EVNODE (evnode.org): Ist es wirklich sicher?
Sie haben sich für EVNODE entschieden, um von vermeintlich hohen Renditen zu profitieren. Wir zeigen Ihnen, warum es sich um einen betrügerischen Versuch handelt.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum evnode.org unseriös ist
EVNODE präsentiert sich als „crypto_exchange“, bietet aber weder eine registrierte Lizenz noch einen Nachweis einer Aufsichtsbehörde. Das Fehlen einer Handelsregisternummer und die fehlende Angabe einer Lizenznummer sind bereits starke Indikatoren für eine fehlende rechtliche Basis. Darüber hinaus sind sämtliche Kontaktdaten: Telefon, E-Mail, physische Adresse: nicht vorhanden. Dies verhindert, dass man im Falle von Problemen mit einer nachvollziehbaren Anlaufstelle rechnen kann.
Die Plattform nutzt eine große Sprachpalette, die von Englisch bis hin zu Chinesisch und Koreanisch reicht. Solch ein umfangreicher Mehrsprachigkeitsansatz ist bei echten, regulierten Börsen üblich, doch bei betrügerischen Projekten dient er primär dazu, international verteilte Opfer zu erreichen. Die angebotenen Dienste: Krypto-Handel, Swap, Spot, Margin, Futures und Staking: sind sehr breit gefächert, jedoch ohne klare Transparenz darüber, wie die Handelsmechanismen tatsächlich arbeiten. Es fehlt jegliche Information zu einem zugrunde liegenden Orderbuch, zu echten Marktpreisen oder zu Liquiditätsanbietern.
EVNODE bietet keinerlei Hinweise auf einen „gewährleisteten“ Gewinn oder garantierte Renditen. In der Regel nutzen solche Plattformen die Angst und das Verlangen nach schnellem Geld, um ihre Nutzer zu überreden. Das Fehlen jeglicher Warnzeichen wie „guaranteed returns“ oder „unrealistic speed“ könnte zunächst positiv wirken, aber in Verbindung mit den anderen Mängeln verstärkt es das Vertrauen in ein fragiles System.
Wie der Betrug bei evnode.org abläuft
Schritt 1: Erstkontakt und Lockangebot
Oft beginnen potenzielle Opfer, indem sie auf einen Link in einer Social-Media-Anzeige klicken, die von vermeintlichen „Anlageberatern“ oder Influencern stammt. Diese Anzeigen betonen häufig die Möglichkeit, mit kleinen Beträgen zu starten, z. B. 250 €, um das „Gewicht der Hebelwirkung“ zu testen. In der Regel wird die Plattform als sicher und benutzerfreundlich dargestellt, wobei die ersten Einzahlungen als „Sicherheitseinlage“ deklariert werden, die bei der späteren Auszahlung wieder zurückgezahlt werden soll.
Das Ziel des ersten Kontakts ist es, das Opfer mit einem niedrigen Mindesteinsatz einzuführen, der psychologisch leicht zu akzeptieren ist. Durch die Darstellung einer einfachen, intuitiven Oberfläche wird der Eindruck erweckt, dass die Plattform transparent und auf die Bedürfnisse des Nutzers ausgerichtet ist.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald die erste Einzahlung erfolgt ist, zeigt die Plattform dem Nutzer scheinbar hohe Gewinne an. Oftmals wird dargestellt, dass aus 250 € innerhalb von zwei Wochen 800 € geworden sind. Diese Zahlen entstehen jedoch ausschließlich in einer internen Datenbank, die von der Betreiber-Software erzeugt wird. Es werden keine echten Aufträge an Börsen ausgeführt, sondern lediglich simulierte Gewinnanzeigen präsentiert.
Die Illusion von Profit entsteht dadurch, dass die Plattform in Echtzeit ansprechende Grafiken und Zahlen anzeigt, die für den Nutzer glaubhaft wirken. Der eigentliche Handel findet nicht statt, sodass die Gewinne nicht real sind. Dennoch baut die Plattform auf Vertrauen auf, indem sie weitere potenzielle Investitionen anbietet.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach der ersten Phase der vorgetäuschten Gewinne tritt ein persönlicher „Berater“ oder ein automatisierter Chatbot auf die Plattform, der dem Nutzer vorgaukelt, er habe ein VIP-Konto. Hier werden oft angebliche Hebelboni in der Größenordnung von 1:500, garantierte Profite, exklusive Zugang zu IPOs oder Insider-Tipps präsentiert. Durch Zeitlimits („nur heute“) und künstliche Verknappung wird der Druck erhöht, sofort zu handeln.
