Web3 Automated Trading (web3autotrading.live) im Faktencheck
Web3 Automated Trading (web3autotrading.live) hat sich als vermeintliche Investmentplattform präsentiert, doch die Analyse der öffentlich zugänglichen Daten lässt eindeutig auf betrügerische Absichten schließen. In diesem Artikel wird die Plattform Schritt für Schritt unter die Lupe genommen, um die betrügerische Vorgehensweise transparent zu machen und betroffene Anleger zu informieren.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum web3autotrading.live unseriös ist
Die öffentlich zugänglichen Informationen zeigen mehrere klare Inkonsistenzen. Erstens fehlt eine Handelsregisternummer oder ein Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde, was bei seriösen Broker-Plattformen Pflicht ist. Zweitens verspricht die Plattform „bis zu 90 % Rendite“: ein Versprechen, das in der Finanzwelt als unrealistisch gilt und keine nachvollziehbaren Quellen nennt. Drittens gibt es keinerlei Angaben zu akzeptierten Zahlungsmethoden; die Website listet keine Bankverbindungen, keine Kreditkartenoptionen und keine Kryptowährungs-Wallets. Viertens werden Testimonials von Personen wie „James Lanka“ und „Maria amor“ ohne Möglichkeit zur Verifizierung präsentiert. Diese Kombination aus fehlenden regulatorischen Angaben, unrealistischen Renditeversprechen und nicht überprüfbaren Testimonials ist ein starkes Indiz für betrügerische Absichten.
Angegebene Adresse von Web3 Automated Trading
Die Plattform nennt als Geschäftsadresse „19 Washington Square N, New York, NY 10011, USA“. In den Handelsregistern kann jedoch keine Firma mit diesem Namen unter dieser Adresse gefunden werden. Es besteht daher die Gefahr, dass die Angabe lediglich als Tarnung dient, um dem Nutzer einen scheinbaren physischen Standort zu verschaffen.
Am angeblichen Standort in den USA steht in Wirklichkeit ein Wohngebäude. Für die Tätigkeit als Online-Broker ist diese Lokation offensichtlich ungeeignet.
Auffällig ist insbesondere ein deutlicher Bruch in der Infrastruktur. Der Server steht in Luxemburg, die behauptete Firmenadresse aber in den USA. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- USA
- Server-Standort
- Luxemburg
- Hosting-Land
- USA
Wie der Betrug bei web3autotrading.live abläuft
Erster Kontakt + Lockangebot
Web3 Automated Trading greift auf eine Vielzahl von Online-Kanälen zu, um potenzielle Opfer zu erreichen. In Social-Media-Plattformen wie Instagram oder Facebook werden gezielte Anzeigen geschaltet, die von vermeintlichen „Investmentberatern“ stammen. Oft werden dort gefälschte Testimonials von Personen wie „Harrison Kelvin“ verwendet, die angeblich hohe Gewinne erzielt haben. Der erste Schritt besteht darin, dem potenziellen Kunden ein lockendes, niedriges Mindestinvestment von 1.000 € anzubieten. Durch die niedrige Einstiegssumme wird die psychologische Hemmschwelle reduziert und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Nutzer weitere Investitionen tätigt.
Vorgetäuschte Gewinne
Sobald das erste Investment eingezahlt wurde, wird dem Nutzer in der Web-App ein simuliertes Handelsergebnis angezeigt. Die Plattform nutzt eine eigene Software, die beliebte Handelsdiagramme und Gewinne generiert, die niemals aus einem realen Markt stammen. Die dargestellten Gewinne sind lediglich Datenbank-Einträge, die keine echte Orderausführung an einer regulierten Börse widerspiegeln. Dieses Vorgehen soll Vertrauen schaffen und den Nutzer glauben lassen, dass er in einem profitablen System investiert.
Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach dem ersten „Gewinn“ beginnt die Plattform, den Nutzer zu ermutigen, mehr Geld einzuzahlen. Dazu werden personalisierte Nachrichten von angeblichen „Account-Managern“ gesendet, die versprechen, dass ein VIP-Konto mit Hebel von bis zu 1:500 eröffnet werden kann. Es wird behauptet, dass durch zusätzliche Einzahlungen exklusive IPO-Zugänge und „Insider-Tipps“ erhalten werden. Die Kommunikationsstrategie nutzt psychologischen Druck, indem sie Zeitlimits („nur heute“) und künstliche Verknappung einsetzt. In vielen Fällen investieren Opfer zwischen 5.000 € und 50.000 €; es gibt Berichte von Verlusten über 500.000 €.
Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Nutzer nun sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen möchte, tauchen plötzlich mehrere Gebühren auf. Diese Gebühren sind völlig erfunden und haben keine Basis bei einer seriösen Bank oder einem regulierten Broker.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zum eigentlichen Verlust auch das Geld für die fiktive Gebühr, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig Dritte auf. Sie präsentieren sich als „Anwälte“ mit „Vergleichsverfahren“, als „Behörden-Mitarbeiter“ oder als „Krypto-Forensiker“, die eine eigene Wallet-Wiederherstellungs-Software anbieten. Diese Personen versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für angebliche „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Solche Recovery-Scams sind ein weiterer Schritt, um das Vertrauen zu gewinnen und zusätzliches Geld zu ergaunern.
Das Netzwerk hinter web3autotrading.live
Web3 Automated Trading ist Teil eines Netzwerks von 79 Plattformen, die ähnliche Geschäftsmodelle, Marketingtexten und Testimonials teilen. Diese Gemeinsamkeiten deuten stark darauf hin, dass die Betreiber dieselben Hintermänner haben und dieselbe Infrastruktur nutzen. Durch das Re-Branding nach Auffliegen einer Plattform können die Täter weiterhin Geschäfte tätigen und neue Opfer anziehen. Das Netzwerk arbeitet meist mit identischen Domain-Strukturen und ähnlichen E-Mail-Domänen, was die Nachverfolgung erschwert.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofortige Einstellung aller weiteren Zahlungen: Sobald Sie den Verdacht haben, Opfer einer betrügerischen Plattform zu sein, sollten Sie keine weiteren Einzahlungen leisten. Jede zusätzliche Zahlung erhöht das Risiko, mehr Geld zu verlieren.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, SMS, Zahlungsbelege, Bildschirmfotos der angeblichen Gewinne und alle sonstigen Kommunikation mit der Plattform. Diese Unterlagen sind wichtig, falls Sie später eine Anzeige erstatten oder rechtliche Schritte einleiten wollen.
- Bank oder Krypto-Börse informieren: Setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank oder der Krypto-Börse in Verbindung, von der die Einzahlungen stammen. Teilen Sie ihnen die Details mit und bitten Sie um eine Rückbuchung oder Sperrung der Transaktionen, sofern möglich.
- Anzeige erstatten: Sie können bei der lokalen Polizeidienststelle oder bei der Online-Staatsbehörde eine Strafanzeige gegen die Betreiber von Web3 Automated Trading erstatten. Geben Sie alle gesicherten Beweise an und schildern Sie den Ablauf der betrügerischen Aktivitäten.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Kontaktieren Sie keine angeblichen Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Forensiker“, die Sie um Vorauszahlungen bitten. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Schließen Sie jegliche Kommunikation ab, um weitere Verluste zu vermeiden.
Schluss
Web3 Automated Trading (web3autotrading.live) nutzt eine Kombination aus unrealistischen Renditeversprechen, fehlenden regulatorischen Angaben und manipulierten Testimonials, um Anleger zu täuschen. Durch ein gut organisiertes Netzwerk und raffinierte Vorgehensweise gelingt es den Tätern, mehrere Opfer gleichzeitig zu erpressen und ihr Vermögen zu erbeuten. Nutzen Sie die oben genannten Schritte, um Ihre Interessen zu schützen und weitere Verluste zu verhindern.
Das Netzwerk hinter web3autotrading.live
Web3 Automated Trading ist Teil eines Netzwerks von 79 weiteren Plattformen. Die gemeinsame Nutzung von Domain-Strukturen, ähnlichen Marketing-Texten und identischen Testimonials deutet darauf hin, dass die Betreiber dieselben Hintermänner hinter mehreren Marken haben. Diese Art von Rebranding ist ein typisches Kennzeichen betrügerischer Betrugsnetzwerke.

Acapitalmarket
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Accuratesmtfin
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Alphaflow
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Alphacapitalone
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Apashoreltd
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und 73 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei web3autotrading.live gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.