Warnung vor coinmajestyminingforum.live (coinmajesty-miningforum.live): Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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coinmajestyminingforum.live ist keine legitime Krypto-Plattform, sondern ein betrügerisches System, das Anleger mit falschen Renditeversprechen und versteckten Gebühren lockt und schließlich ausbeutet.

Screenshot der Webseite Coinmajesty Miningforum (coinmajesty-miningforum.live)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite coinmajesty-miningforum.live

In den letzten Jahren habe ich, Anton Haverkamp, mehr als 500 Fälle von Anlagebetrug in meiner Rolle als Finanzermittler in einer Spezialeinheit verfolgt. Diese Erfahrung hat mir ein tiefes Verständnis für die Taktiken und Strukturen von Betrugsnetzwerken vermittelt. Durch die Analyse von Fällen wie dem von coinmajestyminingforum.live kann ich Ihnen heute eine klare und belastbare Einschätzung geben.

Warum coinmajestyminingforum.live unseriös ist

Die Plattform präsentiert sich als „crypto_exchange“, bietet jedoch keine offizielle Lizenz oder Aufsicht. Die Angabe einer Registrierungsnummer (#13699699) allein reicht nicht aus, wenn keine Aufsichtsbehörde genannt wird. Die Mindestanlage von 25 000 € ist ungewöhnlich hoch und wird oft als Mittel zur schnellen Geldbeschaffung verwendet. Darüber hinaus verspricht die Seite „LIFETIME INCOME ON INVESTMENT“: ein klares Zeichen für garantierte Renditen, die in der Finanzwelt nicht existieren. Die akzeptierten Zahlungsmethoden umfassen Banküberweisung, Kreditkarte, Bitcoin, USDT und PayPal, was die Verfolgung von Geldflüssen erschwert und die Plattform zusätzlich attraktiv für Betrüger macht. Das Fehlen von echten Kundenbewertungen und die einzige Testimonial-Name „Ahmed“ wirken manipulativ. Diese Anzeichen zusammengenommen zeigen eindeutig, dass coinmajestyminingforum.live kein seriöser Anbieter ist.

Wie der Betrug bei coinmajestyminingforum.live abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

Potenzielle Opfer werden häufig über gezielte Social-Media-Werbung auf der Plattform angesprochen. In den Anzeigen tauchen oft gefälschte „Investment-Gurus“ auf, die angeblich von bekannten Persönlichkeiten unterstützt werden. Die ersten Einzahlungen werden bewusst niedrig gehalten, etwa 250 € oder 250 000 cents, um die psychologische Hemmschwelle zu senken. Anschließend wird die Plattform mit scheinbar hohen Gewinnzahlen auf dem Dashboard versehen, die sofort das Vertrauen des Nutzers gewinnen sollen. Diese Technik, bekannt als „Initial-Hook“, nutzt die menschliche Neigung, schnelle Erfolge zu suchen.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform in einer Web-App simulierte Gewinne an. In der Praxis gibt es jedoch keine echten Aufträge an einer Börse. Die Zahlen entstehen lediglich durch interne Software-Simulationen. Das Ziel ist es, dem Anleger zu vermitteln, dass die Plattform funktioniert, und ihn dazu zu bewegen, mehr Geld einzuzahlen. In der Regel werden die simulierten Gewinne in kurzer Zeit, oft innerhalb von Tagen, präsentiert, was das Gefühl von Dringlichkeit und Erfolg verstärkt.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Ein angeblicher „Account-Manager“ baut über Wochen eine persönliche Beziehung auf. Er verspricht exklusive VIP-Konten, Hebelboni von 1:500 und „Insider-Tipps“, die angeblich den Anleger vor dem Markt schützen. Durch Zeitlimits wie „Nur heute verfügbar“ und künstliche Verknappung wird der Druck erhöht. Typischerweise verlangen diese Manager von den Opfern Beträge zwischen 5 000 € und 50 000 €, wobei manche sogar über 500 000 € einzahlen, um das Vertrauen weiter zu gewinnen.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn der Anleger nun seine Gewinne oder sein ursprüngliches Kapital auszahlen möchte, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren auferlegt. Zu diesen Gebühren gehören:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stecken in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram, daher sollte jede dieser Kontaktanfragen sofort abgelehnt werden.

Das Netzwerk hinter coinmajestyminingforum.live

coinmajestyminingforum.live ist nicht isoliert. Das Netzwerk umfasst 84 weitere Plattformen, die häufig dieselben Betreiber und technische Infrastrukturen teilen. Diese Wiederverwendung von Code, Servern und Marketing-Materialien ist ein klassisches Kennzeichen von organisierten Betrugsgremien. Sobald eine Plattform auffällt, werden die Betreiber oft schnell umbenannt, um neue Opfer zu gewinnen. Der Zusammenhang zwischen diesen Plattformen erhöht das Risiko erheblich, dass bei einer Meldung an Behörden mehrere Plattformen gleichzeitig unter die Lupe genommen werden.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jeder Versuch, mehr Geld einzuzahlen, verstärkt die Bindung an das betrügerische System.
  2. Alle Belege, E-Mails, Chats und Transaktionsnachweise sichern. Diese Dokumente sind entscheidend für Ermittlungen und mögliche Schadensersatzforderungen.
  3. Ihre Bank oder Krypto-Börse informieren und die betreffenden Konten sperren lassen. So wird ein weiteres Abziehen von Geldern verhindert.
  4. Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle oder dem Bundeskriminalamt erstatten. Die Ermittler in meiner Einheit haben Erfahrung mit solchen Fällen und können bei der Aufklärung helfen.
  5. Angebote von „Recovery-Dienstleistern“ ignorieren. Diese sind meist Teil der gleichen Betrugsmasche und verlangen zusätzliche Gebühren, bevor sie überhaupt beginnen zu arbeiten.

Wenn Sie bereits Opfer geworden sind, wenden Sie sich bitte umgehend an die zuständige Behörde. Vermeiden Sie es, persönliche Daten an unbekannte Drittparteien weiterzugeben, und nutzen Sie die oben genannten Schritte, um Ihre Situation zu stabilisieren.

Sichern Sie Ihre Daten, melden Sie den Betrug und schützen Sie sich vor weiteren Angriffen: Ihre Finanzen und Ihre Sicherheit sind es wert.

Das Netzwerk hinter coinmajestyminingforum.live

coinmajestyminingforum.live ist Teil eines Netzwerks von 84 weiteren Plattformen, die häufig dieselben Betreiber, Infrastrukturen und Re-Branding-Strategien nutzen. Dieses Muster deutet stark auf ein organisiertes Betrugssystem hin.

und 78 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei coinmajesty-miningforum.live gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei coinmajesty-miningforum.live
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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