Transformed.store (transformed.store): Ein Fall für Betrugswarnung
Sie haben bereits Geld an Transformed.store geschickt und hoffen auf Gewinne: leider handelt es sich um einen ausgeklügelten Betrug. Die Plattform ist nicht seriös und zieht Opfer mit falschen Versprechen an. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 27. Juni 2025 ausdrücklich vor Transformed unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – „Verdienen Sie über €950 TÄGLICH““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Transformed steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum Transformed.store unseriös ist
Transformed.store präsentiert sich als moderne Krypto- und Tradingszentrale, doch bei genauerer Betrachtung decken sich mehrere Inkonsistenzen auf. Erstens fehlt jegliche Information zu einer Handelsregisternummer oder einer Aufsichtsbehörde. Ohne solche Angaben kann keine rechtliche Verbindlichkeit aufgebaut werden: seriöse Broker müssen sich in einem Handelsregister eintragen lassen und eine Lizenz einer Finanzaufsichtsbehörde vorweisen.
Zweitens ist die Plattform in ihrer gesamten Kommunikation ausschließlich auf Englisch, ohne lokale Versionen oder mehrsprachigen Support. Bei echten Broker-Plattformen findet man üblicherweise einen Kundenservice in mehreren Sprachen, damit internationale Anleger die Vertragsbedingungen verstehen können.
Drittens gibt es keinerlei unabhängige Bewertungen oder Zertifizierungen. Auf Trustpilot oder anderen Bewertungsportalen findet man keine Rezensionen, die von unabhängigen Nutzern stammen. Das Fehlen von Drittanbieter-Bewertungen ist ein starkes Warnsignal, denn seriöse Broker bieten stets Möglichkeiten, ihre Kundenzufriedenheit zu belegen.
Viertens nutzt die Seite keine klaren Kontaktdaten: weder eine E-Mail-Adresse noch eine Telefonnummer sind angegeben. Dies verhindert, dass Sie bei Problemen einen Ansprechpartner haben. Stattdessen wird auf ein generisches Kontaktformular verwiesen, das häufig automatisiert ist und keine persönliche Rückmeldung liefert.
Schließlich zeigen die angebotenen Dienstleistungen keine konkreten Angaben zu Handelsplattformen, Kontotypen oder Risiken. Stattdessen werden allgemeine Begriffe wie „Krypto-Trading“ und „Investitionsmöglichkeiten“ verwendet, ohne Details zu den zugrunde liegenden Märkten, den Handelsmechanismen oder den möglichen Verlusten.
All diese Punkte zusammen machen deutlich, dass Transformed.store keine vertrauenswürdige Plattform ist. Sie nutzt die typischen Schlupflöcher, die Betrüger in der Finanzwelt einsetzen, um sich von Regulierungen zu verschleiern.
Wie der Betrug bei Transformed.store abläuft
1. Der erste Kontakt: Lockangebot
Transformed.store greift häufig auf Social-Media-Kanäle zurück, um potenzielle Anleger zu erreichen. Auf Instagram, TikTok oder Facebook sehen Sie kurze Clips, in denen angebliche „Erfolgsgeschichten“ präsentiert werden. Oft werden dabei gefälschte Testimonials von Personen verwendet, die scheinbar in kurzer Zeit hohe Renditen erzielt haben. In einigen Fällen wird sogar auf „Promi-Influencer“ hingewiesen, die angeblich mit der Plattform zusammenarbeiten.
Der erste Schritt ist, dass Ihnen ein „Anlageberater“ ein kostenloses Webinar oder einen Live-Chat anbietet. Dort wird Ihnen ein „exklusives” Angebot präsentiert: Mit einer geringen Einlage von 250 € können Sie sofort in ein vermeintlich lukratives Portfolio investieren. Diese niedrige Einstiegssumme dient dazu, Ihre Hemmschwelle zu senken. Sobald Sie das Geld überweisen, erhalten Sie eine Bestätigung, dass Ihre Kontostand steigt: jedoch nur in der virtuellen Anzeige der Plattform.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung beginnt die Plattform, Ihnen „Gewinne“ anzuzeigen. Auf dem Dashboard erscheint ein Balkendiagramm, das zeigt, dass Ihre 250 € in weniger als zwei Wochen zu 800 € aufgestiegen sind. Diese Zahlen entstehen jedoch nicht durch echte Markttransaktionen. Stattdessen werden sie von einer Software generiert, die den Kontostand fiktiv erhöht, um Vertrauen aufzubauen. Es gibt keinerlei Beleg, dass echte Orderbuch-Transaktionen stattgefunden haben.
