Warnung vor Pablo Test (prompttest1.best): Ihre Erfahrungen mit der Auszahlungsblockade

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·5 Min. Lesezeit·
Teilen:

Sie haben sich für Pablo Test (prompttest1.best) entschieden und sind nun unsicher, ob die Plattform wirklich seriös ist. Wir zeigen Ihnen, warum die Angaben auf der Seite nicht vertrauenswürdig sind und wie Sie sich schützen können.

Screenshot der Webseite Prompttest1 (prompttest1.best)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite prompttest1.best

Warum prompttest1.best unseriös ist

Die erste und wichtigste Anhaltspunkte, die auf die unseriöse Natur von prompttest1.best hinweisen, sind die fehlenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Auf der Website findet sich weder ein Handelsregisternummer noch ein Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde. Auch die Angabe einer Lizenznummer fehlt komplett. In der Finanzwelt ist die Nennung einer gültigen Lizenz ein absolutes Muss, denn sie bestätigt, dass der Betreiber die gesetzlichen Vorgaben einhält.

Darüber hinaus ist die Kontaktinformation unvollständig: Die Seite bietet lediglich eine generische Telefonnummer „+44“, ohne weitere Details wie eine lokale Festnetznummer oder eine E-Mail-Adresse. Eine seriöse Plattform stellt immer mehrere Kontaktwege bereit, um Vertrauen zu schaffen. Die fehlende Adresse bedeutet, dass es keinen physischen Standort gibt, an dem man die Firma aufsuchen könnte.

Auch die angebotenen Dienstleistungen sind vage formuliert. Es heißt lediglich „Krypto-Trading“ und „AI-gestütztes Trading“, ohne konkrete Erläuterungen, wie die Trades ausgeführt werden. Eine legitime Broker-Anlage muss deutlich machen, wo und wie die Trades abgewickelt werden: z. B. über einen regulierten Börsenplatz.

Schließlich fehlen jegliche Vertrauenssignale: keine Kundenbewertungen, keine Zertifizierungen, keine Angaben zu Jahren der Erfahrung und keine erkennbaren Erfolgsquoten. In Kombination mit einer fehlenden Transparenz und einem Mangel an regulatorischer Nachweis ergibt sich ein klares Bild: prompttest1.best erfüllt die Grundvoraussetzungen für eine seriöse Anlageplattform nicht.

Wie der Betrug bei prompttest1.best abläuft

Erster Kontakt und das verlockende Lockangebot

Viele Opfer werden zunächst durch gezielte Online-Werbung auf die Plattform aufmerksam. Auf Social-Media-Kanälen wie Instagram, Facebook oder TikTok tauchen häufig kurze Videos auf, in denen angebliche „Erfolgsgeschichten“ präsentiert werden. Diese Inhalte werden von sogenannten „Trading-Gurus“ oder scheinbar zufälligen Influencern geteilt, die scheinbar nur einen kleinen Einblick in die vermeintlichen Gewinne geben.

Ein weiteres Mittel ist der Einsatz von sogenannten „Cold-Calls“. In diesen Telefonaten werden Sie als potenzieller Investor angesprochen und mit einer niedrigen Einstiegsinvestition von etwa 250 € überzeugt. Das Ziel dieser ersten Einzahlung ist, dass Sie sich bereits ein wenig engagiert fühlen und die Angst vor finanziellen Verlusten minimiert wird. Der Betrugsversuch nutzt psychologische Prinzipien aus, die Vertrauen aufbauen, bevor weitere Schritte unternommen werden.

Die falschen Gewinne, die Sie sehen

Sobald Sie die erste Einzahlung getätigt haben, präsentiert Ihnen die Plattform einen Bildschirm mit scheinbar hohen Gewinnen. Oft wird gezeigt, wie aus 250 € in nur wenigen Wochen 800 € werden. Diese Zahlen stammen jedoch aus einer simulierten Datenbank, die keinerlei echte Handelsaktivität widerspiegelt. In Wirklichkeit gibt es keine echten Aufträge, die an einer regulierten Börse ausgeführt werden. Stattdessen werden die Zahlen manipuliert, um Ihnen den Eindruck zu geben, dass Ihr Geld tatsächlich wächst.

Ein solches Vorgehen dient dem Aufbau von Vertrauen. Je höher die angezeigten Gewinne, desto wahrscheinlicher sind Sie, weitere Einzahlungen vorzunehmen, weil Sie glauben, dass die Plattform profitabel ist.

Mehr Geld, mehr Versprechen

Nach dem ersten positiven „Gewinn“ beginnt die Plattform, Sie dazu zu bewegen, mehr Geld zu investieren. Durch den Einsatz von „Account-Managern“: meist Chat-Bots oder automatisierte Systeme: werden Ihnen zusätzliche Vorteile versprochen. Dazu gehören angebliche Hebel von 1 : 500, garantierte Profite, exklusive Zugänge zu IPOs und „Insider-Tipps“. Oft wird die Dringlichkeit durch Zeit-Limit-Ankündigungen erzeugt, die besagen, dass die Angebote nur für kurze Zeit verfügbar sind.

