Warnung vor vorexvest.at: Die Plattform hinter dem Krypto-Betrug
vorexvest.at ist keine seriöse Handelsplattform, sondern ein sorgfältig aufgebautes Maschinerie, die Anleger in ein Blindfeld aus falschen Versprechen und versteckten Gebühren führt. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 27. Juni 2025 ausdrücklich vor Vorexvest unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – „Verdienen Sie über €950 TÄGLICH““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Vorexvest steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum vorexvest.at unseriös ist
Der erste Verdacht auf vorexvest.at eröffnet sich schon beim ersten Blick auf die öffentlichen Angaben: oder vielmehr auf deren Fehlen. Es existiert keine Handelsregisternummer, kein Verweis auf eine Aufsichtsbehörde und keine eindeutige Unternehmensbezeichnung. Solche Lücken sind bei seriösen Anbietern selten und deuten stark auf einen Versuch hin, die rechtlichen Grundlagen zu verschleiern.
Weiterhin fehlen sämtliche Kontaktdaten: weder eine E-Mail-Adresse, noch eine Telefonnummer oder ein Bürostandort. Ein Unternehmen, das echte Finanztransaktionen abwickelt, muss zumindest ein erreichbares Kontaktmedium bereitstellen. Diese Transparenz-Lücken lassen sich leicht mit einer gefälschten, aber funktionierenden Online-Präsenz verbinden.
Die Plattform bietet keine klaren Dienstleistungen an, die man auf einer regulären Brokerage-Website finden würde: etwa Handel mit Forex, Futures, Optionen oder Kryptowährungen. Stattdessen ist die Angebotsseite leer und der einzige Hinweis auf die Geschäftsaktivität sind vage, nicht belegbare Behauptungen.
Die Kombination aus fehlender Registrierung, fehlenden Kontaktdaten und fehlender Servicebeschreibung ist ein starkes Indiz dafür, dass vorexvest.at nicht dem regulatorischen Rahmen eines legitimen Brokers unterliegt.
Wie der Betrug bei vorexvest.at abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Die Masche beginnt meist mit einer gezielten Ansprache in sozialen Netzwerken. Auf Instagram, Facebook und TikTok tauchen oft sogenannte „Anlageberater“ auf, die in kurzen Clips vermeintlich hohe Renditen aus „professionellen“ Strategien versprechen. Diese Videos enthalten manchmal angeblich prominente Testimonials: Namen von bekannten Persönlichkeiten, deren Namen jedoch nicht überprüfbar sind.
Andere Wege sind über Telegram-Gruppen, die sich als exklusive Trading-Communities vermarkten, oder über Dating-Apps, bei denen sich Betrüger als charmante Partnerinnen und Partner ausgeben. Sobald ein potenzieller Anleger Interesse zeigt, wird er zu vorexvest.at weitergeleitet. Dort wird ihm ein erstes, sehr niedriges Einzahlungsangebot gemacht: häufig rund 250 EUR: um die psychologische Hemmschwelle zu senken. Das Ziel ist klar: ein kleines Engagement erzeugt Vertrauen und eröffnet den Weg zu weiteren, größeren Zahlungen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung loggt sich der Nutzer in ein Dashboard ein, das sofort beeindruckende Zahlen anzeigt: „Aus 250 EUR wurden 800 EUR in nur zwei Wochen erzielt“. Diese „Gewinne“ stammen jedoch nicht aus echten Markttransaktionen, sondern sind lediglich in einer Datenbank generierte, zufällige Zahlen. Es gibt keine nachweisbaren Orders, keine Handelsprotokolle auf einer Börse und keine Kontobewegungen in einer regulären Depotbank.
Die Plattform nutzt dafür eine Web-App, die ansprechende Grafiken und Tabellen zeigt, um den Eindruck von Erfolg zu erzeugen. Der Nutzer erhält regelmäßige Benachrichtigungen, die ihn bestärken, dass seine Investition wächst. Dieser psychologische Trick ist ein klassisches Element in Betrugskonstellationen: durch die Darstellung von „Erfolgen“ wird das Vertrauen gefestigt und die Bereitschaft für weitere Einzahlungen erhöht.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald die erste Einzahlung erfolgt ist, wird ein persönlicher „Berater“ oder ein „Account-Manager“ kontaktiert. Über Wochen oder Monate hinweg baut diese Person eine Beziehung auf, indem sie dem Anleger angeblich exklusive Marktanalysen, VIP-Zugang zu „Insider-Tipps“ und sogar die Möglichkeit verspricht, mit Hebeln bis zu 1:500 zu handeln.
