Es wurden Gelder von Ihnen in der Blockchain gefunden?

In der Welt der Kryptowährungen bietet die Anonymität und die dezentrale Natur der Blockchain viele Vorteile. Aber wie bei jeder Technologie, die finanziellen Mehrwert bietet, zieht sie auch Betrüger an. Eine besonders heimtückische Betrugsmasche hat in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen. Geschädigte eines vorherigen Anlagebetrugs werden erneut ins Visier genommen.

Die bittere Wahrheit hinter „Gefundenen Geldern“

Stellen Sie sich vor, Sie haben durch einen Anlagebetrug mit Kryptowährungen Geld verloren. Wochen oder Monate später erhalten Sie eine Nachricht von einer scheinbaren renommierten Kryptobörse wie Blockchain.com oder Binance.com. Sie informieren Sie, dass „Ihr Geld auf der Blockchain gefunden“ wurde. Ein Lichtblick in einem ansonsten düsteren Szenario? Leider nicht.

Diese Nachrichten sind oft gefälscht und sind Teil einer weit verbreiteten Betrugsmasche. Die Betrüger geben sich als Börsen aus und verlangen, dass Sie zusätzliches Geld zahlen, um Ihr „gefundenes“ Geld freizugeben. Hierbei wird das Opfer erneut ausgenutzt.

Wie funktioniert der Betrug?

Der Betrug nutzt die Hoffnung und Verzweiflung der Geschädigten aus. Die Täter setzen darauf, dass diese bereit sind, weitere Gelder zu zahlen, um ihren Verlust rückgängig zu machen. Dieses Schema folgt einem typischen Muster:

  1. Erstkontakt: Sie erhalten eine überzeugende Nachricht von einer scheinbaren Kryptobörse.
  2. Freigabegebühren: Die Betrüger informieren Sie, dass zur Freigabe der Gelder zusätzliche Gebühren anfallen.
  3. Erneuter Verlust: Nach Zahlung dieser Gebühren wird oft eine weitere Barriere erfunden, die weitere Zahlungen erfordert. Am Ende verlieren die Opfer oft mehr Geld und erhalten nie die versprochene Rückerstattung.


Illusionäre Gewinne und teure „Auszahlungen“

Ein besonders heimtückischer Trick der Betrüger besteht darin, den Opfern scheinbar greifbare Erfolge vorzugaukeln. In einigen Fällen können Geschädigte in ihrer digitalen Wallet eine beachtliche Summe sehen, wie in diesem echten Fall von uns 172.330 USDT, was zu diesem Zeitpunkt einem Wert von 172.330 Euro entsprach. Die Betrüger suggerieren, dass es sich bei dieser Summe um die verdienten Gewinne des Geschädigten handelt. Die Freude und die Hoffnung auf eine Wiedergutmachung ist groß. Doch dann kommt der Haken: Um diesen „Gewinn“ auszuzahlen, wird vom Opfer verlangt, eine weitere, nicht unerhebliche Summe – in diesem Beispiel 10.000 Euro in Ethereum – zu überweisen. Der vorgebliche Grund? Diverse Gebühren, Sicherheitsüberprüfungen oder Transaktionskosten. In Wahrheit handelt es sich jedoch erneut um einen Versuch, den Opfern Geld abzuknöpfen. Es ist schmerzlich zu erkennen, dass der sichtbare „Gewinn“ in der Wallet lediglich eine digitale Illusion ist, geschaffen, um Hoffnung und Vertrauen zu erwecken und das Opfer in eine weitere Falle zu locken.

Wie funktioniert diese Illusion?

Wer genauer hinsieht erkennt, dass bei den gehaltenen Coins zweimal Tether (USDT) angezeigt wird. Der echte Coin heißt Tether (USDT). Der Geschädigte besitzt hiervon 0 in seiner Wallet. Die Fälschung heißt Tether. Die Beschuldigten haben eine wertlose Kryptowährung mit einem ähnlichen Namen geschaffen, um den Geschädigten im Glauben zu lassen, dass ihm echte Gewinne ausgezahlt wurden. Jedoch können ohne Probleme und Kosten unendlich von diesen gefälschten Kryptowährungen von den Tätern erzeugt werden.

Wie erkennt man gefälschte Kryptowährungen?

Wer aufmerksam hinguckt, erkennt mehrere Warnzeichen. Die Wallet-Software berechnet den Wert aller Kryptowährungen, die in dem Wallet gehalten werden. Diese Summe wird oben links angezeigt. In dem obigen Beispiel besitzt der Beschuldigte Kryptowährungen im Wert von 12,32 Dollar. Die gefälschten Kryptowährungen werden von der Wallet-Software ignoriert, da diese keinen Wert haben.

Ein weiteres Warnzeichen ist die Warnung, welche von der Wallet-Software angezeigt wird:

„This custom token has been identified as unsafe. Sending it could put your funds at risk“ („Dieser benutzerdefinierte Token wurde als unsicher identifiziert. Das Senden könnte Ihr Guthaben gefährden.“)

Beispiel einer Betrugs-Email

„Sehr geehrter Guarda User,
 
Eine eingehende Transaktion in Höhe von 552,000.00 EUROC auf Ihre Kryptowährungs-Wallet wurde im System entdeckt.
 
