Krakengetpro.info (krakengetpro.info) im Faktencheck
Krakengetpro.info ist keine seriöse Handelsplattform. Das Unternehmen nutzt gefälschte Lizenzangaben und übertreibt angebliche Renditen, um Anleger zu täuschen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum krakengetpro.info unseriös ist
Die Plattform präsentiert sich als „Online Crypto Trading Platform LTD“ und bietet Krypto-Investment sowie Online-Handel an. Auf der Website fehlt jedoch eine Angabe einer Aufsichtsbehörde und einer Lizenznummer. Stattdessen listet sie lediglich die Registrierungsnummer #13699699, die von keiner offiziellen Stelle überprüfbar ist. Ein weiteres Warnsignal ist die fehlende Angabe des Gründungsjahres, was die Nachvollziehbarkeit des Unternehmens erschwert.
Die Zahlungsbedingungen sind unüblich. Kunden können über Banküberweisung, Kreditkarte, Bitcoin oder USDT einzahlen: ein breites Spektrum, das für einen seriösen Broker ungewöhnlich ist, da legitime Anbieter in der Regel auf regulierte Banken zurückgreifen. Gleichzeitig wird die Mindesteinzahlung mit 1 000 € festgelegt, während gleichzeitig auf der Plattform ein „Lifetime Income on Investment“ versprochen wird. Diese Kombination aus hohen Einzahlungen, fehlender Lizenz und unrealistischen Renditen ist ein klares Indiz für Betrug.
Weiterhin gibt es keinerlei Kundenbewertungen oder externe Zertifikate. Die Plattform nennt 89 650 angebliche Fälle oder Klienten, ohne zu belegen, ob dies real oder gefälscht ist. Die fehlenden Testimonial-Namen und die Aussage, dass keine Erfolgsquote angegeben wird, verstärken das Bild eines unzuverlässigen Angebots. Diese Punkte zusammen zeigen, dass krakengetpro.info unseriös ist.
Angegebene Adresse von Online Crypto Trading Platform LTD
Die Plattform gibt die Adresse 48 Warwick Street, London, England, W1B 5AW an. In Handelsregistern und öffentlichen Verzeichnissen gibt es jedoch keine Eintragungen zu diesem Namen an der genannten Adresse. Dies ist ein starkes Indiz für eine falsche Adressangabe.
Am angeblichen Standort im Vereinigten Königreich steht in Wirklichkeit ein Straßenpunkt ohne adressiertes Gebäude ("Warwick Street"). Für die Tätigkeit als Online-Broker ist diese Lokation offensichtlich ungeeignet.
Eine technische Auffälligkeit verstärkt den Verdacht. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen im Vereinigten Königreich. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- USA
Wie der Betrug bei krakengetpro.info abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Opfer werden meist über soziale Medien, Telegram-Gruppen oder gefälschte E-Mails angesprochen. In der Regel wird ein „Anlageberater“ vorgetäuscht, der in einer kurzen Videopräsentation hohe Gewinne verspricht. Der erste Eindruck ist verführerisch: die Plattform bietet angeblich eine „Lifetime Income on Investment“ an, wenn man mindestens 1 000 € einzahlt. Die Zahl wirkt nicht zu hoch, sodass die Hemmschwelle gering bleibt. Sobald die Einzahlung erfolgt, erhält der Anleger ein Dashboard, das sofort steigende Werte anzeigt: ein visuelles Signal, dass die Investition funktioniert.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung präsentiert die Plattform dem Anleger fiktive Gewinne, die innerhalb weniger Wochen steigen. Die Zahlen sind reine Software-Simulationen. Es gibt keine echten Aufträge auf einer regulierten Börse; die angeblichen Gewinne entstehen nur in einer Datenbank, die die Plattform selbst kontrolliert. Das Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und den Anleger glauben zu lassen, er habe bereits erfolgreich gehandelt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der „Berater“ baut im Anschluss an die ersten Gewinne eine persönliche Beziehung auf. Er verspricht, dass mit mehr