Warnung vor Cennostów (cennostow.org): Erfahrungen zur Auszahlung
Sie haben vielleicht schon von Cennostów gehört. Die Plattform präsentiert sich als „Investment-Plattform“, verspricht jedoch unrealistische Renditen und nutzt dabei gefälschte Testimonials, um Vertrauen zu gewinnen. Schnell stellen sich jedoch gravierende Unstimmigkeiten heraus, die eindeutig auf einen betrügerischen Plan hindeuten.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum cennostow.org unseriös ist
Die Analyse der öffentlichen Informationen offenbart mehrere gravierende Inkonsistenzen:
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Fehlende Registrierung und Aufsichtsbehörde: Auf der Website ist weder ein Handelsregisternummer noch eine Aufsichtsbehörde angegeben. Für eine regulierte Investment-Plattform sind diese Angaben zwingend erforderlich, denn nur so kann der Staat die Einhaltung von Vorschriften prüfen.
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Unklare Adressangabe: Obwohl die Plattform an eine polnische Adresse verweist, taucht diese nicht in offiziellen Registern auf. Das lässt vermuten, dass die Adresse lediglich als Pseudonym dient, um einen falschen Eindruck von Transparenz zu erwecken.
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Keine Lizenznummer: Eine regulierte Finanzplattform muss über eine gültige Lizenz verfügen. Die fehlende Angabe einer Lizenznummer ist ein starkes Warnsignal.
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Keine Zahlungsoptionen: Die Plattform listet keine Zahlungswege auf. Für ein legitimes Investment-Geschäft müssten mindestens Banküberweisungen oder gängige Zahlungsmittel angeboten werden, um die Ein- und Auszahlungen zu ermöglichen.
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Testimonials ohne Verifizierbarkeit: Die Nennung von Namen wie „Anna“, „Marek“, „Piotr“ und „Magda“ ohne weitere Identifikationsmerkmale macht es unmöglich, die Echtheit dieser Personen zu prüfen. Solche Namen werden häufig von Betrügern verwendet, um Glaubwürdigkeit zu simulieren.
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Mangelnde Transparenz bei den angebotenen Dienstleistungen: Die Plattform behauptet, sowohl in Aktien als auch in Kryptowährungen zu investieren. Doch es fehlen klare Angaben zu den Handelspartnern, den verwendeten Börsen und den Handelsstrategien.
Alle genannten Punkte deuten eindeutig darauf hin, dass Cennostów keine regulierte und vertrauenswürdige Plattform ist. Die Kombination aus fehlenden rechtlichen Kennzeichen, unklarer Adresse, fehlender Lizenz und unsicheren Testimonials ist ein klassisches Muster bei Betrugsplattformen.
Wo Cennostów angeblich sitzt
Die Plattform gibt an, in der Adresse ul. Marszałkowska 10, 00-590 Warszawa, Polen zu sein. In den öffentlichen Handelsregistern ist jedoch keine Firma unter dieser Adresse verzeichnet, was Zweifel an der tatsächlichen Existenz des Unternehmens aufkommen lässt.
Am angeblichen Standort in Polen steht in Wirklichkeit ein Straßenpunkt ohne adressiertes Gebäude ("Marschallstraße"). Für die Tätigkeit als Online-Broker ist diese Lokation offensichtlich ungeeignet.
Beim genaueren Hinsehen fällt eine Diskrepanz ins Auge. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in Polen. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- Polen
- Server-Standort
- unbekannt
- Telefon-Vorwahl
- Polen
Wie der Betrug bei cennostow.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
In der Regel beginnt alles mit einem gezielten Aufruf. Sie könnten eine Anzeige auf Instagram, Facebook oder TikTok gesehen haben, die ein „einfaches“ Investment mit hohen Renditen verspricht. Oft wird dabei ein scheinbarer „Anlageberater“ vorgestellt, der vorgibt, Ihnen persönlich bei der Geldanlage zu helfen. In manchen Fällen nutzen die Betrüger auch Telegram-Gruppen, in denen „Trading-Gurus“ angeblich ihr Wissen teilen. Sobald Sie Interesse zeigen, werden Sie aufgefordert, eine kleine Testeinlage von etwa 1.100 EUR zu tätigen. Dieses Mindesteinzahlungsschema dient dazu, das Vertrauen zu stärken und die psychologische Hemmschwelle zu senken, indem Sie sich schon mit einer finanziellen Verpflichtung verbunden fühlen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung öffnet sich Ihnen die Plattform und präsentiert Ihnen scheinbar beeindruckende Gewinnzahlen. In den simulierten Charts sieht es aus, als hätten Sie innerhalb kurzer Zeit mehrere Hundert Prozent Rendite erzielt. Doch hinter diesen Zahlen steckt nichts als zufällige Datenbank-Einträge. Es werden keine echten Orderblätter an Börsen angezeigt, keine