VELORIUM CAPITAL (veloriumcap.live) im Faktencheck
Sie haben von VELORIUM CAPITAL gehört? Wir zeigen, warum diese Plattform ein klarer Betrug ist und wie Sie sich schützen können.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum veloriumcap.live unseriös ist
VELORIUM CAPITAL präsentiert sich als Investmentplattform, die angeblich Renditen von bis zu 60 000 % verspricht: ein Versprechen, das in der realen Finanzwelt unmöglich ist. Erstens fehlt jegliche Anzeichen einer regulären Handelslizenz. Auf der Website findet sich weder eine Handelsregisternummer noch wird eine Aufsichtsbehörde genannt. Diese Lücken sind ein starkes Indiz für fehlende Aufsicht und damit für die Gefahr einer illegalen Operation. Zweitens nutzt die Plattform mehrere Zahlungsmethoden, darunter Banküberweisung, Kreditkarte, Bitcoin und GCASH. Während legitime Broker in der Regel nur über verifizierte Bankverbindungen und reguläre Kreditkartenabwicklungen akzeptieren, deutet die breite Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten: besonders die Akzeptanz von Kryptowährungen: darauf hin, dass die Gelder schnell umgeschichtet und schwer zurückverfolgbar werden können. Drittens sind die Testimonials auf der Seite unnachprüfbar. Namen wie „Andrea Peterson“ oder „Sundax Ezma“ werden genannt, ohne dass eine Möglichkeit besteht, ihre Identität oder ihre Investitionsnachweise zu verifizieren. Schließlich gibt es keinerlei transparente Angaben zu den angebotenen Produkten: die Plattform bietet „Investment“, „Trading“ und „Kryptowährungshandel“ an, ohne zu erklären, welche Märkte oder Instrumente tatsächlich gehandelt werden. Dieses Fehlen von Details, gepaart mit unrealistischen Renditeversprechen, macht VELORIUM CAPITAL zu einer klaren Gefahr für Anleger.
Wie der Betrug bei veloriumcap.live abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst durch gezielte Social-Media-Kampagnen angezogen. Auf Instagram, Facebook und TikTok tauchen Anzeigen auf, die schnelle Gewinne versprechen und von angeblichen „Trading-Gurus“ begleitet sind. Oft werden auch gefälschte Testimonials von Personen wie „Andrea Peterson“ eingeblendet, um Glaubwürdigkeit zu erwecken. Sobald ein Interessent Interesse bekundet, wird ihm ein persönlicher Kontakt zu einem vermeintlichen Anlageberater angeboten, der in einem privaten Chat oder per E-Mail weiterkommuniziert. Der Berater stellt ein lockendes Minimum von 500 € als Einstiegskapital vor: genau die Summe, die leicht in den Kopf der potenziellen Anleger passt, ohne dass sie sofort über ihr gesamtes Vermögen verlieren. Gleichzeitig wird betont, dass die Plattform nur begrenzte Plätze hat, was eine gewisse Dringlichkeit erzeugt, ohne dass echte Gründe dafür existieren. Dieser erste Schritt zielt darauf ab, das Vertrauen zu gewinnen und den Anleger dazu zu bringen, die ersten 500 € zu investieren.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung loggt sich der Anleger in eine webbasierte Benutzeroberfläche ein, die ein Dashboard mit „realen“ Trades anzeigt. Hier werden scheinbare Gewinne von bis zu 60 000 % auf das ursprüngliche Kapital angezeigt. Diese Zahlen sind jedoch ausschließlich in der Software gespeichert und beruhen nicht auf echten Markttransaktionen. Die Plattform nutzt ein „Simulation“-Modell, das die Daten der ersten Einzahlung in eine künstliche Gewinnserie umwandelt. Dabei wird die Börsenaktivität komplett simuliert, sodass keine echten Aufträge an einen regulierten Markt gesendet werden. Das Ziel dieser Phase ist es, das Vertrauen des Anlegers zu festigen und die Illusion zu erzeugen, dass die Plattform tatsächlich profitabel ist. Sobald der Anleger die scheinbaren Gewinne sieht, ist er emotional angespannt und bereit, weitere Mittel einzuzahlen, um von den vermeintlichen Renditen zu profitieren.