Der Betreiber nutzt dabei die Technik des „Pump-and-Dump“: er zeigt Ihnen einen schnellen Anstieg, um Sie zu ermutigen, weitere Einzahlungen zu tätigen. Gleichzeitig werden Sie über die „Profit-Share-Option“ informiert, die angeblich zusätzliche Renditen garantiert. Da es keine realen Handelsaktivitäten gibt, sind diese Versprechen reine Fiktion.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nun beginnt die eigentliche Abzocke. Ein persönlicher „Account-Manager“: meistens ein automatisierter Chatbot oder ein gefälschter Support-Agent: baut in den folgenden Wochen eine Beziehung zu Ihnen auf. Er nutzt Ihre Namen, spricht Sie persönlich an und betont, dass Sie Teil einer exklusiven Gruppe von Investoren sind. Dabei wird Ihnen ein VIP-Konto angeboten, das angeblich Hebel-Boni von 1:500 und Zugang zu privaten IPOs garantiert.
Sie hören, dass der Gewinn aus dem ersten Einsatz in 3 % pro Tag steigt. Diese Angaben sind unrealistisch und dienen ausschließlich dazu, Sie zu drängen, mehr Geld einzuzahlen. Oftmals wird ein Zeitlimit gesetzt: „Nur heute noch verfügbar“, „Nur noch 48 Stunden“. Diese Taktik erzeugt künstliche Dringlichkeit. Der Betreiber verspricht, dass Sie mit jeder weiteren Einzahlung ein höheres Bonussystem freischalten. Typische Betrugszahlen liegen zwischen 5 000 € und 50 000 €, manche Opfer geben sogar über 500 000 € ab.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Jetzt kommt der entscheidende Moment: Sie möchten Ihre Gewinne auszahlen. Sobald Sie einen Auszahlungsantrag stellen, werden Sie plötzlich mit einer Reihe von „Gebühren“ konfrontiert. Zu diesen gehören:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Sie verstehen, dass die angeblichen Gewinne nicht real existieren. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nachdem Sie Verluste erlitten haben, tauchen oft weitere Personen auf. Es handelt sich um angebliche Anwälte, Forensiker oder „Behördenmitarbeiter“, die Ihnen versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie behaupten, die Plattform habe in der Blockchain gelagert und ein Recovery-Tool könne das Geld extrahieren. Für ihre „Dienstleistungen“ fordern sie Vorauszahlungen, Übersetzungsgebühren oder Server-Zugriffe. In Wahrheit sind diese Personen Teil des Betrugsnetzwerks. Sie sammeln Ihre Daten, verkaufen sie an Dritte und verschleiern dabei den wahren Verbleib Ihres Geldes. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Stoppen Sie sämtliche Überweisungen an Transformed.store. Sobald Sie wissen, dass es sich um einen Betrug handelt, ist jede weitere Zahlung ein Verlust.
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Belege sichern. Sammeln Sie sämtliche E-Mails, Chats, Screenshots und Kontoauszüge. Diese Dokumente sind wichtig, falls Sie später Strafanzeige erstatten oder rechtliche Schritte einleiten möchten.
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Kontaktieren Sie Ihre Bank. Informieren Sie Ihre Bank sofort über die verdächtigen Transaktionen. Bitten Sie um Rückbuchung, wenn noch möglich, und lassen Sie Ihre Konten prüfen, ob weitere unautorisierte Überweisungen stattgefunden haben.
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Erstatten Sie Strafanzeige. Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder an die Staatsanwaltschaft. Ihre Ermittlungen können helfen, weitere Opfer zu schützen. Nutzen Sie dabei die gesicherten Belege.
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Ignorieren Sie Recovery-Scam-Nachrufe. Jede Forderung nach Vorauszahlung oder zusätzlichen Gebühren ist ein weiterer Betrugsversuch. Lehnen Sie solche Kontakte ab und melden Sie sie ggf. den entsprechenden Behörden.
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Informieren Sie sich über sichere Broker. Nutzen Sie Ressourcen wie die Aufsichtsbehörde oder unabhängige Bewertungsportale, um sich vor zukünftigen Betrugsversuchen zu schützen. Achten Sie immer auf eine gültige Lizenz, transparente Geschäftsbedingungen und einen klaren Kundenservice.
Fazit
Transformed.store ist ein klarer Betrugsfall, der auf falschen Versprechen, manipulierten Daten und gezielter Manipulation beruht. Sie sollten jetzt handeln, um weitere Verluste zu verhindern und Ihre rechtlichen Optionen zu prüfen. Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Das Netzwerk hinter Transformed.store
Transformed.store ist Teil eines Netzwerks von 427 Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen. Oftmals teilen sich diese Seiten die gleiche Infrastruktur, verwenden identische Logos und tauschen sich über Werbemaßnahmen aus. Solch ein großes Netzwerk deutet auf ein organisiertes betrügerisches System hin.

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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei transformed.store gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.