The Business Finance Company Limited (thebusinessfinancecompanyltd.co.uk): Seriös oder Betrug?
Der The Business Finance Company Limited ist ein klarer Betrugsversuch: Sie sollten sofort Abstand nehmen. Auch die Financial Conduct Authority (FCA) warnt ausdrücklich vor Thebusinessfinancecompanyltd unter dem Titel „thebusinessfinancecompanyltd.co.uk (Clone of FCA authorised firm) (new)“. Die vollständige FCA-Warnung zu Thebusinessfinancecompanyltd steht auf der offiziellen Seite der FCA zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Die Eckdaten zu The Business Finance Company Limited
Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu diesem Anbieter:
- Warnstufe
- Hoch
- Regulierung
- FCA-Warnung
- Offizielle Quelle
- FCA (offiziell)
- Domain-Alter
- 89 Tage
- IP-Adresse
- 2a06:98c1:3120::3
- SSL-Zertifikat
- WE1
Erfahrung aus über 500 Fällen
Ich habe in meiner Karriere als Finanzermittler in einer Spezialeinheit mehr als 500 Anlagebetrugsfälle verfolgt. Dabei habe ich zahlreiche Muster wiederholt gesehen: von der initialen Verlockung über die gefälschten Gewinne bis hin zum finalen Geldverlust. Diese Erfahrung bildet die Grundlage, warum ich diesen Bericht über The Business Finance Company Limited veröffentliche: um Ihnen die Risiken klar und unmissverständlich aufzuzeigen.
The Business Finance Company Limited im Faktencheck
Die Plattform thebusinessfinancecompanyltd.co.uk präsentiert sich als Investmentplattform, die Finanzierung, Kredite und Funding anbietet. Doch bei genauerer Betrachtung fehlen entscheidende regulatorische Kennzeichen: Es wird keine Aufsichtsbehörde genannt, die Lizenznummer fehlt und es gibt keine Angabe zu einem Gründungsjahr. Die einzige Angabe zum Handelsregister ist die Registrierungsnummer 05227124, aber die Adresse 28a Estover Close, Forresters Business Park, Plymouth, Devon, United Kingdom, PL6 7PL, ist im Handelsregister nicht verzeichnet. Dies lässt Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Firma aufkommen.
Weiterhin gibt es keine Hinweise auf ein Mindestdepot oder auf reale Renditen. Die Plattform behauptet eine Erfolgsquote von 98,5 %, ohne dabei Quellen oder historische Daten offenzulegen. Ein einzelnes Testimonial, „DEACON EVERETT JR.“, wird genannt, ohne dass dessen Identität verifiziert wird. Die Zahlungsoptionen sind nicht aufgeführt: weder Banküberweisung noch gängige Kryptowährungen. Auf der Website wird außerdem ein unrealistisches Tempo von Gewinnentwicklung verspottet, was ein klassisches Merkmal von Betrug ist.
All diese Punkte: fehlende Lizenz, fehlende Transparenz, unrealistische Erfolge und ein einziger, nicht überprüfter Testimonial: lassen den Schluss zu, dass The Business Finance Company Limited keine regulierte Investmentplattform ist, sondern ein klarer Betrugsversuch.
Wie die Täter bei The Business Finance Company Limited agieren
Wie der Kontakt typischerweise entsteht
In meinen Ermittlungen ist mir aufgefallen, dass die Wege, über die Anleger zu solchen Plattformen gelangen, sehr unterschiedlich sind: Werbeanzeigen, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen und Cold-Calls. Was immer der Einstieg ist, die Täter setzen darauf, dass die Plattform professionell wirkt. Sie nutzen moderne Webdesigns, klare Call-To-Action-Buttons und ein „unsere Erfolge“-Banner, um sofortiges Vertrauen zu schaffen.
Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum
Nach dem ersten Kontakt fordern die Täter typischerweise eine kleine Einzahlung, die zwischen 200 € und 500 € liegt. Sobald das Geld eingegangen ist, erhalten die Betroffenen Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in wenigen Minuten scheinbar hohe Gewinne angezeigt: ein Mechanismus, der die Emotionen der Anleger aufheizt und sie dazu verleitet, noch mehr Geld zu investieren.
Der persönliche „Berater“
Die Plattform stellt jedem Kunden einen „Berater“ zugewiesen, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp kommuniziert. Der Berater präsentiert weitere „Gewinne“ und drängt die Betroffenen, zusätzliche Einzahlungen zu tätigen, um die angeblichen Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung senkt die Hemmschwelle und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Opfer noch mehr Geld abziehen.
Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung
Erst wenn die Betroffenen einen Auszahlungswunsch äußern, werden plötzlich Gebühren verlangt: Transaktionsgebühren, „Versicherungsgebühren“ oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Nach der Zahlung folgen immer neue Forderungen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen. Die Gebühren wirken wie ein Abwehrmechanismus, damit die Täter das Geld behalten.
Der Recovery-Scam im Nachhinein
Nach dem Auszahlungsversuch melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain.com aus. Tatsächlich handeln sie aber dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten einnehmen wollen. Die Handelsplattform ist von den Tätern selbst betrieben, die Gewinne sind Fake, das Geld wurde nie investiert sondern direkt abgezogen.
Erste Schritte für Geschädigte
Wenn Sie bei Thebusinessfinancecompanyltd Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:
- Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
- Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
- Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
- Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.
Geldverfolgung und Sperrung
Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.