Transaktionsprotokolle existieren, und es gibt keine nachweisbaren Trades. Die Plattform nutzt lediglich ein Dashboard, das auf den ersten Blick professionell wirkt, aber in Wahrheit reine Simulationen anzeigt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald Sie sich an die scheinbaren Gewinne gewöhnt haben, wird Ihnen ein „Berater“ oder „Account-Manager“ angeboten, der Ihnen angeblich Zugang zu exklusiven Märkten, hohen Hebeln und VIP-Konten verspricht. Durch gezielte Social-Proof-Taktiken: etwa gefälschte Mit-Anleger-Stories: wird der Druck erhöht. Die Plattform nutzt häufig zeitlich begrenzte Angebote, um Sie zu schnellen Entscheidungen zu bewegen. In der Regel wird Ihnen ein großes Bonus-Paket, ein angeblicher „1:500-Hebel“ und ein versprochener Zugang zu IPO-Zulagen präsentiert. Sie könnten zwischen 5.000 EUR und 50.000 EUR einzahlen: und in einigen Fällen sogar bis zu 500.000 EUR: wenn Sie die angeblichen Gewinne weiter ausbauen wollen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn Sie endlich versuchen, Ihre Gewinne abzuheben, kommt die echte Falle. Plötzlich werden Ihnen mehrere Gebühren aufgezwungen, die Sie laut der Plattform zur Auszahlung erheben müssen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Sobald Sie diese Gebühren bezahlen, verlieren Sie zusätzlich zu Ihrem ursprünglichen Investment ein weiteres Stück Geld, während die Plattform trotzdem keine Auszahlung leistet. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig weitere „Helfer“ auf. Sie könnten sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ ausgeben und behaupten, das Geld zurückzuholen. Oft verlangen sie Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In Wirklichkeit handelt es sich bei diesen Personen meist um die gleichen Täter, die die Opfer weiter ausnutzen und deren Daten weiterverkaufen. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Seien Sie äußerst vorsichtig bei jedem Angebot, das zusätzliche Zahlungen verlangt, nachdem Sie bereits Geld verloren haben.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede neue Einzahlung ist ein weiterer Schritt in die Falle. Schalten Sie alle Konten und Zahlungsmethoden aus, die mit der Plattform verknüpft sind.
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Beweismaterial sichern: Sammeln Sie alle E-Mails, Screenshots, Transaktionsaufzeichnungen und Nachrichten, die Sie mit Cennostów ausgetauscht haben. Diese Unterlagen sind entscheidend, wenn Sie später rechtliche Schritte einleiten.
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Bank oder Krypto-Börse informieren: Setzen Sie sich mit Ihrer Bank oder Ihrem Krypto-Dienstleister in Verbindung und erklären Sie die Situation. Bitten Sie um Sperrung aller Konten, die mit der Plattform verbunden sind, und fordern Sie eine Rückverfolgung der Transaktionen.
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Polizei und Finanzaufsichtsbehörde benachrichtigen: Reichen Sie Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle oder bei der nationalen Finanzaufsichtsbehörde. Geben Sie alle gesicherten Informationen an und schildern Sie den Ablauf des Betrugs.
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Recovery-Scammer ignorieren: Jede Aufforderung, weitere Zahlungen zu leisten, um Ihr Geld zurückzuholen, ist ein weiteres Zeichen für einen Scam. Ignorieren Sie solche Kontakte und melden Sie sie gegebenenfalls an die Behörden.
Fazit
Cennostów (cennostow.org) ist keine regulierte Investment-Plattform. Die fehlenden rechtlichen Kennzeichen, die unklare Adresse, die fehlenden Zahlungsoptionen und die unsicheren Testimonials zeigen eindeutig, dass die Plattform betrügerisch arbeitet. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind, handeln Sie schnell: sichern Sie Beweise, melden Sie das Geschehen bei den Behörden und lassen Sie keine weiteren Zahlungen anfallen. Mit diesen Schritten können Sie zumindest weitere Verluste verhindern und vielleicht sogar einen Teil Ihres Geldes zurückgewinnen.
Das Netzwerk hinter Cennostów
Cennostów ist Teil eines Netzwerks von 61 anderen Plattformen, die ähnliche Geschäftsmodelle verfolgen. Diese Verbindung deutet auf ein gemeinsames betrügerisches System hin.

Altnkapital
altnkapital.com

Altrenix Ordre
altrenix-ordre.com

Bivolton Trade Pro Fr
bivolton-trade-pro-fr.com

Blizzerdpro
blizzerdpro.com

Bogatovfondanta
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Boost Aloxi 2u
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und 55 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei cennostow.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.