Da der Betrag den maximal möglichen Betrag für Transaktionen übersteigt, die von den Blockchain Nodes unseres Dienstes verarbeitet werden, müssen Sie ein Validator Ihres eigenen Nodes im Ethereum-Netzwerk werden, um die Transaktion weiter zu verarbeiten, zu bestätigen und die Mittel zu verwalten.
 
Zu diesem Zweck müssen Sie 3% Ihres Guthabens als Liquiditätsbestätigung in Höhe von 16,560.00 EUR in USDT für einen Zeitraum von bis zu 7 Tagen zur Verfügung stellen (auf Ihre Wallet in USDT zusätzlich einzahlen), da die Gelder auf Ihrer Wallet weiter umgetauscht werden können. Wenn dies nicht bis zum 21. Juni 2023 geschieht, kann dies dem weiteren kompletten Einfrieren der Mittel auf Ihrer Wallet führen.
 
Der Liquiditätsbestätigungbetrag wird auf Ihrer Wallet während nächsten 3 Tagen bleiben, ab dem Moment, wann der Betrag Ihrem Wallet gutgeschrieben ist..
 
Ihre Wallet-Adresse:
0x94afa3868ee197730caf5205127aa57c233226f7
 
Nach Ablauf dieser Laufzeit werden Ihnen individuelle Laufzeiten für das Staking angeboten.
Im Falle einer Ablehnung der Erneuerung des ETH-Einsatzes werden alle an Ihrer Adresse hinterlegten Gelder für Sie für weitere Aktionen verfügbar.
 
Always here to help,
Best Regards
Guarda Compliance Team“

Echte E-Mail von einem Geschädigten, den wir betreuten

Die Beschuldigten denken sich abstruse Geschichten aus

In der obigen E-Mail wimmelt es von Falschaussagen. Ziel der Täter ist es den Geschädigten mit möglich vielen Fachausdrücken zu verwirren, um keine Nachfragen zu erzeugen.

Fakt ist, sie müssen niemals solche hohen Gebühren bei der Transaktion von Kryptowährungen zahlen. Kryptowährungen sind sogar für ihre geringen Gebühren bekannt.

Glauben Sie dennoch, dass Kryptowährungen auf Ihrer Wallet vorhanden sind, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir überprüfen, ob dies wirklich der Fall oder Sie Opfer von Betrug geworden sind.

Was tun, wenn man Opfer wurde?

Wenn Sie Opfer eines betrügerischen Brokers wurden sollten Sie SOFORT handeln. Folgende Sofortmaßnahmen sollten Sie so schnell wie möglich durchführen:

  • Speichern Sie alle Kommunikationsdaten wie Mailverkehr, Chatnachrichten und Telefonnummern von den Tätern.
  • Prüfen Sie die schwarze Liste von betrügerischen Brokern und gleichen Sie ab, ob Ihr Finanzdienstleister dort genannt wird. 
  • Sichern Sie Ihr Onlinebanking und Ihre Konten zu Krypto-Börsen vor Fremdzugriffen. Ändern Sie die Passwörter und Zugangsdaten!
  • Nehmen Sie keine weiteren Einzahlungen vor und akzeptieren Sie keine Gelder oder Kryptowährungen von unbekannten Personen.
  • Sichern Sie alle Transaktionsdaten und Kryptoadressen.
  • Suchen Sie sich einen spezialisierten Ermittler, der die Zahlungen bis zu den Tätern verfolgen kann und die Webseiten, E-Mails der Täter etc. technisch analysiert und Beweise gegen die Täter sammelt.

Ihre Zahlungen können in der Blockchain verfolgt werden

Mit Hilfe von spezieller Software, können Zahlungen in der Blockchain nachverfolgt werden. Mit diesem Verfahren ist es möglich in Erfahrung zu bringen, wo ihr Geld hingeflossen ist. Mit Hilfe der Polizei und der Staatsanwaltschaft können die Gelder unter gewissen Voraussetzungen eingefroren werden. 

Mittels einer zusätzlichen technischen Analyse der Website der Betrüger und diverser Betrugsdatenbanken können umfassende Ermittlungen bezüglich der Identität der Täter durchgeführt werden.

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Über den Autor

Anton Hochnadel ist ein ehemaliger Ermittler einer Spezialeinheit der Polizei für Finanzermittlungen. Er hat zusammen mit dem LKA Blockchain-Analysen für zahlreiche Anlagebetrugstaten durchgeführt. Zudem ist er studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Experte. Als Polizist hat er bereits zahlreiche Anlagebetrugsfälle begleitet und Transaktionen der Täter verfolgt. Als IT-ler und ehemaliger Polizist ist er in der Welt der Kryptowährungen zu Hause. Jetzt berät er Anlagebetrugsopfer und Kanzleien im Bereich Brokerbetrug und Betrug mittels Kryptowährungen.

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Anton Hochnadel

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