Warnung vor PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE (prometheus-alliance.de): Erfahrungen und Warnungen
Sie haben vielleicht schon ein wenig Zeit investiert, um von den vermeintlichen Chancen von PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE zu profitieren. Leider handelt es sich um einen Betrug, bei dem Sie Ihr Geld verlieren können. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 12. März 2026 ausdrücklich vor Prometheus Alliance unter dem Titel „Prometheus Investment Alliance: BaFin warnt vor Angeboten in WhatsApp-Gruppen“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Prometheus Alliance steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Die Eckdaten zu PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE
Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE:
- Warnstufe
- Hoch
- Regulierung
- BaFin-Warnung
- Offizielle Quelle
- BaFin (offiziell)
- Domain-Alter
- 145 Tage
- IP-Adresse
- 188.114.96.3
- SSL-Zertifikat
- WE1
Die behauptete Geschäftsadresse
Die Adresse lautet Silver Tower, Jürgen-Ponto-Platz 1, 60329 Frankfurt am Main, Deutschland. Auf der offiziellen Handelsregisterliste ist das Unternehmen unter dieser Anschrift jedoch nicht verzeichnet, was Zweifel an der tatsächlichen Existenz des Unternehmens aufkommen lässt.
Unter der angegebenen Anschrift in Deutschland liegt zwar ein Gewerbe-/Bürogebäude ("Silberturm"), doch eine konkrete Geschäftspräsenz dieses Anbieters lässt sich nicht nachweisen.
Die infrastrukturelle Spurensuche fördert einen Widerspruch zutage. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in Deutschland. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- Deutschland
- Server-Standort
- unbekannt
- Telefon-Vorwahl
- Deutschland
Aus der Sicht des Ermittlers
Ich, Anton Haverkamp, habe fünf Jahre bei der Polizei gearbeitet und zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit die Verfolgung von Anlagebetrugstaten geleitet. In meiner Tätigkeit habe ich über 500 Fälle analysiert, bei denen Täter Gelder über die Blockchain verschleierten. Diese Erfahrung verleiht mir einen klaren Blick auf Muster und Anzeichen von Betrug. Wenn Sie sich unsicher fühlen, lassen Sie uns gemeinsam die Fakten prüfen und verstehen, wie Sie sich schützen können.
PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE: Belege und Unstimmigkeiten
PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE, gegründet im Jahr 2020, präsentiert sich als moderne Investmentplattform, die angeblich „Intelligentes Trading“, Forschung, Mentorenbegleitung, Community-Lotterie und Bildungsfonds anbietet. Auf ihrer Website finden Sie jedoch zahlreiche Lücken, die auf eine fehlende regulatorische Legitimation hindeuten.
Erstens fehlt eine Handelsregisternummer und es wird keine Aufsichtsbehörde angegeben. Ohne einen solchen Nachweis lässt sich nicht nachvollziehen, ob die Plattform überhaupt legal betrieben wird. Zweitens wird keine Zahlungsmethode aufgeführt: weder Banküberweisung, Kreditkarte noch Kryptowährungen sind sichtbar. Drittens gibt es keine Hinweise auf garantierte Renditen, keine Urkunden oder Zertifikate, und keine Kundenbewertungen, die das Vertrauen stärken könnten. Schließlich behauptet die Plattform, 23 000 Kunden betreut zu haben, doch diese Zahl ist nicht durch unabhängige Daten belegt, und es gibt keine öffentlichen Aufzeichnungen über eine derartige Kundenzahl.
Die Kombination aus fehlender Transparenz, fehlenden regulatorischen Angaben und unbestätigten Leistungsversprechen macht PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE zu einer sehr fragwürdigen Anlageplattform. Wenn Sie schon von der Plattform gehört haben, sollten Sie diese Hinweise ernst nehmen und vorsichtig sein.
Der Ablauf des Anlagebetrugs bei PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE
Wie der Kontakt typischerweise entsteht
Die Wege, über die potenzielle Anleger auf PROMETHEUS INVESTMENT ALLIANCE stoßen, sind sehr unterschiedlich: über Online-Werbung, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen oder gar kühle Telefonanrufe. Unabhängig von der Herkunft des Kontakts ist das Vorgehen der Betreiber gleich. Sie präsentieren sich professionell, mit mehrsprachigen Seiten in Deutsch, Englisch und Chinesisch, und nutzen ein scheinbar umfangreiches Serviceangebot, um Vertrauen zu schaffen.
Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum
Nach dem ersten Kontakt wird in der Regel eine kleine Einzahlung von etwa 250 Euro gefordert. Sobald das Geld übermittelt wurde, erhalten die Betroffenen Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden innerhalb weniger Minuten scheinbar hohe Gewinne angezeigt. Diese Zahlen sind jedoch nicht real: die Software erzeugt sie künstlich, um die Anleger zu täuschen und zu motivieren, mehr Geld einzuzahlen.
Der persönliche „Berater“
Der Betreiber stellt jedem Kunden einen persönlichen „Berater“ zu, der über E-Mail, Telefon oder WhatsApp kommuniziert. Der Berater verspricht weitere Gewinne, drängt aber gleichzeitig zu höheren Einzahlungen, um die angeblichen Renditen aufrechtzuerhalten. Diese persönliche Bindung dient dazu, die Hemmschwelle für weitere Geldtransfers zu senken und die Opfer emotional zu binden.
Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung
Wenn die Anleger schließlich versuchen, ihr Geld auszuzahlen, werden ihnen plötzlich Gebühren in Rechnung gestellt: sei es als Transaktionsgebühr, als Versicherungsgebühr oder als „Geldwäsche-Gebühr“. Nach der Zahlung dieser Gebühren tauchen immer wieder neue Forderungen auf. Kein seriöser Anbieter würde solche Gebühren erheben. Gleichzeitig werden gefälschte Garantien, Zertifikate und sogar Personalausweise des „Beraters“ präsentiert, die in Wirklichkeit Ausweise anderer Opfer sind.
Der Recovery-Scam im Nachhinein
Im Anschluss an das Auszahlungsversagen melden sich Dritte, die sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain-Experten ausgeben. Sie behaupten, das Geld zurückholen zu können, wenn die Betroffenen weitere Gebühren zahlen. In Wahrheit handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten erhalten wollen. Die Plattform wird von Anfang bis Ende von ihnen betrieben, die angezeigten Gewinne sind reine Fiktion, und das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern sofort abgezogen.
Erste Schritte für Geschädigte
Wenn Sie bei Prometheus Alliance Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:
- Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
- Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
- Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
- Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.
Geldverfolgung und Sperrung
Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.
