Silver TDBS Trading (silvertdbs.live)
Silver TDBS Trading (silvertdbs.live) ist keine legitime Investmentplattform: es handelt sich um ein klassisches Betrugsmodell, das gezielt Anleger mit unrealistischen Renditen lockt.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum silvertdbs.live unseriös ist
Silver TDBS Trading präsentiert sich als „Krypto-Investment- und Mining-Plattform“ und behauptet, tägliche Renditen von 35 % zu bieten. Diese Versprechen sind sofort widersprüchlich: Der durchschnittliche Markt für Krypto-Investitionen bietet keine Rendite, die konstant über ein Drittel pro Tag erzielt. Weiterhin fehlen alle üblichen Transparenzmerkmale einer regulierten Plattform. Es gibt weder eine Registrierungs- noch Lizenznummer, weder Angaben zu einer Aufsichtsbehörde, noch eine nachvollziehbare Unternehmensstruktur. Die einzige Kontaktmöglichkeit ist eine E-Mail-Adresse (support@silvertdbs.live); kein Telefon, kein offizieller Kundensupport. Die gefälschten Testimonials von „John Wilson“, „Katrina Moreno“ und „Maria Holz“ sind ohne Verifizierbarkeit. Kombiniert man diese Punkte, ergibt sich ein klares Bild: Silver TDBS Trading ist ein reiner Trick, der auf Täuschung basiert.
Wo Silver TDBS Trading angeblich sitzt
Die Plattform gibt als Sitzadresse „London, United Kingdom“ an. In den öffentlichen Handelsregistern ist jedoch keine Firma unter diesem Namen in London registriert. Die fehlende Registrierung und die unklare Adresse werfen sofort Zweifel an der Legalität des Unternehmens auf.
Am angeblichen Standort im Vereinigten Königreich steht in Wirklichkeit eine Ortschaft (keine konkrete Hausnummer gefunden) ("London"). Für die Tätigkeit als Online-Broker ist diese Lokation offensichtlich ungeeignet.
Auffällig ist insbesondere ein deutlicher Bruch in der Infrastruktur. Der Server steht in BD, die behauptete Firmenadresse aber im Vereinigten Königreich. Diese Muster kennen Ermittler aus zahllosen Anlagebetrugs-Fällen: Eine vermeintlich seriöse Adresse dient als Fassade, die eigentliche Infrastruktur sitzt in jurisdiktionsschwachen Regionen.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- BD
- Hosting-Land
- BD
Wie der Betrug bei silvertdbs.live abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Silver TDBS Trading nutzt gezielte Social-Media-Anzeigen auf Plattformen wie Instagram und TikTok, die scheinbar erfolgreiche „Trading-Gurus“ präsentieren. Oft werden vermeintlich bekannte Persönlichkeiten wie „Frank Thelen“ oder „Dieter Bohlen“ als Referenzen genannt, obwohl keine Verbindungen nachweisbar sind. Interessenten erhalten eine E-Mail von „support@silvertdbs.live“, in der ein kostenloses Demo-Konto versprochen wird. Der erste Einzahlungssatz wird bewusst niedrig gehalten: meist rund 3.000 €: damit die Hemmschwelle möglichst klein bleibt und der Nutzer sich schon schnell „Erfolg“ zuschreiben kann.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung loggt sich der Kunde in ein Web-Dashboard ein, das scheinbar sofort hohe Gewinne anzeigt. Diese Zahlen sind jedoch reine Datenbank-Simulationen: Die Plattform führt keine echten Aufträge an einer Börse aus, sondern generiert in der Software fiktive Transaktionen. Die dargestellten Renditen von 35 % pro Tag erscheinen auf dem Bildschirm, während hinter den Kulissen nichts geschieht. Das Ziel ist klar: Vertrauen aufbauen, indem der Nutzer glaubt, er habe bereits Geld verdient.