Warnung vor Denis Test (prompttest2.best): Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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Denis Test (prompttest2.best) präsentiert sich als Krypto-Börse, doch die gesammelten Indizien deuten eindeutig auf betrügerische Absichten hin. Die Plattform nutzt fehlerhafte Angaben, fehlt jegliche regulatorische Zulassung und bietet keine nachvollziehbaren Handelsmechanismen.

Screenshot der Webseite Prompttest2 (prompttest2.best)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite prompttest2.best

Warum prompttest2.best unseriös ist

Die Plattform Denis Test (prompttest2.best) weist mehrere gravierende Inkonsistenzen auf, die sofort als Warnsignale gelten. Erstens fehlt die Angabe einer Handelsregisternummer sowie einer Aufsichtsbehörde, was in Deutschland bei jedem seriösen Broker zwingend erforderlich ist. Ohne diese Angaben kann die Betreiberfirma nicht in den Handelsregister eingetragen sein, was den rechtlichen Status unklar macht. Zweitens wird keine Lizenznummer angegeben; Lizenzierung ist ein zentrales Merkmal jeder regulierten Krypto-Börse, da sie die Einhaltung von Anti-Geldwäsche-Vorschriften und Kundenschutz garantiert. Drittens gibt es keinerlei Angaben zu einem Mindestdepot oder zu angebotenen Boni, obwohl die Plattform „Krypto-Investment“ und „Trading“ verspricht. Diese fehlenden Details lassen darauf schließen, dass die Plattform keine echte Handelsinfrastruktur betreibt, sondern lediglich ein Front für die Abwicklung von Kunden­geldern ohne echte Marktaktivität ist.

Weiterhin bietet Denis Test keinerlei Kontakt-Email oder eine nachvollziehbare Telefon­nummer an; stattdessen wird lediglich ein generisches +44 angezeigt, ohne weitere Erläuterung. Die Website ist zweisprachig, nutzt aber keine klaren Impressum-Angaben, was ein weiteres Zeichen dafür ist, dass die Betreiber ihre Identität verschleiern. Schließlich fehlt jegliche Transparenz bezüglich der Zahlungs­methoden: keine Angabe von Bank-Transfers, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder Kryptowährungen. Ohne diese Angaben lässt sich nicht nachvollziehen, wo das Geld landet und wie es verwaltet wird.

Wie der Betrug bei prompttest2.best abläuft

1. Erster Kontakt und Lockangebot

Denis Test greift häufig über Social-Media-Kanäle, insbesondere über Instagram- und Facebook-Ads, die vermeintliche „Profit-Stories“ von angeblichen Investoren zeigen. Diese Anzeigen nutzen oft gefälschte Testimonials, die in den Kommentaren „Ich habe 200 % Rendite in einem Monat erzielt“ oder „Meine Krypto-Investitionen sind jetzt sicher“ behaupten. Sobald ein potenzieller Kunde auf einen Link klickt, gelangt er zu einer ansprechenden Landing-Page, die die Plattform als „zukunftsweisende Krypto-Exchange“ präsentiert. Der erste Schritt besteht darin, dem Interessenten eine niedrige Mindesteinzahlung von rund 250 €, zu empfehlen. Durch die geringe Summe wird die psychologische Hemmschwelle gesenkt, während gleichzeitig die Illusion entsteht, dass die Plattform für jedermann zugänglich ist.

2. Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung öffnet sich dem Nutzer eine Web-App, in der die Kontobewegungen simuliert werden. Es erscheinen sofort hohe Gewinne, die in wenigen Tagen von 250 € auf 800 € ansteigen. Diese Zahlen entstehen ausschließlich durch die interne Software, die die Kontobewegungen manipuliert und keine echten Order-Ausführungen an einer Börse beinhaltet. Es gibt keine Transaktions-Logs, keine Verbindung zu einer regulierten Börse und keine Möglichkeit, die Gewinne zu verifizieren. Das Ziel dieser Phase ist es, Vertrauen aufzubauen und den Eindruck zu erwecken, dass die Plattform tatsächlich Profite erwirtschaftet.

3. Drängen zu weiteren Einzahlungen

Sobald die ersten Gewinne sichtbar sind, wird der Nutzer von einem vermeintlichen „Account-Manager“ kontaktiert. Dieser baut eine persönliche Beziehung auf und betont, dass nur durch höhere Investitionen weiterhin hohe Renditen erzielt werden können. Es werden exklusive VIP-Konten, Hebel-Boni von 1:500 und garantierte Profite versprochen. Typische Drucktechniken umfassen Zeit-Limits („Nur heute noch: sonst verpasst du die Chance“) und künstliche Verknappung („Nur 5 Plätze für das neue Trading-Programm“). Der Nutzer wird dazu ermutigt, zwischen 5 000 und 50 000 € zu einzahlen, wobei manche Opfer sogar über 500 000 € hinterlegen. Diese Phase nutzt soziale Beweise und die Angst, etwas zu verpassen, um weitere Gelder zu erlangen.

4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn der Nutzer nun seine Gewinne oder das ursprünglich investierte Geld auszahlen lassen möchte, erscheint plötzlich eine Reihe von Gebühren. Folgende typische Fake-Gebühren werden aufgelistet:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

5. Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte mit „Vergleichsverfahren“, Behörden-Mitarbeiter, „Krypto-Forensiker“ mit eigener Wallet-Wiederherstellungs-Software und ausländische Polizeibehörden. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechungen stehen in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram an. Ignorieren Sie daher jede solche Kontaktaufnahme.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einlage erhöht das Risiko, mehr Geld zu verlieren.
  2. Belege und Transaktions-Screenshots sichern. Diese dienen als Evidenz bei späteren Ermittlungen.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihr Wallet-Provider, um die Kontobewegungen zu überprüfen und ggf. Rückbuchungen zu veranlassen.
  4. Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizei und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Ein Strafanzeige kann die Ermittlungen unterstützen.
  5. Ignorieren Sie alle „Recovery-Scam“-Angebote von angeblichen Anwälten oder Forensikern. Diese sind Teil der Betrugskette.

Wenn Sie bereits Opfer von Denis Test (prompttest2.best) geworden sind, handeln Sie jetzt: sichern Sie Ihre Beweise, melden Sie die Plattform und wenden Sie sich an Fachleute, um Ihr Geld zurückzufordern.

Das Netzwerk hinter Denis Test

Denis Test ist Teil eines Netzwerks von 62 Plattformen, die sich durch gemeinsame Domains, ähnliche Logos und identische technische Hintergründe auszeichnen. Solche Strukturen deuten auf ein koordiniertes Betrugsnetzwerk hin, in dem Betreiber ihre Identität häufig rebrandieren, um regulatorische Kontrollen zu umgehen.

und 56 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei prompttest2.best gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

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Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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