Kapital höhere Hebel und garantierte Renditen erreichbar seien. Oft wird ein VIP-Status angeboten, der angeblich Zugang zu exklusiven IPO-Zugängen oder Insider-Tipps verspricht. Um die Anreize zu verstärken, wird der Anleger mit Zeit-Limit-Botschaften konfrontiert, z. B. „Nur heute noch 50 % Bonus“. Diese Taktik führt häufig zu weiteren Einzahlungen von 5 000 bis 50 000 €: in seltenen Fällen sogar bis zu 500 000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger sein Geld abheben will, tauchen plötzlich Gebühren auf. Diese Gebühren werden wie folgt genannt:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Betrag, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft Dritte auf. Diese präsentieren sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie behaupten, das Geld könne zurückgeholt werden, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Versuche sind ein weiteres Zeichen des Betrugs: Die Täter nutzen die bereits geschädigten Opfer als weitere Einnahmequelle. Ein echter Anwalt oder eine Behörde kontaktiert Sie niemals per WhatsApp oder Telegram, um Gebühren zu erheben.
Das Netzwerk hinter krakengetpro.info
Das Netzwerk hinter krakengetpro.info
Krakengetpro.info ist Teil eines Netzwerks von 90 Plattformen, die häufig dieselbe Serverinfrastruktur und Betreiber teilen. Diese Verbindungen deuten darauf hin, dass es sich um ein organisiertes Betrugssystem handelt, bei dem Betreiber ihre Marken regelmäßig wechseln, um regulatorische Maßnahmen zu umgehen. Das Netzwerk nutzt häufig ähnliche Domain-Endungen, identische Logos und sogar ähnliche Zahlungswege, was die Identifizierung erschwert, aber auch ein klares Muster in der Betrugsmasche zeigt.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jeder zusätzliche Transfer erhöht das Risiko, Geld zu verlieren. Bewahren Sie sämtliche Transaktionsnachweise auf, um Beweismaterial zu sammeln.
- Alle relevanten Konto- und Transaktionsdaten sichern: Screenshots, Kontoauszüge, E-Mails und Chat-Verläufe sollten gesichert werden, um die Ermittlungsbehörden zu unterstützen.
- Ihre Bank oder Ihren Krypto-Exchange informieren: Melden Sie die verdächtigen Transaktionen. Viele Banken haben Abteilungen für Betrugsprävention, die Ihnen helfen können, Rückbuchungen zu prüfen.
- Eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle oder dem Bundesamt für Finanzmarktaufsicht (BaFin) erstatten: Beschreiben Sie das Vorgehen detailliert und legen Sie alle Beweismittel bei. Die Ermittler können dann weitere Opfer schützen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Wenn Ihnen Personen oder Unternehmen eine Rückgewinnung versprechen und dafür Gebühren verlangen, lehnen Sie diese Angebote sofort ab. Seriöse Anwälte und Behörden setzen keine Vorauszahlungen voraus.
Fazit
Krakengetpro.info nutzt gezielte Täuschungsmaschen, um Anleger zu locken und ihr Geld zu entwenden. Die fehlenden Lizenzen, die unrealistischen Renditeversprechen und die ausgeklügelte Gebührenstruktur sind klare Indizien für einen Betrug. Halten Sie sich an die oben genannten Schritte, um weitere Verluste zu verhindern.
Das Netzwerk hinter Online Crypto Trading Platform LTD
Online Crypto Trading Platform LTD ist Teil eines Netzwerks von 90 Plattformen, die häufig dieselbe Serverinfrastruktur und Betreiber teilen. Solche Netzwerke sind typisch für organisierte Betrugsgruppen.

Affilinkshub
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Otlnance
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Baomineotraso
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Bdvest Traders
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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei krakengetpro.info gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.