Apex Forge (apexzforge.live): Warnung vor Betrug

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·5 Min. Lesezeit·
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Apex Forge ist ein betrügerisches Brokerunternehmen. Alle Versprechen auf apexzforge.live sind gefälscht.

Screenshot der Webseite Apexzforge (apexzforge.live)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite apexzforge.live

Warum apexzforge.live unseriös ist

Zunächst einmal fehlt eine Handelsregisternummer. Auf der Website von apexzforge.live steht nichts über einen rechtlichen Firmensitz. Auch die Behauptung, die Plattform sei „globally regulated“, ist ohne Nachweis einer Aufsichtsbehörde unhaltbar. Regulierte Broker müssen bei einer anerkannten Behörde registriert sein und können ihre Lizenznummer öffentlich einsehen lassen. Das Fehlen einer solchen Nummer ist ein klassisches Anzeichen für ein Scam-Broker.

Weiterhin gibt es keinerlei Kontaktinformationen. Keine E-Mail, keine Telefonnummer und keine Adresse: ein klares Zeichen, dass keine reale Organisation hinter der Plattform steht. Wenn ein Broker legitim ist, stellt er mehrere Wege zur Kontaktaufnahme bereit, damit Kunden Fragen stellen oder Beschwerden einreichen können. apexzforge.live bietet diese Grundpflichten nicht an.

Die angebotenen Zahlungsarten sind ebenfalls verdächtig. Die Plattform akzeptiert Banküberweisung, Kreditkarte, PayPal, Bitcoin und USDT. Diese Mischung aus traditionellen und Kryptowährungs­Zahlungsmethoden ist typisch für Betrugsplattformen, die sich als moderne Alternative tarnen. Ein seriöser Broker akzeptiert in der Regel nur Banküberweisungen oder Kreditkarten und bietet keine Kryptowährungen an, da diese nicht reguliert sind und das Risiko von Geldwäsche erhöhen.

Ein weiteres Warnsignal ist die Garantie unrealistischer Renditen von „156 % / Trade“. Solche Versprechen sind mathematisch unmöglich und deuten eindeutig auf einen „Pump-and-Dump“-Mechanismus hin. In der Finanzwelt gibt es keine Garantie für einen Gewinn von 156 % bei jedem Trade. Ein legitimer Broker würde keine solch unrealistischen Zahlen auf seiner Website platzieren.

Die fehlende Auflistung von Zertifikaten oder Auszeichnungen, die in der Praxis bei regulierten Brokern üblich sind, ist ebenfalls ein Hinweis auf Unzuverlässigkeit. Obwohl apexzforge.live angeblich „40+ internationale Auszeichnungen“ nennt, sind diese nicht verifizierbar und stellen keine vertrauenswürdige Quelle dar.

Zusammengefasst: keine Registrierungsdaten, keine Kontaktinfos, unrealistische Renditen und keine reguläre Lizenz: all diese Punkte machen apexzforge.live eindeutig betrügerisch.

Wie der Betrug bei apexzforge.live abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

Die meisten Opfer werden zunächst über aggressive Social-Media-Ads oder Kaltakquise kontaktiert. apexzforge.live nutzt häufig Instagram und TikTok, um scheinbar erfolgreiche Trader zu zeigen, die angeblich 156 % Rendite pro Trade erzielen. Die Anzeigen sind in mehreren Sprachen verfasst, um ein internationales Publikum anzusprechen, und enthalten auffällige, aber gefälschte Testimonials. Sobald ein potenzieller Kunde Interesse zeigt, wird ihm ein „erster Einzahlungspaket“ in Höhe von nur 100 € angeboten. Dieses niedrige Minimum dient dazu, die Hemmschwelle zu senken und die Opfer in den ersten Schritt des Schemas zu locken. Gleichzeitig wird dem Kunden versichert, dass die Einzahlung sofort auf ein „privates Trading-Konto“ geht, was in Wirklichkeit nicht existiert.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung öffnet sich dem Nutzer eine benutzerfreundliche Web-App, die sofort hohe Gewinne anzeigt. Die Software erzeugt zufällige Zahlen, die den Eindruck erwecken, dass 156 % Rendite pro Trade erreicht wurden. Es gibt keine echten Orderausführungen auf einer Börse, keine Handelsprotokolle und keine Möglichkeit, die Trades zu überprüfen. Der einzige Weg, die angeblichen Gewinne zu sehen, ist die eigene Dashboard-Ansicht, die von der Plattform kontrolliert wird. Der Kunde glaubt, dass die Gewinne real sind, weil die Zahlen ständig steigen.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Um das Vertrauen weiter zu stärken, wird dem Kunden ein „Account-Manager“ zugewiesen. Dieser Kontakt ist meistens ein automatisiertes Chat-System oder ein scheinbar menschlicher Vertreter, der dem Nutzer verspricht, dass er durch zusätzliche Einzahlungen einen VIP-Status erreichen kann. Die Versprechen umfassen Hebelboni von 1 : 500, garantierte Profite, exklusive IPO-Zugänge und „Insider-Tipps“. Der Account-Manager nutzt psychologischen Druck, indem er Zeitlimits einführt („nur heute“) und die Furcht vor verpassten Chancen spielt. In der Praxis zahlen Kunden oft zwischen 5 000 € und 50 000 €, manche über 500 000 €.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn ein Kunde nun sein Geld auszahlen lassen möchte, kommt die eigentliche Betrugsmasche zum Vorschein. Der Account-Manager verlangt sofort eine Reihe von Gebühren, ohne dass eine echte Auszahlung stattfindet. Folgende Gebühren werden aufgelistet:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen oft Dritte auf, die sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ ausgeben. Sie behaupten, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In der Regel sind dies dieselben Täter, die die Plattform betreiben. Sie nutzen das Vertrauen der Opfer, um weitere Zahlungen zu erzwingen und die Daten zu verkaufen. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede neue Zahlung erhöht das Risiko, mehr Geld zu verlieren.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Bildschirmfotos von Konten, Transaktions-Belege und jegliche Kommunikation. Diese Beweismittel sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Kryptowährungs-Börse: Informieren Sie den Finanzdienstleister über die verdächtigen Transaktionen. Sie können eventuell Rückbuchungen veranlassen oder weitere Überweisungen blockieren.
  4. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei: Nutzen Sie die Erfahrung von Anton Haverkamp, um die Ermittlungen zu unterstützen. Die Polizei kann die Täter verfolgen und weitere Opfer schützen.
  5. Ignorieren Sie Recovery-Scam-Versuche: Wer Ihnen zusichert, das Geld zurückzuholen, ist höchstwahrscheinlich ein weiterer Betrüger. Sagen Sie „Nein“ und beenden Sie die Kommunikation.

Bleiben Sie wachsam und schützen Sie Ihre Finanzen vor Betrügern wie Apex Forge. Informieren Sie sich sofort, wenn Sie verdächtige Aktivitäten bemerken.

Das Netzwerk hinter Apex Forge

apexzforge.live steht im Zusammenhang mit 90 weiteren Plattformen, die dieselben Hintermänner nutzen und nach Auffliegen rebrandet werden.

und 84 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei apexzforge.live gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei apexzforge.live
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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