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nachdem die anfänglichen Gewinne gezeigt wurden, beginnt der „Berater“ damit, dem Anleger zusätzliche Vorteile zu versprechen. Dazu zählen VIP-Konten, Hebelboni von bis zu 1 : 500, garantierte Profite, exklusive IPO-Zugänge oder Insider-Tipps. Diese Versprechen werden häufig mit Zeitlimits versehen, etwa „nur heute noch ein Bonus von 20 %“, um die Entscheidungsfreiheit zu beschränken. Gleichzeitig werden gefälschte Mit-Anleger-Stories präsentiert, die den Eindruck erwecken, dass andere erfolgreich Geld verdient haben. Durch diese Kombination aus Dringlichkeit und sozialem Beweis wird der Anleger dazu bewegt, weitere Einzahlungen zu tätigen, häufig in der Größenordnung von 5 000 bis 50 000 €, und in seltenen Fällen sogar über 500 000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger schließlich sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, wird er mit einer Reihe von Gebühren konfrontiert. Diese Gebühren werden in der Regel von einem angeblichen „Auszahlungsdienstleister“ oder vom „Konto-Manager“ eingefordert. Typische Fake-Gebühren sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real, und sobald Sie eine dieser Gebühren entrichten, verliert das Unternehmen zusätzliches Geld: und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams, in der die Betrüger die Opfer endgültig erschöpfen.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf, die sich als „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ ausgeben. Sie bieten an, das verlorene Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriff“. Diese Forderungen sind reine Schmeichelei, denn echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Oft ist die Forderung von einer Person, die dieselben Kontaktdaten wie der ursprüngliche Betreiber verwendet, und die gleichen Social-Media-Profile nutzt. Diese Recovery-Scams dienen dazu, noch mehr Geld von bereits geschädigten Opfern zu ergaunern, während sie gleichzeitig ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln. Es ist ratsam, jeglichen Kontakt zu diesen angeblichen „Helfern“ zu ignorieren und stattdessen professionelle Hilfe von seriösen Stellen zu suchen.
Das Netzwerk hinter veloriumcap.live
VELORIUM CAPITAL ist Teil eines Netzwerks von 40 weiteren Plattformen, die häufig dieselben Namen, Logos und Marketingstrategien teilen. Diese Verbindungen bedeuten, dass dieselben Hintermänner hinter mehreren Marken agieren und sich gegenseitig unterstützen. Sie nutzen gemeinsame Serverinfrastruktur, teilen sich die gleichen Social-Media-Konten und replizieren ihre Marketingkampagnen, um neue Opfer zu erschleichen. Durch das Re-Branding nach einem Auffliegen der Plattform können die Betrüger schnell neue Domains registrieren und die Kundenbasis erweitern. Diese Netzwerke sind ein starkes Indiz dafür, dass VELORIUM CAPITAL nicht nur eine Einzelplattform ist, sondern Teil eines größeren betrügerischen Ökosystems.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie feststellen, dass VELORIUM CAPITAL unrechtmäßige Forderungen stellt, stoppen Sie alle Transaktionen sofort. Jede weitere Zahlung verschlechtert Ihre Ausgangslage.
- Sammeln Sie Beweise: Bewahren Sie alle E-Mails, Chat-Transkripte, Kontoauszüge, Zahlungsbelege und Screenshots auf. Diese Dokumente sind entscheidend für eine mögliche strafrechtliche Verfolgung und für den Schutz Ihrer Rechte.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Informieren Sie Ihren Zahlungsdienstleister darüber, dass Sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Bitten Sie um Rückverfolgung der Gelder und um Sperrung der betroffenen Konten.
- Reichen Sie eine Strafanzeige bei der Polizei ein: Nutzen Sie Ihre Erfahrung und Ihre Beweise, um eine formelle Anzeige zu stellen. In Ihrer Anzeige sollten Sie alle relevanten Details, Namen und Kontaktdaten angeben.
- Ignorieren Sie angebliche „Recovery-Scams“: Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zu Personen, die sich als Anwälte oder Behördenmitarbeiter ausgeben, und die Vorauszahlungen fordern. Seriöse Institutionen setzen solche Forderungen niemals um und werden Sie nicht per WhatsApp kontaktieren.
Wenn Sie bereits Opfer von VELORIUM CAPITAL geworden sind, handeln Sie jetzt: sichern Sie Ihre Beweise, melden Sie den Betrug und lassen Sie Ihre Rechte durchsetzen.
Das Netzwerk hinter VELORIUM CAPITAL
VELORIUM CAPITAL ist Teil eines Netzwerks von 40 weiteren Plattformen, die meist ähnliche Marketing- und Geschäftsmodelle nutzen. Diese Verbindung deutet stark darauf hin, dass dieselben Hintermänner hinter mehreren Fronten operieren, um ihre Betrugsmasche zu vergrößern und die Spuren zu verwischen.

Adobestock
adobestock.org

Harmonoffshoreshells
app.harmonoffshoreshells.icu

Moonshellcorp
app.moonshellcorp.com

Bluelightdhl
beeperinc.com.bluelightdhl.com

Bitmicroethnode
bitmicroethnode.org

Bytewealt
bytewealt.com
und 34 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei veloriumcap.live gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.