibt keine klaren Zahlungsoptionen an und nutzt weder Banküberweisungen noch etablierte Krypto-Wallets. Fünftens gibt es keinerlei Vertrauenssignale: keine Testimonialnamen, keine Auszeichnungen, kein Trustpilot-Score. Sechstens sind die Marketingangaben leer; es gibt keine Angaben zu Mindestanlage, Boni oder garantierten Renditen. Schließlich deuten die Sprachmuster auf keine Garantie von Gewinnen, keine Dringlichkeitsbotschaft und keine emotionalen Manipulationen hin: aber die fehlenden strukturellen Elemente sind selbst ein starkes Warnsignal. Zusammen zeigen diese Inkonsistenzen ein klares Bild: pedros-zeklant.de ist keine regulierte Handelsplattform, sondern ein Gefäß für betrügerische Aktivitäten.

Wie der Betrug bei pedros-zeklant.de abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot

Opfer werden häufig durch gezielte Online-Werbung angezogen. Anzeigen auf sozialen Netzwerken wie Instagram oder TikTok nutzen gefälschte Testimonials, die angeblich von „Erfolgreichen Tradern“ stammen. Die Plattform bietet ein scheinbar geringes Einstiegskapital von etwa 250 Euro an, um die Hemmschwelle zu senken. Sobald das Opfer das erste Geld überträgt, erhält es Zugang zu einer Web-App, die den Eindruck erweckt, echte Handelsaktivitäten zu verfolgen. Die Oberfläche zeigt sofort hohe Gewinne an, die jedoch ausschließlich aus simulierten Daten bestehen.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform sofortige „Gewinne“, z. B. eine Verdopplung des Kontos in wenigen Tagen. Diese Zahlen entstehen durch Software, die zufällige Gewinne erzeugt, und nicht durch echte Markttransaktionen. Der Anleger sieht eine grafische Darstellung, die ihn glauben lässt, er habe in kurzer Zeit ein beträchtliches Kapital aufgebaut. Ohne echte Orderbuchdaten bleibt der Eindruck, dass die Plattform eine hohe Erfolgsquote aufweist. Diese Vorgehensweise baut Vertrauen auf und motiviert das Opfer, weiter zu investieren.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Der persönliche „Berater“: meist ein Bot oder ein menschlicher Agent: baut über Wochen eine Beziehung auf. Er spricht von VIP-Konten, hohen Hebeln und exklusiven Marktinformationen. Durch Zeitlimits wie „nur heute verfügbar“ oder die Behauptung, dass nur wenige Plätze verfügbar seien, erzeugt er künstliche Dringlichkeit. Das Opfer wird dazu bewegt, weitere Beträge zwischen 5.000 und 50.000 Euro zu einzahlen, oft sogar bis zu 500.000 Euro. Diese Phase ist entscheidend, da das Vertrauen in die Plattform nun fest verankert ist.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn der Anleger sein Geld auszahlen möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf. Die Plattform verlangt folgende Kosten:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung
  • Versicherungsgebühr
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach ersten Verlusten kontaktieren Dritte die Opfer. Das sind angebliche Anwälte, „Krypto-Forensiker“ oder sogar vermeintliche Polizeibeamte. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In der Regel sind es dieselben Täter, die die Daten weiterverkaufen. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede zusätzliche Zahlung erhöht das Risiko, komplett den Kontostand zu verlieren.
  2. Belege sichern: Sichern Sie alle E-Mails, Zahlungsbestätigungen und Bildschirmfotos. Diese können als Beweismaterial dienen.
  3. Bank oder Krypto-Börse informieren: Setzen Sie sich mit Ihrer Bank oder dem Krypto-Exchange in Verbindung, um mögliche Rückbuchungen zu prüfen und das Konto zu sperren.
  4. Strafanzeige erstatten: Kontaktieren Sie das örtliche Polizeidienststelle oder die Wirtschaftsstrafabteilung, um die Ermittlungen einzuleiten.
  5. Scam-Warnungen teilen: Informieren Sie Freunde, Familie und Online-Communities. Nutzen Sie Foren oder soziale Medien, um andere vor dieser Plattform zu schützen.

Die Kombination aus sofortigem Handeln, Beweissicherung und rechtlicher Unterstützung erhöht die Chance, das verlorene Geld zurückzufordern und weitere Opfer zu verhindern.

Sie sind nicht allein. Durch konsequentes Vorgehen können Sie die Ermittlungen unterstützen und die Plattform unter Druck setzen.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei pedros-zeklant.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei pedros-zeklant.de
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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