Die Argumentation beinhaltet oft Zeitlimits („nur heute“), künstliche Verknappung („nur wenige Plätze übrig“) und Social-Proof-Elemente, wie gefälschte Mit-Anleger-Storys, die den Eindruck erwecken, dass andere bereits von „großen Gewinnen“ profitiert haben. Diese Techniken erhöhen den Druck, schnell zu handeln, und führen dazu, dass Anleger zwischen 5 000 EUR und sogar 50 000 EUR oder mehr einzahlen, um nicht von der vermeintlichen Gelegenheit „verpasst“ zu werden.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger nun endlich sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, trifft er auf eine neue Hürde: eine Reihe von Gebühren, die er „abzuschließen“ hat, bevor die Auszahlung freigegeben wird.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Diese Phase ist die eigentliche Melkphase des Scams. Sobald der Betrüger die Gebühren einfordert, verliert der Anleger nicht nur das Geld, das er einzahlen wollte, sondern auch das Geld, das er für die Gebühren bezahlt. Trotz Zahlung wird die Auszahlung nicht freigegeben, und der Kunde bleibt in einer Sackgasse, aus der er sich kaum mehr zurückziehen kann.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust berichten Betrüger häufig von „Rechtsanwälten“, „Behörden-Mitarbeitern“ oder „Krypto-Forensikern“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie geben vor, über spezielle Software oder ein internationales Netzwerk zu verfügen, das die „gelöschten“ Transaktionen wiederherstellen kann.
Der Kunde wird aufgefordert, weitere Vorauszahlungen zu leisten: für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind ein weiterer Trick, um noch mehr Geld von dem bereits verärgerten Opfer zu kassieren. In Wahrheit stehen hinter diesen Angeboten die gleichen Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede zusätzliche Zahlung ist ein weiterer Schlag in die Taschen des Betrügers.
- Beweise sichern: Screenshot der Registrierung, der ersten Einzahlung, der angeblichen Gewinnanzeigen, aller E-Mails, Nachrichten und Zahlungen. Diese Dokumente sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Kontakt mit Ihrer Bank oder dem Betreiber Ihrer Krypto-Wallet aufnehmen: Informieren Sie sie über die verdächtigen Transaktionen und fordern Sie eine Rückbuchung oder Sperrung der Konten an.
- Strafanzeige bei der Polizei erstatten: Nutzen Sie Ihre Erfahrung mit Anton Haverkamp: melden Sie den Betrug bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle und bitten Sie um Unterstützung bei der Nachverfolgung von Geldern in der Blockchain.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Seriöse Anwälte und Behörden werden Ihnen nicht per WhatsApp oder Telegram unaufgefordert schreiben. Jede Nachricht, die Sie von einer vermeintlichen „Rechtsabteilung“ erhält, sollte mit äußerster Vorsicht behandelt und sofort an die Polizei gemeldet werden.
Zusammenfassung
vorexvest.at nutzt eine Kombination aus fehlenden regulatorischen Nachweisen, manipulativen Online-Strategien und verschleierten Gebühren, um Anleger zu täuschen und zu erpressen. Durch die systematische Analyse von fehlenden Kontaktdaten, fehlender Registrierung und fehlender Servicebeschreibung lässt sich der Betrug bereits früh erkennen. Der typische Ablauf: von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Auszahlungsphase: ist gut dokumentiert und folgt einem klaren Muster, das in vielen anderen Betrugsplattformen zu finden ist.
Wenn Sie bereits mit vorexvest.at in Kontakt waren oder beabsichtigen, sollten Sie die oben genannten Schritte befolgen und sich nicht von vermeintlichen „Rettungskräften“ täuschen lassen. Schützen Sie Ihr Geld, indem Sie sofort handeln, Beweise sichern und die Polizei einschalten.
Das Netzwerk hinter vorexvest.at
vorexvest.at ist Teil eines Netzwerks von 427 Plattformen, die dieselben Hintermänner teilen und sich nach Auffliegen umbenennen.

Ai Invest Maximum
ai-invest-maximum.de
Alergonex
alergonex.de

Allebord
allebord.com
Alpbitrex
alpbitrex.com

Alpcorepro
alpcorepro.de
Alpfundpro
alpfundpro.info
und 421 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei vorexvest.at gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.