Warnung vor nextchain.at (nextchain.at): Betrug und gefälschte Gewinne
nextchain.at ist ein betrügerischer Broker, der Anleger in die Falle lockt.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum nextchain.at unseriös ist
nextchain.at gibt keinerlei Anhaltspunkte für eine reguläre Lizenzierung. Auf der Website fehlt eine Handelsregisternummer, ein Verweis auf eine Aufsichtsbehörde oder ein Hinweis auf die Einhaltung von Wertpapiergesetzen. Das Unternehmen gibt keine klare Adresse, keinen Ansprechpartner und keine E-Mail-Adresse an. Solche Lücken sind bei seriösen Brokern nicht zu finden.
Zudem sind auf der Plattform keine konkreten Zahlungsmethoden aufgeführt. In der heutigen Finanzwelt verlangen regulierte Broker zumindest die Angabe von Bank- oder Kreditkartenzahlungen, die sofort überprüfbar sind. nextchain.at lässt diese Angaben aus, was ein starkes Warnsignal ist.
Der Mangel an Transparenz erstreckt sich auch auf die angeblichen Dienstleistungen. Auf der Website wird nichts über Handelsplattformen, Risikomanagement-Tools oder Kundensupport erklärt. Stattdessen gibt es nur leere Felder.
Schließlich lässt sich die Identität des Unternehmens nicht nachvollziehen. Der Firmenname, die Gründungsdaten und das Geschäftsmodell sind nicht erkennbar. Diese fehlenden Daten sind bei jeder seriösen Plattform vorhanden.
Kurz gesagt: nextchain.at erfüllt sämtliche Kriterien eines betrügerischen Brokers. Es fehlt die Lizenz, die Adresse, die Zahlungsmethoden und die Transparenz. Diese Kombination ist ein klarer Hinweis auf unseriöse Aktivitäten.
Wie der Betrug bei nextchain.at abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
nextchain.at nutzt gezielte Werbekampagnen auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und TikTok. Dort werden scheinbar authentische Testimonials von „Trading-Experten“ gezeigt, die von hohen, sofortigen Renditen berichten. Die ersten Kontaktaufnahmen erfolgen per Telefon oder E-Mail, wobei die angebliche „Anlageberatung“ ein Gefühl von Dringlichkeit erzeugt.
Der Einstieg erfolgt mit einer sehr niedrigen Mindesteinzahlung, üblicherweise rund 250 €. Das geringe Risiko lässt die potenziellen Opfer die Plattform ausprobieren, ohne großes Risiko zu sehen. Durch die scheinbar schnellen Gewinne wird das Vertrauen aufgebaut und die Angst vor verpassten Chancen geschürt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt nextchain.at dem Anleger auf einer benutzerfreundlichen Oberfläche stark steigende Gewinne. Die Zahlen sind jedoch reine Simulationen: es gibt keine echten Orders an einer Börse, keine Transaktionsprotokolle und keine nachvollziehbaren Handelsaktivitäten. Die Software generiert lediglich hübsche Zahlen, die den Eindruck von Profit erwecken.
Der Anleger sieht, wie sein Konto scheinbar in kurzer Zeit vermehrt, und nimmt an, dass er ein lukratives Investment getätigt hat. Das System nutzt psychologische Tricks, indem es die Gewinne in Echtzeit anzeigt und die Möglichkeit zur sofortigen Auszahlung betont.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der „Berater“ oder „Account-Manager“ von nextchain.at baut eine persönliche Beziehung auf. Durch regelmäßige Nachrichten und angebliche Insider-Tipps wird dem Kunden das Gefühl vermittelt, exklusiven Zugang zu lukrativen Märkten zu haben.
Die Plattform verspricht hohe Hebel, garantierte Gewinne und sogar „IPO-Zugänge“ für ein weiteres Wachstum. Diese Versprechen sind jedoch nur ein Teil der Masche. Durch Zeitlimits wie „nur heute“ oder „nur noch wenige Plätze“ wird der Kunde unter Druck gesetzt, mehr Geld einzuzahlen.
Viele Opfer zahlen mittlerweile 5.000 bis 50.000 € oder mehr. Sie glauben, ihr Geld sei sicher und dass die Gewinne real sind. In Wirklichkeit steht hinter all dem ein automatisiertes System, das Gewinne nur simuliert, um die Kunden zu ermutigen, mehr Kapital zu investieren.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger versucht, sein Geld auszuzahlen, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren vorgeworfen.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu dem bereits investierten Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig „Anwälte“, „Behördenmitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auf. Sie behaupten, das Geld zurückzuholen, fordern jedoch Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“.
Dahinter stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprünglichen Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Vertrauen Sie niemals auf solche Angebote.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede neue Einzahlung verschafft den Tätern mehr Kontrolle über Ihr Vermögen.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Nachrichten, Zahlungsbestätigungen und Kontoauszüge. Diese Dokumente sind wichtig für mögliche Ermittlungen.
- Bank oder Krypto-Börse informieren: Kontaktieren Sie Ihre Bank oder die Plattform, auf der Sie das Geld hinterlegt haben, und fordern Sie eine sofortige Sperrung der Konten.
- Strafanzeige erstatten: Melden Sie den Betrug bei der Polizei oder der zuständigen Aufsichtsbehörde. Nutzen Sie das Formular Ihrer lokalen Strafverfolgungsbehörde, um die Ermittlungen einzuleiten.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jede Forderung, die von angeblichen „Rechtsexperten“ kommt, ist ein weiteres Täuschungsmanöver. Ignorieren Sie diese Kontakte und löschen Sie sie.
Fazit
nextchain.at ist ein klarer Betrugsbroker. Die fehlende Lizenz, die fehlenden Kontaktdaten und die simulierten Gewinne sind keine Anzeichen für ein seriöses Geschäft. Schützen Sie sich, indem Sie keine weiteren Einzahlungen leisten, Beweise sichern und die Behörden informieren. Nur so können Sie Ihre Rechte wahrnehmen und verhindern, dass weitere Menschen Opfer dieses Scams werden.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei nextchain.at gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.