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald das Demo-Konto Gewinne zeigt, wird dem Kunden ein „VIP-Account“ angeboten. Dort sollen Hebelboni bis zu 1:500, garantierte Profite und exklusive „IPO-Zugänge“ versprochen werden. Die Kommunikation erfolgt häufig über persönliche Nachrichten eines angeblichen „Account-Managers“. Durch wiederholtes Betonen von Zeitlimits und künstlicher Verknappung („Nur heute noch verfügbar“) wird der Kunde psychologisch unter Druck gesetzt. In vielen Fällen verlangen die Betrüger weitere Einzahlungen in Höhe von 5.000 bis 50.000 €: und in seltenen Fällen sogar bis zu 500.000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger nun seine Gewinne auszahlen möchte, kommt die eigentliche Betrugsmethode zum Einsatz. Plötzlich wird ihm mitgeteilt, dass ein „Auszahlungsprozess“ zusätzliche Gebühren erfordert. Typische Fake-Gebühren, die häufig genannt werden, sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Das Geld bleibt auf dem Konto, während die Betrüger die angeblichen Gebühren erheben. Sobald der Kunde die Gebühren zahlt, verschwindet das Geld: die Auszahlung kommt nie zustande.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust melden sich häufig angebliche „Rechtsanwälte“, „Krypto-Forensiker“ oder „Behördenmitarbeiter“ per WhatsApp oder E-Mail. Sie versprechen, die verlorenen Beträge zurückzuholen, fordern jedoch Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ und „Server-Zugriffe“. Diese „Recovery-Scams“ dienen lediglich dazu, weitere Geldsummen von bereits betroffenen Anlegern zu erpressen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um denselben Täter, der die Opferdaten weiterverwendet, um neue Ziele zu finden.
Das Netzwerk hinter silvertdbs.live
Silver TDBS Trading ist Teil eines Netzwerks von 36 weiteren Plattformen, die dieselben betrügerischen Praktiken anwenden. Diese Verbindungen zeigen, dass die Hintermänner ihre Operationen regelmäßig umbenennen und unter neuen Marken erneut auftreten. Durch die geteilte Infrastruktur können sie die Kosten senken und die Erkennung durch Behörden erschweren. Anleger, die von einer der Marken betrogen wurden, sollten prüfen, ob sie Kontakte zu einer der 36 verbundenen Plattformen haben, denn die Betrüger nutzen häufig dieselben E-Mail-Adressen und Social-Media-Profile.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: sobald Sie erkennen, dass Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, sollten Sie jegliche weitere Transaktion sofort einstellen.
- Beweise sichern: speichern Sie sämtliche E-Mails, Chat-Logs, Screenshots der Plattform und Kopien von Kontoauszügen. Diese Dokumente sind wichtig für spätere Ermittlungen.
- Bank oder Krypto-Börse kontaktieren: informieren Sie Ihre Bank oder die Plattform, bei der Sie die Einzahlung getätigt haben, über den Betrug. Bitten Sie um eine sofortige Sperrung des Kontos und fordern Sie eine Rückbuchung der Einzahlungen.
- Strafanzeige erstatten: gehen Sie zum nächsten Polizeidienst oder melden Sie sich online bei der lokalen Strafverfolgungsbehörde, um eine Anzeige zu erstatten. Ihre Angaben und gesicherten Beweise sind entscheidend für die Aufklärung.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: geben Sie keine weiteren Gebühren oder Vorauszahlungen an Personen, die sich als Anwälte oder Behördenmitarbeiter ausgeben. Seriöse Fachleute melden sich niemals unaufgefordert über WhatsApp oder E-Mail.
Indem Sie diese Schritte befolgen, erhöhen Sie Ihre Chancen, zumindest einen Teil des verlorenen Geldes zurückzubekommen, und verhindern, dass weitere Anleger Opfer werden.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf meinen Ermittlungen und den vorliegenden Beweisen. Ich empfehle, alle Schritte sorgfältig umzusetzen und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Das Netzwerk hinter silvertdbs.live
Silver TDBS Trading ist Teil eines Netzwerks von 36 weiteren Plattformen. Diese Verbindungen deuten darauf hin, dass dieselben Hintermänner hinter mehreren Marken agieren, häufig nach einem Auflauf neu auftreten und sich unter anderen Namen weiterverstecken.

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und 30 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei silvertdbs.live gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.