Die Beziehung zwischen dem Nutzer und dem „Berater“ wird über Wochen oder Monate aufgebaut, um die emotionale Bindung zu stärken. Das Ziel ist es, dass der Nutzer höhere Beträge investiert: von einigen Tausend bis zu Hunderttausenden: in der Erwartung, dass die Plattform weiterhin Gewinne generiert. In der Regel bleibt die Plattform jedoch ein reines Simulationssystem, das nur weitere Einzahlungen akzeptiert, ohne echte Handelsaktivitäten.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Nutzer nun sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen möchte, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren auferlegt. Die Plattform nennt dabei folgende Kostenpunkte:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams, bei der die Täter die letzten Beträge aus dem Konto ziehen, bevor sie die Plattform verlassen.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig Dritte in den Kontakt. Sie stellen sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ dar und versprechen, das Geld zurückzuholen. Dabei fordern sie Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Forderungen steckt meist dieselbe Gruppe, die die ursprüngliche Plattform betreibt: die Täter verkaufen die gesammelten Opferdaten weiter oder nutzen sie für weitere Betrugsversuche.
In der Regel verhalten sich diese Nachfolge-Scammer professionell, verwenden juristische Sprache und behaupten, sie hätten eine offizielle Genehmigung. Doch echte Behörden oder Anwälte kontaktieren Menschen nie unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram, und echte Anwälte verlangen keine Vorauszahlungen für eine Dienstleistung, die erst erledigt werden soll.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko, dass Ihr Geld endgültig verschwindet.
- Alle Transaktionsdaten sichern: Speichern Sie Screenshots, E-Mails, Kontoauszüge und Nachrichten. Diese Beweise sind entscheidend, wenn Sie später rechtliche Schritte einleiten.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Börsenplattform: Informieren Sie sie über die Situation und lassen Sie die Konten, die mit EVNODE verbunden sind, prüfen. Viele Banken haben Verfahren, um verdächtige Transaktionen zu blockieren.
- Erstatten Sie Anzeige: Gehen Sie zur nächsten Polizeidienststelle oder melden Sie sich online bei der Bundespolizei. Ihre Akte kann helfen, weitere Opfer zu schützen.
- Ignorieren Sie „Recovery-Scammer“: Jeder, der nach der ersten Auszahlung weitere Gebühren verlangt, ist höchstwahrscheinlich ein Mitstreiter der ursprünglichen Betrugsgruppe. Blockieren Sie diese Kontakte und informieren Sie Ihre Bank, dass Sie keine weiteren Transaktionen zulassen.
Abschließende Worte
Sie haben sich entschlossen, Ihr Geld zu investieren und sind nun in einer gefährlichen Situation. Nutzen Sie die Informationen hier, um sich zu schützen. Bleiben Sie wachsam, sichern Sie Ihre Beweise und handeln Sie zügig, um weitere Verluste zu verhindern. Ihre Finanzen und Ihr Vertrauen verdienen es, geschützt zu werden.
Das Netzwerk hinter evnode.org
EVNODE ist Teil eines Netzwerks von 13 Plattformen, die ähnliche Praktiken nutzen und häufig unter verschiedenen Namen auftreten.

Blocvault
blocvault.io

Chimpyswap
chimpyswap.com

Chimpyswap
chimpyswap.io

Cobraswap
cobraswap.io

Egonswap
egonswap.io

Egonswap
egonswap.org
und 7 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei evnode.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.