Warnung vor ProjectDappNodeResolve (admin-apply.pages.dev): Betrug?

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·3 Min. Lesezeit·
Teilen:

Der Plattform ProjectDappNodeResolve (admin-apply.pages.dev) wird mit einer klaren betrügerischen Absicht nachgesagt. Anleger, die sich auf vermeintliche Krypto-Handelserfolge verlassen, riskieren erhebliche Verluste.

Screenshot der Webseite Pages (admin-apply.pages.dev)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite admin-apply.pages.dev

ProjectDappNodeResolve im Faktencheck

ProjectDappNodeResolve wurde im Jahr 2022 gegründet und präsentiert sich als Krypto-Exchange mit einer breiten Palette von Dienstleistungen: Krypto-Handel, Wallet-Verbindung, Mining, Bridging, Staking und NFT-Handel. Auf der Website gibt es jedoch keinerlei Hinweise auf eine Handelsregisternummer oder die Angabe einer Aufsichtsbehörde. Ebenso fehlen Angaben zu einer Lizenznummer, was bei einer regulierten Plattform unüblich ist. Der Betreiber stellt keine Kontaktdaten wie E-Mail oder Telefon bereit, und es ist keine feste Adresse hinterlegt. Solche Lücken sind typische Merkmale von Plattformen, die keine rechtliche Basis besitzen.

Weiterhin gibt es keine Hinweise auf eine Mindestinvestition, versprochene Renditen oder Boni. Auch die Zahlungsoptionen sind nicht angegeben: weder Fiat-Währungen noch Kryptowährungen werden als Zahlungsmittel genannt. Das Fehlen von Testimonials, Erfahrungsberichten oder Auszeichnungen unterstreicht die mangelnde Vertrauenswürdigkeit. In der Marketing-Sektion sind sämtliche Angaben leer, was die Transparenz des Angebots stark einschränkt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ProjectDappNodeResolve keinerlei verlässliche Regulierungsnachweise vorlegt und damit die Grundlage für seriöse Finanzdienstleistungen fehlt.

So funktioniert die Masche bei ProjectDappNodeResolve

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Wege, über die Anleger zu Plattformen wie ProjectDappNodeResolve gelangen, sind sehr unterschiedlich. Typische Zugänge sind Online-Werbeanzeigen, Suchmaschinen-Ergebnisse, persönliche Empfehlungen, kalte Telefonate oder die Suche nach „schnellen Krypto-Gewinnen“. Das Vorgehen der Täter hinter diesen Zugängen ist jedoch immer gleich: Die Seite präsentiert sich professionell, mit ansprechenden Grafiken und vermeintlichen Erfolgen, um Vertrauen zu erwecken. Sobald ein potenzieller Kunde Interesse zeigt, wird er mit einer persönlichen Ansprache konfrontiert, die auf seine individuellen Wünsche eingeht.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

Nach dem ersten Kontakt wird die potenzielle Investition in der Regel mit einer kleinen Summe von etwa 300 Euro oder einer ähnlichen Höhe gefordert. Sobald diese Einzahlung erfolgt, erhält der Anleger Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform, auf der in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt werden. Diese Gewinne sind jedoch nicht real: sie werden von der Software des Betrügers generiert und dienen dazu, die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Der Anleger sieht scheinbar einen kontinuierlichen Anstieg seines Kontostands, was ihn dazu verleitet, weitere Einzahlungen zu tätigen.

Der persönliche „Berater“

Nach der ersten Einzahlung wird dem Anleger ein persönlicher „Berater“ zugewiesen, der über E-Mail, Telefon oder Messaging-Apps in Kontakt bleibt. Der Berater gibt scheinbar wertvolle Tipps und betont, dass weitere Investitionen nötig sind, um die Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung ist gezielt aufgebaut, um die Hemmschwelle für weitere Geldtransfers zu senken. Der Berater verspricht weiterhin steigende Gewinne, was den Anleger in einen Kreislauf der Abhängigkeit führt.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst wenn der Anleger den Wunsch äußert, seine Gewinne auszuzahlen, wird ihm klar, dass er Gebühren zahlen muss. Diese werden als Transaktionsgebühr, Versicherungsgebühr oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht ausgegeben. Die Betrüger fordern häufig mehrere Gebühren hintereinander, obwohl die Plattform niemals tatsächlich mit einem Bankinstitut oder einer regulatorischen Stelle verbunden ist. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen. Nach der Zahlung entstehen immer weitere Forderungen, die das Vertrauen des Anlegers weiter untergraben.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nach dem Auszahlungsversuch melden sich Dritte, die sich als BaFin, FCA, Polizei oder Blockchain-Dienstleister ausgeben und anbieten, das Geld zurückzubekommen. In Wirklichkeit handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Betroffenen einziehen. Sie geben vor, die Plattform zu kontrollieren, und fordern zusätzliche Zahlungen für angebliche Rückgewinnungsdienste. Die Handelsplattform ist von den Tätern selbst betrieben, die Gewinne sind vollständig gefälscht. Das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern unmittelbar abgezogen.

Das Netzwerk hinter ProjectDappNodeResolve

ProjectDappNodeResolve ist Teil eines Netzwerks von 80 weiteren Plattformen, die ähnliche Anlegervorteile versprechen. Diese Verflechtung deutet auf gemeinsame Hintermänner und geteilte Infrastruktur hin, was die Gefahr von Systembetrug erhöht.

und 74 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei admin-apply.pages.dev gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei admin-apply.pages.dev
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

Kontakt

Anfrage stellen

Schildern Sie kurz, was passiert ist. Sie bekommen eine Rückmeldung mit erster Einschätzung und Empfehlung, wie es weitergeht.

Vertraulich · Berufliche Verschwiegenheit · Unverbindlich

Kurz schildern

Ein paar Angaben genügen. Danach melden wir uns mit einer ersten Einschätzung.

Vertraulich · Unverbindlich

Bei Pages Geld verloren?

Kostenlose Fall-Prüfung in 24h

Prüfen