Profitbase Limited (profitbaselimited.net): Was steckt dahinter?

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Profitbase Limited (profitbaselimited.net) ist ein betrügerisches Anlageplattform, das Anleger mit verführerischen Renditeversprechen in die Falle lockt. Wer hier sein Geld anlegt, gerät in eine Masche, die von Anfang an auf Täuschung ausgelegt ist.

Screenshot der Webseite Profitbaselimited (profitbaselimited.net)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite profitbaselimited.net

Fakten zu Profitbase Limited

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu Profitbase Limited:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Server-Standort
DE (CONTABO, DE)
IP-Adresse
38.242.232.204
SSL-Zertifikat
R3
Netzwerk
22 verbundene Seiten

Mein Hintergrund als Finanzermittler

Ich war fünf Jahre lang bei der Polizei tätig, zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit. In dieser Rolle habe ich über 500 Anlagebetrugsfälle verfolgt, insbesondere solche, die die Blockchain als Tarnung nutzen. Dabei habe ich immer wieder beobachtet, wie sich scheinbar legitime Plattformen hinter komplexen technischen Fassaden verstecken und Anleger mit unrealistischen Versprechen in die Irre führen. Mein Wissen aus diesen Fällen bildet die Grundlage dieses Artikels: ich möchte, dass Sie verstehen, wie solche Betrugsplattformen aufgebaut sind und wie Sie sich davor schützen können.

Datengetriebene Analyse zu Profitbase Limited

Profitbase Limited präsentiert sich als „investment_platform“ und listet mehrere Dienstleistungen auf, darunter Diamant-Investment, Bitcoin-Investment und Kryptowährungshandel. Auf der Webseite wird ein 15 %iges Gewinnversprechen nach 24 Stunden angeboten, begleitet von einem 5 % Referral-Bonus. Diese Versprechen sind ohne jegliche Quelle und ohne Nachweis realer Handelsaktivitäten. Die einzige Zahlungsmethode, die akzeptiert wird, ist Bitcoin: ein übliches Merkmal bei betrügerischen Anlagestrategien, weil die Rückverfolgbarkeit eingeschränkt ist. Außerdem fehlt jegliche Angabe zu einer Aufsichtsbehörde oder einer Lizenznummer, obwohl die Seite vorgibt, ein reguliertes Unternehmen zu sein. Die Angabe einer registrierten Firmennummer (13498692) steht im Widerspruch zu dem fehlenden Aufsichtsbeleg. Der Mangel an Transparenz, die unrealistischen Renditen und die Nutzung von Kryptowährungen als einziger Zahlungsweg sind klare Indikatoren für einen betrügerischen Betrieb.

Anatomie des Betrugs bei Profitbase Limited

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Erstkontakt-Wege sind sehr unterschiedlich: Werbeanzeigen, Suchmaschinen-Treffer, persönliche Empfehlungen und Cold-Calls. Das Vorgehen der Täter bleibt jedoch immer gleich: Sie präsentieren die Plattform als professionell und vertrauenswürdig, um sofortiges Vertrauen zu erwecken. Sobald das Interesse geweckt ist, werden potenzielle Anleger mit ansprechenden Grafiken und schnellen Gewinnversprechen konfrontiert.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

Nach der Kontaktaufnahme fordern die Betreiber oft eine kleine Investition von etwa 250 €. Sobald diese Summe eingezahlt ist, erhalten die Anleger Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform, auf der sofort hohe Gewinne angezeigt werden. Diese Gewinne sind jedoch gefälscht: die Software generiert die Zahlen und verschleiert, dass das eingezahlte Geld nie in einen realen Markt investiert wurde.

Der persönliche „Berater"

Im Anschluss wird jedem Investor ein persönlicher „Berater“ zugewiesen, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp kommuniziert. Der Berater gibt das Gefühl, individuell betreut zu werden, und drängt die Anleger, weitere Einzahlungen vorzunehmen, um die vermeintlich stabilen Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung verringert die Hemmschwelle und schafft eine Abhängigkeit.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst wenn die Anleger versuchen, ihr Geld abzuheben, stellen die Betreiber fest, dass Gebühren anfallen. Diese werden als Transaktionsgebühren, Versicherungsgebühren oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht ausgegeben. Nach der Zahlung entstehen sofort weitere Forderungen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen. Gleichzeitig werden gefälschte Garantien, Zertifikate und sogar Personalausweise des „Beraters“ vorgelegt, die in Wahrheit Ausweise anderer Geschädigter sind.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nach dem Auszahlungsversuch melden sich Dritte, die sich als BaFin, FCA, Polizei oder Blockchain.com ausgeben. Sie behaupten, das Geld könne zurückgeholt werden, doch in Wirklichkeit sind es dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten fordern. Die gesamte Plattform wird von den Tätern selbst betrieben: die angeblichen Gewinne sind reine Fiktion, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Profitbaselimited Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Profitbaselimited

Das Netzwerk hinter Profitbase Limited

Profitbase Limited ist Teil eines Netzwerks von 22 weiteren Plattformen, die ähnliche Geschäftsmodelle und Verbindungen teilen. Die Wiederholung derselben technischen Infrastruktur deutet auf ein gemeinsames betrügerisches Netzwerk hin. Betreiber, die ihre Plattformen rebranden, nutzen dieselben Server und Software, um neue Kunden zu gewinnen, während alte Plattformen offline gehen.

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