Warnung vor Globagiantasset (globagiantasset.org): Erfahrungsbericht und Auszahlungsprobleme
Sie haben bereits Geld in Globagiantasset investiert und erwarten schnelle Gewinne? Das ist ein klarer Betrugsindikator. Die Plattform ist unseriös und verspricht unrealistische Renditen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum globagiantasset.org unseriös ist
Globagiantasset.org präsentiert sich als umfassende Investment-Plattform, die Forex-Trading, Immobilien, Krypto-Handel, Goldanlagen sowie Erdöl und Gas anbietet. Die Website behauptet tägliche Profite zwischen 1,3 % und 5,18 %, was ein sehr hoher, aber unrealistischer Gewinnbereich ist. Gleichzeitig gibt es keinerlei Hinweise auf eine Handelsregisternummer oder eine Lizenz von einer anerkannten Aufsichtsbehörde. Das Fehlen einer Registrierungs- oder Lizenznummer ist ein sofortiger Alarm, denn seriöse Broker müssen in jedem Land registriert und lizenziert sein, um Anleger zu schützen.
Die Plattform nutzt emotionale Drucktechniken: Sie fordert von Nutzern, sofort einzuzahlen, und stellt hohe Gewinnversprechen dar, ohne klare Quellen oder historische Performance zu belegen. Die angegebenen Testimonials, zehn Namen wie „MARIANNA TARANTINI“ oder „JOE RYAN“, sind nicht verifizierbar, und es gibt keine unabhängige Bewertung dieser Personen. Darüber hinaus verspricht Globagiantasset einen Referral-Bonus von 10 % bis 30 %, was ein weiteres Anreizsystem darstellt, mehr Geld zu investieren.
Die Marketing-Kampagne von Globagiantasset verwendet keine regulierten Medienkanäle; stattdessen setzt sie auf unregulierte soziale Medien und E-Mail-Verteiler, um potenzielle Opfer zu erreichen. Das Fehlen von Kontaktinformationen (kein Telefon, keine E-Mail, keine physische Adresse) verhindert jede Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bei Problemen und ist ein weiteres Zeichen für eine unseriöse Operation.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Globagiantasset.org:
- Keine Lizenz oder Registrierung: das Unternehmen ist nicht bei einer Aufsichtsbehörde registriert.
- Unrealistische Renditen: tägliche Profite von über 1 % sind in der realen Finanzwelt nicht nachhaltig.
- Emotionale Druckausübung: die Plattform nutzt Angst und Dringlichkeit, um schnell Geld zu verlangen.
- Fehlende Transparenz: keine Kontaktangaben, keine verifizierbaren Testimonials und keine nachvollziehbaren Handelsdaten.
Alle diese Punkte sind klassische Indikatoren für einen Betrug.
Wie der Betrug bei globagiantasset.org abläuft
1. Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Anleger werden häufig über gezielte Social-Media-Kampagnen angesprochen. Globagiantasset nutzt gefälschte Werbeanzeigen, die „tägliche Profite“ versprechen und vermeintliche „Investment-Gurus“ als Testimonials präsentieren. Die ersten Einzahlungen sind bewusst niedrig, typischerweise 50 € oder 250 € für neue Nutzer, um die Hemmschwelle zu senken. Sobald das Konto eröffnet ist, werden die Nutzer mit attraktiven Grafiken und einer scheinbar aktiven Handelsoberfläche begrüßt.
Die Plattform präsentiert sich als „investment platform“, die alle genannten Anlageklassen gleichzeitig anbietet. Das breite Angebot wirkt verlockend, weil es den Eindruck erweckt, dass die Gelder diversifiziert werden. In Wirklichkeit gibt es jedoch keine echte Verbindung zu realen Märkten.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Web-App sofort „Gewinne“ an. Beispielsweise wird aus 50 € in wenigen Tagen ein Gewinn von 300 € angezeigt. Diese Zahlen stammen aus einer internen Datenbank, die zufällige Renditen generiert. Es gibt keinerlei echte Order-Ausführung an einer Börse oder an einem Immobilienmarkt. Der Nutzer glaubt, seine Investition habe sich vervielfacht, und das Vertrauen in die Plattform wächst.
