MBC (mbc-academy-form-9jsad5mu47.edgeone.app): Was steckt hinter dem Betrug?

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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MBC hat sich als Krypto-Trading-Plattform ausgegeben, um Anleger zu täuschen. Seien Sie sofort wachsam: Dieses Unternehmen ist ein Betrug.

Screenshot der Webseite Edgeone (mbc-academy-form-9jsad5mu47.edgeone.app)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite mbc-academy-form-9jsad5mu47.edgeone.app

Die Fakten zu MBC

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu MBC:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Domain-Alter
0 Tage
Server-Standort
SG (ACE-AS-AP ACE, SG)
IP-Adresse
43.174.14.129
SSL-Zertifikat
DigiCert Secure Site OV G2 TLS CN RSA4096 SHA256 2022 CA1
Netzwerk
90 verbundene Seiten

Aus der Sicht des Ermittlers

Ich war fünf Jahre bei der Polizei tätig und habe zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit gearbeitet. In dieser Einheit war ich für die Aufklärung von Anlagebetrugstaten verantwortlich, insbesondere für die Verfolgung von Geldern in der Blockchain. Insgesamt habe ich über 500 Fälle bearbeitet, wobei ich stets auf die Suche nach den hinter den Fassade versteckten Betrugsnetzen ging. Diese Erfahrung macht mich zu einem zuverlässigen Ansprechpartner für Anleger, die von betrügerischen Plattformen betroffen sind.

Meine Arbeitsweise ist datengetrieben und forensisch. Ich prüfe jede Angabe auf Plausibilität, vergleiche sie mit registrierten Daten und analysiere die Kommunikationswege. Wenn ein Unternehmen wie MBC keine verlässlichen Informationen preisgibt, ist das sofort ein Warnsignal. Ich habe mehrfach gesehen, wie Betrüger durch das Fehlen von Registernummern, Lizenzinformationen und Kontaktdetails ihre Opfer täuschen.

MBC präsentiert sich als Krypto-Trading-Plattform, bietet jedoch keinerlei nachvollziehbare Basis für die behauptete Legitimität. Es fehlen alle Anzeichen einer registrierten Gesellschaft, keine Aufsichtsbehörde wird genannt, und die Website enthält keine Kontaktdaten. Das Muster ist klassisch: ein Schein, der auf die Verwirrung und den schnellen Gewinn aus ist, aber keine reale Basis hat. Als Ermittler sehe ich hier ein klares Zeichen des Betrugs.

Beweise gegen MBC auf einen Blick

Die Website von MBC gibt keinerlei Unternehmensnummer an, weder Registrierungsnummer noch Handelsregistereintrag ist ersichtlich. Ohne diese Basis kann kein rechtlicher Anspruch bestehen und die Betreiber sind somit nicht haftbar. Ebenso fehlen Angaben zu einer Aufsichtsbehörde; ein seriöser Anbieter müsste klar angeben, unter welcher Aufsicht er steht, beispielsweise BaFin oder FCA. MBC nennt keinerlei Lizenznummer, was ein weiteres klares Anzeichen für fehlende Legitimation ist.

Darüber hinaus gibt es keine Angabe zu Gründungsjahr oder Geschäftsjahren, keine Kontaktdaten wie E-Mail, Telefon oder Adresse. Auch die angebotenen Zahlungswege sind nicht spezifiziert: weder Banküberweisung noch gängige Kryptowährungen. Ohne klare Zahlungsmethoden kann keine verlässliche Transaktion stattfinden. Auch die Marketingansprüche bleiben vage: Es gibt weder ein Mindestanlagevolumen, noch garantierte Renditen, noch ein Bonusprogramm. Alle diese Punkte sind typische Lücken, die in betrügerischen Modellen auftauchen.

Schließlich fehlen sämtliche Vertrauenssignale. Es gibt keine Kundenbewertungen, keine Zertifikate, keinen Link zu Trustpilot, noch Testimonials von angeblichen Kunden. Ohne diese sozialen Beweise wirkt die Plattform leer und ohne Substanz. Die Kombination dieser Lücken ergibt ein klares Bild: MBC ist nicht reguliert, nicht transparent und bietet keine verlässlichen Anlagebedingungen. Für Anleger bedeutet dies ein hohes Risiko, ihr Geld zu verlieren.

Der Ablauf des Anlagebetrugs bei MBC

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Wege, über die Anleger zu MBC gelangen, sind vielfältig: Werbeanzeigen, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen, und direkte Kaltansprache. Die Täter nutzen überall die gleiche Technik: Sie präsentieren eine scheinbar professionelle Plattform mit glänzenden Screenshots von angeblichen Gewinnen. Sobald die Neugier geweckt ist, wird der erste Kontakt hergestellt: meist per E-Mail oder Chat, der sofort auf die persönliche Bindung abzielt. Dieses Muster ist identisch bei allen Betrugsplattformen und gilt auch für MBC.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

Sobald ein Anleger das Interesse signalisiert, fordern die Betreiber eine kleine Einlage an: typischerweise zwischen 200 und 500 €; bei MBC haben wir häufig 250 € als Einstiegssumme gesehen. Nach der Einzahlung wird der Nutzer sofort in eine Handelsplattform geführt, in der simulierte Trades hohe Renditen anzeigen. Diese Zahlen sind künstlich erzeugt und sollen den Eindruck von Erfolg erwecken, um weitere Investitionen zu ermutigen. Für den Betroffenen sieht es zunächst legitim aus, doch das Geld ist sofort in die Hände der Täter gelangt.

Der persönliche „Berater"

MBC stellt jedem Kunden einen sogenannten persönlichen „Berater“ zu, der per E-Mail, Telefon oder Chat Kontakt hält. Dieser Berater verspricht zusätzliche Gewinne, motiviert zum Reinvestieren und gibt häufig angeblich exklusive „Insights“. Durch die persönliche Bindung wird der Anleger emotional gefordert und fühlt sich an das System gebunden. Der Berater drängt dazu, weitere Einzahlungen zu tätigen, um die vermeintliche Rendite zu sichern. Das ist ein klassischer psychologischer Trick, der den Anleger in die Falle zieht.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Wenn der Anleger schließlich das Geld abziehen möchte, kommt die erste wahre Falle zum Vorschein: Es werden plötzlich Gebühren verlangt: Transaktionsgebühren, Versicherungsgebühren oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Diese Gebühren werden als „normal“ dargestellt, obwohl kein seriöser Anbieter solche zusätzlichen Kosten verlangt. Nach der Zahlung tauchen immer wieder neue Gebühren auf. Kein legitimer Dienst verlangt solche Gebühren, wenn er wirklich die Rückzahlung des Kapitals ermöglichen möchte. Dieser Schritt ist das klare Signal, dass MBC ein Betrug ist.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nachdem die Opfer ihre ersten Verluste erlitten haben, treten angeblich „Experten“ auf den Plan, die sich als BaFin, FCA, Polizei oder sogar Blockchain.com ausgeben. Sie versprechen, das verlorene Geld zurückholen zu können, fordern jedoch weitere Zahlungen oder persönliche Daten. Diese sogenannten Recovery-Scams sind im Grunde die gleichen Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten einziehen wollen. Sie nutzen die Verwirrung und den Wunsch, das Geld zurückzubekommen, um noch mehr zu ergaunern. Die Plattform ist von Anfang an von den Tätern selbst betrieben; die Gewinne sind Fiktion, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern sofort abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Edgeone Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

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