Swiss Invest (swissinvest.co.investingftx.net): Warnung vor Betrug

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Swiss Invest (swissinvest.co.investingftx.net) ist ein klarer Betrugsfall. Anleger, die hier ihr Geld anlegen, verlieren es ohne Möglichkeit, es zurückzufordern. Stoppen Sie jetzt jeden Kontakt mit dieser Plattform.

Screenshot der Webseite Investingftx (swissinvest.co.investingftx.net)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite swissinvest.co.investingftx.net

Die Eckdaten zu Swiss Invest

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu Swiss Invest:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Server-Standort
US (SSASN2, US)
IP-Adresse
108.170.55.202
SSL-Zertifikat
R3
Netzwerk
35 verbundene Seiten

Angegebene Adresse von Swiss Invest

Die Plattform gibt die Adresse 2031 S. Caldwell St., Ste. 200. Charlotte, NC 28203 USA an. Im Handelsregister ist Swiss Invest unter dieser Adresse jedoch nicht gelistet. Das wirft sofort Zweifel auf, ob das Unternehmen dort tatsächlich tätig ist.

Unter der angegebenen Anschrift in den USA ist tatsächlich ein Geschäft (dry_cleaning) ("2001 Cleaners") verortet, kein für einen Broker geeignetes Büro oder Firmensitz.

Geografisch greifen die Datenpunkte ineinander, was für sich genommen nichts widerlegt, aber eben auch nichts beweist. Die Tätigkeit der Plattform am genannten Standort bleibt offen.

Ermittler-Erfahrung als Grundlage

Ich bin Anton Haverkamp, ehemaliger Polizist mit fünf Jahren Dienstzeit und zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit tätig. In meiner Laufbahn habe ich über 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt und dabei unzählige Methoden von Tätern analysiert. Ich kenne die Techniken, die Betrüger einsetzen, um Vertrauen zu gewinnen, und ich weiß genau, welche Anzeichen auf einen Betrug hinweisen. Diese Erfahrung ist die Basis meiner Untersuchungen zu Swiss Invest und der gesamten Plattform.

Daten-Analyse der Plattform Swiss Invest

Swiss Invest präsentiert sich als umfassende Investmentplattform, die Forex, Krypto, Immobilien, Rentenfonds und sogar Cannabis anbietet. Auf der Website wird kein Handelsregister oder keine Lizenznummer angegeben, obwohl die Plattform behauptet, von der FCA und CySEC reguliert zu sein. Diese Behauptung ist ohne Nachweis von einer gültigen Lizenznummer ein klares Warnsignal. Die Angabe einer Regulierung ohne nachweisbare Zulassung ist ein klassischer Betrugsmuster.

Die Plattform verlangt einen Mindestbetrag von 500 € für Einzahlungen, lässt aber keine Zahlungswege offen. Das Feld „payment_methods“ ist leer, und es wird keine Möglichkeit angeboten, Geld per Banküberweisung, Kreditkarte oder Kryptowährung zu überweisen. Diese Lücke bedeutet, dass Anleger gezwungen sind, auf unsichere, nicht regulierte Wege zurückzugreifen, wenn sie ihr Geld einzahlen möchten.

Ein weiteres auffälliges Detail sind die Testimonials. Die Website listet drei Namen: Ron DiCicco, Diane Podmanik und Joe Tantillo: ohne jegliche Verifizierbarkeit. Diese Namen sind nicht öffentlich bekannt, es gibt keine belegbaren Kontaktdaten, und die Plattform bietet keine Möglichkeit, diese Personen zu kontaktieren oder ihre Aussagen zu überprüfen. Solche gefälschten Erfahrungsberichte sind ein weiteres typisches Betrugselement.

Die Plattform verspricht keine realistischen Renditen und nutzt keine eindeutigen Erfolgsraten. Das Feld „promised_returns_text“ ist leer, jedoch zeigt die „suspicious_language“-Analyse, dass Garantien von Renditen vorhanden sind. Das ist ein klarer Hinweis auf einen unverhältnismäßigen Gewinnversprechen ohne Transparenz.

Schließlich weist die Plattform keine Sprachoptionen auf; das Feld „languages“ ist leer. Das bedeutet, dass die Seite ausschließlich in einer Sprache (vermutlich Englisch) verfügbar ist, obwohl die angestrebte Zielgruppe weltweit ist. Ein fehlender Mehrsprachigkeitssupport kann auf eine mangelnde Kundenbetreuung und ein fehlendes Qualitätsniveau hinweisen.

Die Methodik der Täter hinter Swiss Invest

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Nach meiner langjährigen Erfahrung sind die Wege, auf denen Anleger zu solchen Plattformen kommen, sehr unterschiedlich: über Werbeanzeigen, Suchmaschinen-Treffer, persönliche Empfehlungen, Cold-Calls oder eigene Online-Recherche zu Anlagemöglichkeiten. Das Vorgehen der Täter dahinter ist aber immer dasselbe. Die Plattform wird seriös und professionell präsentiert, damit der erste Eindruck Vertrauen weckt.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In den meisten Fällen wird zunächst eine kleine Investition von rund 500 € gefordert. Nachdem die Geschädigten das Geld eingezahlt haben, erhalten sie Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt. Diese Zahlen sind allerdings nicht real, sondern werden von der Software selbst generiert.

Der persönliche „Berater“

Die Investoren erhalten einen eigenen Berater, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp Kontakt hält. Es werden immer weitere Gewinne ausgewiesen, und der Berater drängt zu höheren Einzahlungen, um vermeintliche Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung ist gewollt: Sie senkt die Hemmschwelle, mehr Geld zu transferieren.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Auszahlungsversuch wird den meisten Geschädigten klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Es werden plötzlich Gebühren verlangt, bevor eine Auszahlung erfolgen kann: getarnt als Transaktionsgebühr, Versicherungsgebühr oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Auch nach deren Zahlung folgen immer neue Forderungen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Im Nachhinein melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain.com aus. Tatsächlich handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten erhalten wollen. Die Handelsplattform ist von Anfang bis Ende von den Tätern selbst betrieben: die angezeigten Gewinne sind reine Fiktion, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Investingftx Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Investingftx

Das Netzwerk hinter Swiss Invest

Swiss Invest ist Teil eines Netzwerks von 35 weiteren Plattformen. Solche Verbindungen deuten oft auf gemeinsame Hintermänner oder geteilte Infrastruktur hin, was das Risiko von systematischem Betrug erhöht.

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