Zectrades.com (zecktrades.online): Warnung vor Betrug
Zectrades.com ist ein betrügerisches Handelsnetzwerk. Investieren Sie nicht, es ist ein klarer Scam. Auch die Financial Conduct Authority (FCA) warnt ausdrücklich vor Zecktrades unter dem Titel „ZECTRADES.COM / ZECTRADE (new)“. Die vollständige FCA-Warnung zu Zecktrades steht auf der offiziellen Seite der FCA zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Zectrades.com: Belege und Unstimmigkeiten
Zectrades.com wurde 2014 gegründet und gibt an, von der Financial Commission (FinaCom) lizenziert zu sein. Auf der Website fehlt jedoch die Angabe einer Lizenznummer, und es gibt keine Hinweise auf eine gültige Regulierung. Die Handelsregisternummer C 94716 erscheint zwar, lässt sich aber nicht in öffentlichen Registern nachprüfbar finden. Die angebotenen Dienste: Forex-Trading, Krypto-Investment und Geldüberweisung: werden ohne klare Angaben zu den zugrundeliegenden Banken oder Börsen präsentiert. Der Mindestbetrag von 50 € wird als „Einzahlung“ deklariert, während auf der Seite keine Zahlungsmethoden aufgeführt sind. Die Plattform verspricht 3,5 % bis 20 % Gewinn, ohne Quellen oder Erfolgsnachweise anzugeben. In den „Trust Signals“ wird lediglich ein einzelner Testimonial-Name „Angela“ genannt, die „Verify My Trade“ als Auszeichnung trägt, jedoch ohne weitere Details. Die Website bietet keine E-Mail- oder Telefonkontaktoption, was die Kommunikation mit potenziellen Kunden erschwert und die Transparenz untergräbt. All diese Punkte deuten stark auf einen fehlenden regulatorischen Rahmen und auf potenzielle Manipulationen hin.
Der Ablauf des Anlagebetrugs bei Zectrades.com
Wie der Kontakt typischerweise entsteht
Die Erstkontaktwege sind vielfältig: Werbeanzeigen, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen, Cold-Calls. Die Plattform präsentiert sich stets professionell, um sofort Vertrauen zu schaffen. Sobald ein Anleger Interesse zeigt, wird ihm ein persönlicher „Berater“ zugewiesen, der per E-Mail oder Telefon Kontakt hält. Der Berater nutzt gezielt emotionale Sprache, um die Anleger zu ermutigen, mehr zu investieren, ohne jedoch konkrete Angaben zu Risiken oder Gebühren zu machen.
Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum
Nach dem ersten Kontakt verlangt Zectrades.com eine kleine Einzahlung: meist zwischen 200 € und 500 €. Sobald das Geld eingegangen ist, wird dem Anleger ein Dashboard angezeigt, das angebliche hohe Gewinne in kurzer Zeit präsentiert. Diese Zahlen sind jedoch von der Software selbst generiert und nicht an reale Marktbewegungen gebunden. Der Eindruck von schnellen Profiten dient dazu, das Vertrauen weiter zu festigen und die Anleger zu ermutigen, zusätzliche Beträge zu überweisen.
Der persönliche „Berater“
Der „Berater“ kommuniziert regelmäßig, um den Anleger zu motivieren, weitere Einzahlungen vorzunehmen. Er präsentiert fiktive Charts, die angeblich steigende Kurse zeigen, und drängt auf höhere Investitionen, um die potenziellen Renditen zu sichern. Die persönliche Bindung senkt die Hemmschwelle und schafft eine Abhängigkeit von der Plattform. Oft werden auch vermeintliche „Bonus-Zahlungen“ angeboten, die nur durch zusätzliche Einzahlungen freigeschaltet werden.
Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung
Wenn ein Anleger versucht, sein Geld auszuzahlen, wird ihm zunächst eine „Transaktionsgebühr“ in Rechnung gestellt. Darauf folgen zusätzliche Forderungen: eine „Versicherungsgebühr“ und eine Gebühr wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Kein seriöser Anbieter würde jemals solche Gebühren erheben. Die Gebühren erhöhen sich weiter, sobald der Anleger versucht, weitere Beträge abzuheben. Die Plattform verlangt, dass die Gebühren zuerst beglichen werden, bevor die Auszahlung erfolgt. Dies ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Betreiber die Mittel der Anleger kontrollieren und nicht in echte Märkte investieren.
Der Recovery-Scam im Nachhinein
Nach dem ersten Auszahlungsversuch kontaktieren Dritte die Anleger und behaupten, sie könnten ihr Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder sogar als „Blockchain.com“ aus. In Wahrheit handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten einziehen wollen. Diese „Recovery-Scams“ sind darauf ausgelegt, das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen, während die Betrugsmasche weiterläuft. Die Plattform wird von den Tätern selbst betrieben; die angezeigten Gewinne sind reine Fiktion, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen.
Angegebene Adresse von Zectrades.com
Die Plattform nennt die Adresse Langley House, Park Road, East Finchley, London, United Kingdom, N2 8EY. In Handelsregistern nicht verzeichnet, Zweifel an Echtheit.
Unter der angegebenen Anschrift im Vereinigten Königreich liegt zwar ein Gebäude (Nutzung in OSM nicht klassifiziert) ("Langley House"), doch eine konkrete Geschäftspräsenz dieses Anbieters lässt sich nicht nachweisen.
Auffällig ist insbesondere ein deutlicher Bruch in der Infrastruktur. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen im Vereinigten Königreich. Eine derart aufgespaltene Topologie ist nahezu nie zufällig, sie ist Teil eines Verschleierungsmusters, das in der Branche der unregulierten Online-Broker Standard ist.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- USA
Das Netzwerk hinter Zectrades.com
Zectrades.com ist Teil eines Netzwerks von 35 weiteren Plattformen, was auf ein gemeinsames Betreiberteam hinweist.

Ameritradehub
ameritradehub.com

Bluewave Tradehub
bluewave-tradehub.com

Bluewavetradehub
bluewavetradehub.com

Bronzefx Trade
bronzefx-trade.com

Cyptokion
cyptokion.vip

Earngrowthplus
earngrowthplus.com
und 29 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei zecktrades.online gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.