Die Plattform nutzt visuelle Darstellungen wie Balkendiagramme und Live-Tickers, die den Eindruck von echter Marktdynamik erwecken. Ohne echte Handelsdaten sind die angezeigten Gewinne reine Simulationen.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald der Nutzer ein Gefühl der Sicherheit verspürt, beginnt die Plattform, weitere Einzahlungen zu fordern. Ein sogenannter „Account-Manager“ (oft ein automatisiertes Chat-Bot-System) bietet „VIP-Konten“ mit angeblichen Hebelboni von 1:500 an. Der Nutzer wird mit Versprechen über garantierte Profite, exklusive IPO-Zugänge und „Insider-Tipps“ konfrontiert.
Die Plattform setzt gezielt auf Zeitdruck, indem sie limitierte Angebote als „nur heute“ bewirbt. Darüber hinaus werden fiktive Geschichten von anderen „Erfolgreichen“ geteilt, um sozialen Druck zu erzeugen. Diese Taktiken führen dazu, dass der Anleger häufig weitere Mittel zwischen 5.000 € und 50.000 € investiert, um die vermeintlichen Gewinne zu maximieren.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Nutzer nun sein Geld abheben möchte, erscheint plötzlich eine Liste von Gebühren. Die Plattform verlangt mindestens fünf verschiedene fiktive Gebühren, zum Beispiel:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Diese Phase ist die letzte Melkphase des Scams. Selbst wenn der Anleger die geforderten Gebühren bezahlt, erfolgt keine Auszahlung. Die Plattform behauptet, dass die Gebühren für „Sicherheitsvorkehrungen“ notwendig seien, doch es gibt keinerlei rechtliche Grundlage dafür.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem Zahlungsausfall tauchen häufig sogenannte „Recovery-Services“ auf. Diese sind angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Oft verlangen sie zusätzliche Gebühren, um den „Fall“ zu bearbeiten.
Die meisten dieser Angebote stammen von den gleichen Personen, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Sie nutzen die Angst der Betroffenen aus und verkaufen deren Daten an andere Betrugsnetzwerke. Seriöse Anwälte oder Behörden kontaktieren die Betroffenen niemals unaufgefordert über WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung erhöht die Gefahr, mehr Geld zu verlieren.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Bildschirmaufnahmen, Transaktionsnachweise und sämtliche Kommunikationsverläufe. Diese können als Beweismaterial dienen.
- Bank oder Krypto-Börse informieren: Melden Sie die verdächtigen Transaktionen an Ihre Bank oder die Plattform, auf der Sie die Geldbewegungen tätigen. Bitten Sie um eine Rückerstattung, wenn möglich.
- Polizeiliche Anzeige erstatten: Kontaktieren Sie die örtliche Polizeidienststelle oder die Kriminalpolizei. Übermitteln Sie alle gesicherten Beweise und schildern Sie den Ablauf.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Seien Sie skeptisch, wenn jemand von außerhalb einen „Schnellrückgewinn“ oder ein „Kostenfreies“ Angebot verspricht. Seriöse Rechtsanwälte oder Behörden werden Sie nicht per Nachricht kontaktieren.
Fazit
Globagiantasset.org ist ein klassisches Beispiel für einen modernen Investment-Betrug. Ohne Lizenz, ohne transparente Kontaktdaten und mit unrealistischen Renditen, nutzt die Plattform emotionale Manipulation, gefälschte Gewinne und ein komplexes Netzwerk von Nachschlägern. Betroffene sollten sofort handeln, Beweise sichern und die zuständigen Behörden informieren, um weitere Verluste zu verhindern.
Verdächtige Verbindungen zu Globagiantasset
Globagiantasset ist technisch mit drei weiteren Plattformen verbunden, die ähnliche Marketingstrategien verwenden.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei globagiantasset.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.