Durch diese Kombination aus psychologischer Manipulation und scheinbaren Vorteilen wird der Eindruck geschaffen, dass Ihr Geld nicht nur sicher, sondern auch sehr rentabel ist. In Wahrheit nutzen Sie Ihre Einzahlungen, um die Betrüger zu finanzieren, die die Plattform betreiben.

Die versteckten Gebühren, die Sie zum Stillstand bringen

Wenn Sie schließlich versuchen, Ihre Gewinne auszuzahlen, werden Sie mit einer Reihe von Gebühren konfrontiert, die zuvor nicht angekündigt wurden. Zu den typischen Forderungen zählen:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde niemals Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlungen vor der Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.

Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu dem bereits verlorenen Geld noch weitere Beträge, ohne dass eine Auszahlung erfolgt. Dies ist die letzte Melkphase des Scams, in der das Vertrauen der Opfer ausgenutzt wird, um noch mehr Geld zu erlangen, bevor der Betrüger endgültig verschwindet.

Die angebliche Rettungsmission

Nach den ersten Verlusten und der Ablehnung von Auszahlungen tauchen häufig „Rettungsdienste“ auf. Diese präsentieren sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder Krypto-Forensiker mit einer eigenen Wallet-Wiederherstellungssoftware. Sie versprechen, Ihr Geld zurückzubekommen, aber dafür verlangen sie Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“, „Server-Zugriffe“ und weitere „notwendige“ Dienstleistungen.

In Wahrheit handeln diese Personen genau die gleichen Täter, die die Plattform betrieben haben. Sie verkaufen Ihre Daten an Dritte, nutzen Ihr Vertrauen aus und fordern weitere Zahlungen. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram an, und seriöse Forensiker arbeiten immer mit offiziellen Aufträgen und klaren Kostenstrukturen.

Das Netzwerk hinter prompttest1.best

prompttest1.best ist Teil eines Netzwerks von 62 ähnlichen Seiten, die häufig dieselbe technische Infrastruktur nutzen und häufig von denselben Personen betrieben werden. Solche Netzwerke entstehen, wenn Betrüger ihre Plattformen regelmäßig umbenennen und neu branden, um regulatorische Maßnahmen zu umgehen. Durch die Verknüpfung mit vielen Seiten können sie ihr Risiko streuen und die Spuren ihrer Aktivitäten verwischen.

Wenn Sie also von einer Seite auf eine andere wechseln, bleibt die Gefahr bestehen, weil die Betreiber die gleiche Plattform betreiben. Es lohnt sich daher, nicht nur die aktuelle Seite zu überprüfen, sondern auch die zugehörigen Marken und deren Betreiber zu recherchieren.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede zusätzliche Zahlung erhöht die Chance, dass Sie noch mehr Geld verlieren.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Chat-Logs, Transaktionsbelege und Screenshots. Diese können später als Beweismaterial dienen.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Informieren Sie sie über die verdächtigen Transaktionen. Sie können Ihnen helfen, weitere Zahlungen zu blockieren und Ihre Konten zu sichern.
  4. Erstatten Sie Strafanzeige: Gehen Sie bei der örtlichen Polizeidienststelle vor oder nutzen Sie das Online-Formular der Polizei, um die Betrugsfälle anzuzeigen. Je früher Sie melden, desto besser stehen die Chancen, dass die Täter verfolgt werden.
  5. Ignorieren Sie alle angeblichen „Rettungsdienste“: Versuchen Sie nicht, mit angeblichen Anwälten, Behörden oder Forensikern in Kontakt zu treten. Diese Angebote sind reine Folgeschleiche des Betrugs.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Kontakt legitim ist, prüfen Sie immer, ob die Person oder das Unternehmen eine offizielle E-Mail-Adresse und einen nachvollziehbaren Telefon-Support hat.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen helfen, sich vor weiteren Verlusten zu schützen. Zögern Sie nicht, sofort zu handeln und die oben genannten Schritte umzusetzen.

Das Netzwerk hinter Pablo Test

Die Plattform ist Teil eines Netzwerks von 62 ähnlichen Seiten, die oft dieselbe technische Basis und dieselben Betreiber nutzen.

und 56 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei prompttest1.best gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei prompttest1.best
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

Kontakt

Anfrage stellen

Schildern Sie kurz, was passiert ist. Sie bekommen eine Rückmeldung mit erster Einschätzung und Empfehlung, wie es weitergeht.

Vertraulich · Berufliche Verschwiegenheit · Unverbindlich

Kurz schildern

Ein paar Angaben genügen. Danach melden wir uns mit einer ersten Einschätzung.

Vertraulich · Unverbindlich

Bei Prompttest1 Geld verloren?

Kostenlose Fall-Prüfung in 24h

Prüfen