Warnung vor Velomanatex (velomanatex.org): Erfahrungen zur Auszahlung
Velomanatex (velomanatex.org) ist kein seriöser Broker: die Plattform nutzt raffinierte Tricks, um Anleger zu täuschen. Wir zeigen, warum und wie Sie sich schützen können. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 3. Juni 2025 ausdrücklich vor Velomanatex unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – Investieren mit KI“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Velomanatex steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.
Warum velomanatex.org unseriös ist
Velomanatex (velomanatex.org) weist mehrere entscheidende Inkonsistenzen auf, die eindeutig auf betrügerische Absichten hinweisen. Erstens fehlt eine Handelsregisternummer und auch keine Aufsichtsbehörde wird genannt, was bei seriösen Brokerplattformen Pflicht ist. Zweitens ist die Plattform in ihrer Sprache von unrealistischen Versprechen geprägt: sie suggeriert schnelle Gewinne ohne nachvollziehbare Quellen. Drittens nutzt die Seite keine anerkannte Zahlungsmethode wie Banküberweisung oder Kreditkarte; stattdessen wird lediglich eine generische “Zahlungsoption” angeboten, die im Detail nicht geklärt ist. Schließlich gibt es keinerlei Hinweise auf Lizenzen, Zertifizierungen oder ein öffentliches Handelsregister, die bei einer regulierten Institution vorhanden sein müssten. Diese fehlenden Elemente sind allein schon ein starkes Warnsignal.
Wie der Betrug bei velomanatex.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt & Lockangebot
Oft beginnt alles damit, dass potenzielle Anleger auf Social-Media-Kanälen wie Instagram oder Facebook auf ein ansprechendes Werbevideo stoßen. Das Video zeigt „Erfolgreiche Trader“ oder vermeintliche Prominente, die von ihrem Gewinn berichten: obwohl keine authentische Bestätigung existiert. In vielen Fällen nutzen die Betrüger sogenannte „Cold Calls“ von angeblichen „Anlageberatern“, die direkt über Telefon oder Messaging-Apps Kontakt aufnehmen. Sie bieten einen niedrigen Mindestbetrag von 250 € an, um die Hemmschwelle zu senken und das Vertrauen zu gewinnen. Dabei wird oft betont, dass der erste Betrag sofort in die Plattform eingezahlt wird, um den Einstieg zu erleichtern. Durch diese Kombination aus emotionaler Ansprache und niedriger Einstiegshürde schaffen sie die Voraussetzung, dass die Opfer ihr Geld auf die Seite übertragen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform sofort „hohe Buchgewinne“ an: etwa 800 € innerhalb weniger Wochen. Diese Zahlen sind jedoch reine Software-Simulationen: Es gibt keine echten Orders an Börsen, keine Transparenz über die Handelsstrategie und keine nachvollziehbaren Trades. Stattdessen wird eine Web-App genutzt, die hübsche Zahlen anzeigt, um Vertrauen zu schaffen. Die Darstellung ist so überzeugend, dass viele Anleger glauben, sie hätten tatsächlich an einer regulierten Börse gehandelt. Doch sobald der Betrag verankert ist, kann die Plattform die Gewinne nicht mehr nachvollziehen: es handelt sich lediglich um ein gefälschtes Ergebnis.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald das erste „Gewinn-Signal“ gesetzt ist, beginnt die Plattform, weitere Mittel zu fordern. Ein persönlicher „Berater“ oder ein „Account-Manager“ baut über Wochen oder Monate eine Beziehung auf und bietet angeblich exklusive VIP-Konten, Hebelboni von 1 : 500, garantierte Profite und Zugang zu IPO-Zulagen. Dabei wird häufig auf Zeitlimits hingewiesen: „nur heute“, „nur noch ein paar Plätze“. Diese Dringlichkeit kombiniert mit gefälschten Erfolgsgeschichten von „anderen Anlegern“ erzeugt einen starken sozialen Beweis. Opfer zahlen häufig zwischen 5 000 und 50 000 €, manche sogar über 500 000 €. Der Betrüger nutzt das Vertrauen, das er aufgebaut hat, um die Gelder weiter zu akkumulieren.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger nun seine Gewinne oder das ursprüngliche Kapital auszahlen möchte, kommt die eigentliche Falle zum Vorschein. Plötzlich wird eine Reihe von Gebühren eingeführt, die angeblich notwendig seien. Typische Fake-Gebühren sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Die Plattform argumentiert, dass diese Kosten zur Abwicklung der Auszahlung notwendig seien. Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine “Gebühr” zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und trotzdem kommt es zu keiner Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig angebliche „Wiederherstellungsexperten“ auf. Das können „Krypto-Forensiker“, „Anwälte“ oder sogar „Behörden-Mitarbeiter“ sein, die per WhatsApp oder Telegram anrufen und behaupten, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen steckt oft dieselbe Gruppe, die die ursprünglichen Betrugsebenen organisiert hat. Sie verkaufen die Daten der Opfer an andere Plattformen und profitieren von der Angst der Betroffenen. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per Messaging-App: das ist ein klares Zeichen für Fälschung.
Das Netzwerk hinter Velomanatex
Velomanatex ist Teil eines Netzwerks von 684 Plattformen, die häufig dieselben Betreiber haben oder sich gegenseitig rebrandieren, wenn eine Seite geschlossen wird. Diese Struktur ermöglicht es den Täuschern, schnell neue Domains zu registrieren, ihre Identität zu verschleiern und das Vertrauen der Anleger erneut zu gewinnen. Durch die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, wie z. B. Server-Hosting oder Zahlungs-Gateways, können sie ihre betrügerischen Operationen effizienter und weniger kostenintensiv durchführen. Für Anleger bedeutet das, dass selbst wenn Sie die Adresse oder den Namen ändern, die eigentliche Organisation unverändert bleibt. Daher ist es wichtig, nicht nur die Domain, sondern auch die zugrunde liegenden Betreiber im Auge zu behalten.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen tätigen: wenn Sie bereits Geld auf die Plattform überwiesen haben, stoppen Sie weitere Transfers. Jede neue Einzahlung erhöht Ihr Risiko, das bereits investierte Kapital zu verlieren.
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Belege und Kontoauszüge sichern: speichern Sie alle E-Mails, Screenshots, Transaktionsdaten und Nachrichten. Diese Unterlagen sind entscheidend, wenn Sie später eine Anzeige erstatten oder Ihre Bank kontaktieren.
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Bank bzw. Zahlungsdienstleister informieren: setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Bankberater oder dem Betreiber Ihrer Zahlungsplattform in Verbindung. Melden Sie den Verdacht auf Betrug, damit sie Ihre Konten überwachen und ggf. sperren können.
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Polizeiliche Anzeige erstatten: wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder an die Spezialeinheit für Finanzkriminalität. Die Ermittler können den Fall aufnehmen und weitere Opfer schützen.
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Recovery-Scams ignorieren: antworten Sie nicht auf Angebote von angeblichen „Wiederherstellungsexperten“. Jede Forderung nach Vorauszahlungen ist ein weiterer Betrugsschritt. Teilen Sie Ihr Anliegen lieber mit den Behörden oder einem seriösen Anwalt, statt unaufgefordert auf WhatsApp zu reagieren.
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Informationen sammeln und teilen: sobald Sie mehr über die betrügerische Plattform erfahren, teilen Sie Ihre Erkenntnisse auf Plattformen wie Foren oder sozialen Netzwerken. Auf diese Weise warnen Sie andere potenzielle Opfer.
Fazit
Velomanatex (velomanatex.org) ist ein klar identifizierter Betrugsanbieter, der auf emotionaler Manipulation, unrealistischen Versprechen und fehlender Transparenz beruht. Wenn Sie bereits mit dieser Plattform in Kontakt gekommen sind, handeln Sie jetzt: sichern Sie Ihre Unterlagen, informieren Sie Ihre Bank, melden Sie den Vorfall der Polizei und ignorieren Sie jegliche Forderungen von angeblichen „Wiederherstellungsexperten“. Auf diese Weise minimieren Sie Verluste und unterstützen die Aufklärung solcher Betrugsnetzwerke.
Das Netzwerk hinter Velomanatex
Velomanatex ist Teil eines Netzwerks von 684 Plattformen, die oft dieselben Hintermänner nutzen und sich gegenseitig rebrandieren, sobald Behörden eindringen.
Aflonexitrpro
aflonexitrpro.de
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Airovexinvest
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Alarionpipitor
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Alergonex Invest
alergonex-invest.org
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und 678 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei velomanatex.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.